Was sonst noch los ist . . .

Es brennt in letzter Zeit ein bisschen sehr häufig in Aachen (Foto). Was sonst so los ist, lest ihr unten.                                 Foto: Henning Brinkmann

Was ist los in Aachen, worüber spricht man?

Da fällt mir zunächst der Personalmangel in der Stadtverwaltung ein. Es sind an die 200 Stellen unbesetzt, besonders bei der Feuerwehr und in den Kitas. Mehr Geld und unbefristete Verträge sollen jetzt für mehr BewerberInnen sorgen.

Dann der Karneval. Da haben wir mit Freude vernommen, dass der Sohn von Oberbürgermeister Marcel Philipp jetzt Kinderprinz (Julius I.) ist, wie einst sein Opa Dieter Philipp, der 1956 Kinderprinz (Dieter II.) gewesen sein soll. Ja, manche Posten bleiben in der Familie. So ist das eben, so sind eben die Gene und die Erziehung, schlecht finde ich das eigentlich nicht.

Thema: Zugestellte Bürgersteige. Wie viel Platz müssen eigentlich die Gastronomen den Fußgängern zur Belebung der Straßen bei der Außengastronomie überlassen? Sind 1,20 Meter zu wenig? Sollen es 1,50 oder 1,80 Meter sein? Mindestens 1,80 Meter Platz müssen freigehalten werden, fordern alle – außer den Gastronomen. Und der Gedanke, sogar Parkplätze der Gastronomie zur Verfügung zu stellen (Beispiel: Bonn) ist – juhu – auch noch nicht vom Tisch.

Erstaunlich, wie sehr doch etliche Bürgerinnen und Bürger das Fällen von Bäumen in Nähe des Klinikums erschüttert. Die Bäume müssen weg, denn das Klinikum erweitert sich (mehr Räume für OPs) und baut dazu noch ein Parkhaus. Da führt mMn leider kein Weg dran vorbei.

Und dann die Kultur: Das Zeitungsmuseum soll attraktiver werden, mehr Besucher anlocken und mehr Einnahmen generieren. Da braucht man natürlich einen fantasievollen Kurator . . .  Zeitungen sind ja als Ausstellungsobjekte nicht wirklich spannend. Das wird schwer. Das Stadttheater soll ebenfalls mehr Geld einnehmen, soll eventuell für die besseren Plätze die Ticketpreise anheben. Die Bewerbung um den Titel „Kulturhauptstadt Europa 2025“ kann sich die Initiative in die Haare schmieren, ein Antrag wird nicht gestellt, eine Bewerbung findet nicht statt. Soweit die Kultur.

Ja, und wie steht es um das Dauerthema: Umgestaltung des Büchels mitten in Aachen? Schlecht, würde ich sagen, denn still ruht der See. Jüngst wurde bekannt, dass das alte Parkhaus so kaputt ist, dass oben schon 2 Etagen geschlossen sind und das komplette Objekt – absehbar – bald ganz wegen Baufälligkeit geschlossen werden muss. Schöne Pleite. Dort wird auch noch jahrelang weiter nichts passieren.

Wie immer finden Ereignisse in der großen, weiten Welt ihre Widerhall in Aachen. In Nord-Syrien bekämpft die türkische Armee die Kurden, prompt demonstrieren Kurden auch in Aachen, und selbstverständlich macht das die Erdogan-Fans ungeheuer wütend. Ja, und dann kommt es am Rande eine ganz legalen Kurden-Demo zu Zusammenstößen.
Mir ist es absolut rätselhaft, wie freundlich und entgegenkommend man in Deutschland auf höchster Ebene den wie einen Diktator auftretenden Erdogan behandelt. Absolut rätselhaft. In den DITIB-Moscheen, die von Ankara aus geführt werden, betet man für einen Sieg der türkischen Armee über die Kurden, hieß es mehrfach im WDR. Das ist Kriegspropaganda, wer das zulässt, lässt Hetze zu und sorgt dafür, dass die Situation sich verschärft. Der nimmt in Kauf, dass am Ende noch mehr Flüchtlinge zu uns nach Deutschland kommen.

Zum Schluss: Ist das nur mir aufgefallen, dass es in Aachen in letzter Zeit ziemlich häufig brennt? Am Adalbertsteinweg, in der Elsaßstraße, in der Charlottenstraße . . .

Wer noch Aufkleber, die sich aber leicht wieder entfernen lassen, braucht, der kann sie sich kostenlos im Büro der Piraten (Ecke Wilhemstraße/Lothringer Straße) abholen. Immer donnerstags ab 18.30 Uhr bis mindestens 20 Uhr. Man sieht sich.

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Der Hof, plötzlich ohne Bauzaun

Der Hof ist ein gemütlicher Platz zwischen Körbergasse und Krämerstraße. Er lässt sich jetzt für kurze Zeit mal wieder ohne Baustellenzaun erleben.

Endlich mal ohne Bauzaun ist in diesen Tagen der Hof zu erleben – der Platz zwischen Körbergasse und Krämerstraße. Wäre ja schön, wenn der dreieckige Platz über Karneval so bliebe, danach allerdings wird wieder alles aufgerissen, denn der Hof wird gänzlich neu gestaltet (das hat er auch nötig).

Vor über vier Jahren ging es los: Ein uralter Kanal musste erneuert werden, alles sollte ein Jahr dauern. „Gehen wird mal vom Doppelten aus“, dachte ich damals schon. Doch wer so dachte wie ich, lag völlig daneben.

Wer mitten in der Stadt Aachen ein Loch buddelt, stößt mindestens auf Reste aus der Zeit Karls des Großen oder sogar auf Funde aus römischer Zeit. So auch im Hof. Über zehn Tote waren es, die all die Jahrhunderte dort beerdigt waren, ohne dass wir fröhlichen Kaffee-, Kakao- und Biertrinker vor dem Domkeller was davon geahnt hätten. War der Hof einmal ein Friedhof?

Einige Skelette wurden präpariert und 2015 im Centre Charlemagne ausgestellt. „Sprechende Knochen“ lautete der Titel der Schau. Die Archäologen konnten an den Knochen vieles ablesen: Wann die Leute ungefähr gelebt hatten, wie alt sie geworden sind, ob sie gehungert oder immer gut zu essen hatten, ob es Männer oder Frauen waren und vieles mehr.

Unterdessen arbeitete die Stawag unterirdisch am Kanal. Millionen Euro werden so verbuddelt, ohne dass man auf das Ergebnis groß hingewiesen würde. Auf dem Bauzaun waren Daten und Fakten abzulesen, man gewöhnte sich an den Anblick. Und reagiert jetzt verunsichert, fragt sich „Hä, da fehlt doch was?“

Ich wäre jedenfalls froh, wenn ich den fertigen Hof noch zu Lebzeiten genießen könnte. Gut eine halbe Million Euro soll die Verschönerung kosten. Diesmal wird eine Bauzeit von fünf bis acht Monaten vorausgesagt. Aber auch hier gilt: Gehen wir mal lieber vom Doppelten aus.

 

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Hol dir Infos und Aufkleber (jetzt mit update)

Bei Fragen zu eTickets kommt zum Stammtisch heute (Die., 16. Januar) ins Piratenbüro Wilhelmstraße 85, Aachen. Ab 19.30 Uhr steht Verkehrspolitiker Matthias Achilles dort für Fragen und Anregungen zu e-Ticket und auch zum Thema „Mobilität in Aachen“ zur Verfügung.

Das neu eingeführte E-Ticket von AVV und der Aseag weist Datenschutzprobleme auf (die Presse berichtete). Der Piratenpartei in Aachen wurde von Nutzern mitgeteilt, dass beim E-Ticket die auf dem Ticket gespeicherten Daten mit einem handelsüblichen Android Smartphone und der entsprechend frei zugänglichen App auslesbar sind.

Die Piraten haben daraufhin die Behörde der NRW Landesdatenschutzbeauftragten informiert, dot war man  über den Sachverhalt schockiert, dass die gespeicherten Daten nicht einmal ein Mindestmaß  an Verschlüsselung aufweisen. Der Fall wurde nun an den Bundesdatenschutzbeauftragten weitergeleitet. Für die Piraten Aachen ist der Skandal ein Fall mit Ansage. 

Der Verkehrspolitische Sprecher Mathias Achilles meint:

„Wir haben frühzeitig unsere Bedenken in Sachen Datensicherheit geäußert, aber unsere Bedenken wurden offensichtlich nicht ernstgenommen. Hier wurde nur auf ein Mindestmaß an Funktionalität geachtet, statt das technisch Mögliche von Informationssicherheit und Verschlüsselung zu nutzen.“

Die FAQ zum E-Ticket sind ziemlich eindeutig:
https://www.aseag.de/fileadmin/user_upload/documents/Bestimmungen/Datenschutz_FAQ_AVV.pdf

2.1.6. Wer kann die Daten auf dem eTicket auslesen?
Mitarbeiter der Verkehrsunternehmen im AVV können die zehn letzten Transaktionen nur in den jeweiligen Kunden‐Centern einsehen, wenn der Fahrgast seine Chipkarte zur Verfügung stellt.

Und auch das Kapitel 3 bzgl. BDSG und Datenschutzaufsichtsbehörde des Landes NRW ist lesenswert.

Falls ihr also Fragen und Anregungen habt, kommt ins Piratenbüro. Dort gibt es auch die unten abgebildeten Aufkleber für Menschen, die sich über Pkw-Fahrer ärgern, die auf Fahrradwegen und Fußgängerwegen parken. (So lange der Vorrat reicht.)

Was passiert, wenn ein Falschparker das auf seinem Auto klebend vorfindet? Ist das dann „Sachbeschädigung mit Ansage“? Das kann ja mal ein Aachener Gericht klären. Ich bin gespannt.

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Nur wer in der Innenstadt wohnt, weiß . . .

An einer Wand vom Bahnhof Rothe Erde. Wisster Bescheid.

Einen dezenten Hinweis an alle Wildpinkler entdeckte ich heute an einer Wand vom Bahnhof Rothe Erde. Hahaha. Schön auch die kleine Skizze (rechts, unten), wo einem mitgeteilt wird, wo man das Urinal findet, das zur Benutzung anempfohlen wird.

Immerhin gibt es ein Urinal, da können die Anwohner vom Bereich Antoniusstraße nur von träumen. Was dort die Wildpinkler nachts, besonders am Wochenende anrichten, ist so ekelhaft, dass ich hier darauf verzichte, das für euch auszumalen. Und, liebe Stadtverwaltung, da wohnen auch Aachener, bürgerliche Leute und es gibt auch Geschäfte. Ratspolitiker, die alle ihr Häuschen am Rande Aachens im Grünen haben, sollten sich das mal ansehen. Die Piraten im Rat der Stadt Aachen hatten vor etwa zwei Jahren die Aufstellung eines Pissoires angeregt. – Kleine Chance, der Antrag wurde – wenn ich mich recht erinnere – nicht mal behandelt.

Urinal am Bahnhof Rothe Erde.                                         Foto: Archiv

Mindestens drei dieser formschönen Teile müsste man eigentlich sofort zusätzlich in Aachen aufstellen, es ist dringend. Besonders im Umfeld der Antoniusstraße.

Aber da kann man bei DER Verwaltung und DER politischen Vertretung lange warten. Der Oberbürgermeister ist eben nachts nie in der Nähe der Antoniusstraße unterwegs. Andere, die in der Innenstadt wohnen und ab und zu feiern gehen, wohl. Auf dem Weg nach Hause wird einem fast schlecht, so sehr stinkt es nach Pisse.

Und man komme jetzt nicht mit dem Argument, das Viertel werde doch sowieso bald umgestaltet. Ehe damit begonnen wird, dauert es mindestens noch zwei Jahre, schätze ich mal.

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Angst um Europa

Gingen 2017 für ein vereintes und friedliches Europa auf die Straße: Menschen in Aachen. Foto: Archiv

Wie geht es weiter mit der EU, mit Europa? Im Jahr 2017 hat mich von allen politischen Themen diese Frage am meisten interessiert und im Laufe des Jahres auch in Angst und Schrecken versetzt.

Denn das muss ich gestehen: Ich sah z. B. in Holland und Frankreich die Gefahr, dass krasse Nationalisten (Geert Wilders, Marine Le Pen) die Wahlen gewinnen als realistisch an. Und nicht nur da. Trump hätte mit einem Europa, das sich in seine einzelnen Nationen zerlegt, leichtes Spiel.

Die Debatte um die Zukunft Europas ist jetzt in vollem Gange, und ich habe mich tierisch darüber gefreut, dass ein wirklicher Europäer wie Emmanuel Macron in Frankreich Präsident geworden und Marine Le Pen mit Karacho abgeschmiert ist. Macron hat einen ganz auf Europa konzentrierten Wahlkampf gemacht, statt der Nationalhymne sogar symbolträchtig die EU-Hymne zu wichtigen Anlässen bevorzugt.

Ehrlich gesagt hatte ich große Zweifel, ob die Franzosen mit einem dezidiert EU-freundlichen Präsident noch etwas anfangen können. Doch es zeigte sich: Sie können. Prompt hat auch Macron (in seiner berühmten Rede) einen Fahrplan vorgelegt, wie die EU neu aufzustellen ist. Das geht nur mit Deutschland zusammen, doch hierzulande befasst man sich seit vielen Wochen nur noch mit der Bildung einer Regierung. Und wird nicht fertig. Ich rechne mit Neuwahlen.

Das war der Horror 2017: Dass ein EU-Politiker (Martin Schulz, SPD), den ich sogar selbst zur EU kluge Dinge habe sagen hören, im Wahlkampf in Deutschland NICHT über die EU gesprochen hat. Da kam nichts, nada. Eine Katastrophe. (Auch persönlich finde ich es übrigens keine gute Eigenschaft, wenn jemand grundsätzlich in der Lage ist, in einem Wahlkampf über sein wichtigstes Lebens-Thema derart zu schweigen.) Wie sich ein überzeugter Europäer so zurücknehmen kann, das produziert bei mir keine Hochachtung.

Was den Brexit betrifft, so bin ich erleichtert. Die ewig und immer nur bremsenden Britten sollen gehen. Sie standen doch wirklich seit 20 Jahren JEDER positiven Entwicklung im Wege und ließen sich ihre Zustimmung immer nur teuer bezahlen, mit Geld und Sonderrechten und Einschränkungen für alle anderen, das war doch immer fürchterlich zu beobachten.

Geht es um die ehemaligen Ostblock-Länder, so kann ich gut verstehen, dass sie – gerade aus der Vormundschaft der Russen rausgekommen – Wert auf größtmögliche Selbstständigkeit legen. In Polen, Ungarn, Tschechien usw sollte es Abstimmungen geben: Ob sie jetzt bei der EU bleiben wollen und den Beschlüssen aus Brüssel Folge leisten wollen oder nicht. Die EU ist ja ein Projekt, wo jeder Nationalstaat Macht und Kompetenzen abgibt und sich in gewissen internationalen, also länderübergreifenden Fragen (wie z. B.  Umweltschutz) aus Brüssel regieren lässt.

Wenn in Europa jedes einzelne Land . . . den Machthabern in China, Indien und den USA alleine entgegentritt, dann kann sich auch jedes einzelne Land auf unserem Kontinent alleine gehackt legen. Viel Vergnügen.

Hier hört ihr (allerdings in Spanisch, mit englischen Untertiteln), was Europa ganz eigentlich ist:

 

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Zum Jahresende

Eine Mauer – diese befindet sich am Vennbahnweg – ist oft ein Hindernis und symbolisiert unüberwindliche Probleme. Doch meist ist alles nur scheinbar unüberwindlich. Bleibt nicht vor Mauern stehen, tut was!

2017 war – trotz der versemmelten Bundestagswahl – für Aachen ein gutes Jahr. Also, ein relativ gutes Jahr, möchte ich mal sagen. „Tuwat“, das Motto des 34. Chaos Computer Congress, haben die Aachener 2017 schon umgesetzt.

Viele von uns haben sich eingemischt, sich für eine Sache engagiert, die es wert ist. Für die Abschaltung des belgischen Risse-Reaktors Tihange zum Beispiel – in einer grenzüberschreitenden Menschenkette sogar. 40.000 sollen mitgemacht haben.

Wieder andere hat es für Europa auf die Straße getrieben. Gut 2000 kamen sonntags mit dem Arsch aus dem Sessel, standen im Sommer auf dem Katschhof und setzten bei „Pulse of Europe“ ein Zeichen.

Steht im Durchgang zum Katschhof: Tihange-Abstimmungssäule.

Hunderte Radler trafen sich jeden Monat, um als „Critical mass“ Touren durch die Stadt zu unternehmen. Sie machten mit ihrem konzentrierten Auftreten auf sich und auf den Radverkehr als eine Form des Individualverkehrs aufmerksam. Ihr Ziel: „. . . mit dem Druck der Straße mehr Rechte für Radfahrer und vor allem eine bessere Infrastruktur und mehr Platz einfordern.“

Tagesmütter und -väter sah man 2017 vor dem Rathaus stehen und offensiv für ihre Sache kämpfen. Menschen kamen eigens ins Rathaus hinein: Im Bürgerforum sprachen Tierschützer vor – gegen Pferde im Karneval, Aachener mit Parkplatznot (für schnelles Anwohnerparken) verschafften sich Gehör, vom Kuhscheiße-Gestank (auf den Wiesen) schwerst belästigte Bürgerinnen und Bürger meinten „so nicht!“, andere beklagten die Fällung eines über 100-jährigen Baumes und so immer weiter . . . bis zuletzt die Ängste bezüglich der neuen Monster-Gaspipeline durch den Ortsteil Brand Thema waren.

Die Wohnungsnot führt naturgemäß zu mehr Wohnungsbau. Und damit die Neubauten uns nicht die Sicht verstellen und die Luft zum Atmen abschneiden, taten sich am Boxgraben/Weberstraße/Südstraße die Anwohner gegen die zu hoch und zu groß geplanten „Luisenhöfe“ zusammen.

2017 war ein Jahr mit erstaunlichen Bürger-Aktivitäten. Wenn das mit der Einmischung so weiter geht, muss einem für 2018 nicht bange sein.

Alles Gute für 2018 und: Tut was.

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Tu was (Motto vom CCC 2017)

Hier stand mal ein wunderschöner, 1000 Jahre alter Wald. Diese Region ist ein Teil auch meiner Heimat – gewesen. Jetzt heißt es „Tagebau Hambach“. Da kann man nur sagen: Tu was! Unterstütze zum Beispiel die Aktivisten im Hambacher Forst.

Von den Umweltaktivisten solltet ihr nicht geringschätzig denken und sprechen. Ihr Anliegen unterstütze ich aus ganzem Herzen. Und gerade denen möchte ich am Ende des Jahres danken für ihr Engagement im Hambacher Forst, einem Stück Wald, das früher „die Bürge“ hieß und allen Menschen gehörte, die in den Dörfern am Rande wohnten. Heute gehört der Wald RWE, und die kennen keine Rücksicht, nur Starrsinn und werden leider auch noch den letzten Rest Wald zerstören. Mit Erlaubnis der Politik.

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Aachener Piraten eröffnen ihr neues Büro

Am heutigen Dienstag, 19. Dezember, laden die Aachener Piraten alle interessierten Menschen zur Eröffnung ihres neuen Piratenbüros ein (ab 20 Uhr). Für das leibliche Wohl der Gäste ist natürlich gesorgt.

Das neue Büro befindet sich in der Wilhelmstraße 85 in Aachen. Dort veranstalten die Piraten ab sofort wöchentlich die Treffen des „Arbeitskreis Kommunalpolitik“. Jeden dritten Dienstag im Monat wird dort der Piratenstammtisch stattfinden. Darüber hinaus öffnen die Piraten das „Loth“ (an der Lothringer Straße/Ecke Wilhelmstraße gelegen) für Bürgersprechstunden und weitere piratige Veranstaltungen.

Zur Erinnerung: Im Mai 2014 zogen die Piraten in Fraktionsstärke in den Rat der Stadt Aachen ein. Die Ratsherren Udo Pütz, Marc Teuku und Gunter von Hayn sowie viele engagierte sachkundige Bürgerinnen und Bürger arbeiten in den verschiedenen Ausschüssen an piratigen Themen wie z. B. Bürgernähe, Transparenz und  freier Zugang zu Information, Kultur und Bildung.Viele Stunden handwerklicher Arbeit wurden hier investiert. Schaut euch heute Abend an, wie alles geworden ist.

 

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Was uns schockte, was uns freute

Rund 250 Personen (Erwachsene und Kinder) demonstrierten am heutigen Samstag in der Aachener Innenstadt, sie protestierten gegen die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem und skandierten „free Palestine“. Soweit ich sehen konnte, verlief die Demonstration friedlich. Sie wurde von zahlreichen Polizisten begleitet. 

So ein E-Bus hat noch Mängel. Es macht deshalb keinen Sinn, sofort die gesamte Aachener Busflotte gegen E-Busse auszutauschen. Wobei auch so viele Busse so schnell gar nicht zu bekommen sind.

Nicht jeder hat immer Zeit, sich für das zu interessieren, was in Aachen (und Umgebung) so los ist. Zur Zeit bricht sich der Weihnachtsterror Bahn, heute zu beobachten im Elisengarten ab 17 Uhr, aber das geht vorbei. Und sonst? 

In zwei Schlachthöfen in Düren und Eschweiler haben sich Tierschützer als „Mitarbeiter“ eingeschleust und heimlich Video-Aufnahmen gemacht. Was sie erlebten, wurde teilweise in der Aktuellen Stunde im TV gezeigt: Tiere, die vor dem Tod durch unsachgemäße Betäubung fürchterlich gequält werden. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft. Einzelheiten erspare ich euch, es war fürchterlich.

Im Cinekarree in Aachen ist „Star Wars: Die letzten Jedi“ (8. Episode der erfolgreichen Weltraum-Saga) zu sehen. Ebenso in Düren, in Erkelenz, Alsdorf, Eschweiler, Heerlen, Kerkrade, Heinsberg, Hückelhoven. Nach allem, was ich so höre, denke ich: Muss man gesehen haben.

Die Feinde der Windkraftanlagen im Münsterwald zwischen Aachen und Roetgen sind diese Woche zum 3. Mal und damit wohl endgültig (?) vor Gericht gescheitert mit ihrem Kampf gegen die Anlagen. Sieben Windanlagen zu

Tierschützer demonstrierten heute (16. 12.) mit verstörenden Bildern gegen die andauernde, massenhafte Tierquälerei, die wir uns hierzulande leisten. Dass einer noch denkt, das Fleisch mit den ganzen Stresshormonen von den Tieren in Todesangst könnte irgendwie nicht ungesund sein, das wundert mich.

beiden Seiten der Himmelsleiter dürfen errichtet werden. Es gebe ein öffentliches Interesse am Ausbau alternativer Energien, und da müsse der Naturschutz eben hinter zurückstehen, befanden die Richter.

Da kommt Freude auf: Eine Schulklasse in einem Aachener Gymnasium wird demnächst als iPad-Klasse geführt. Dafür wird die Schule (Rhein-Maas-Gymnasium) ab Ostern mit WLAN ausgestattet. Die Eltern müssen die iPads selbst bezahlen. Falls Bedarf besteht, zahlt die Schule die Hälfte. Auch im Einhard-Gymnasium wird „schon“ mit iPads gearbeitet.

Am 5. Januar, 19.30 Uhr, trifft man sich im Café Couleur in der Barockfabrik zur Verleihung des „Internationalen Aachener Freundschaftspreis mit ganzen Nüssen“, einer humorvollen Aktion mit kulturellen Hintergrund. Initiator: der Aachener Kabarettist Wendelin Haverkamp.

Worüber ich des öfteren berichtet habe: zwischen Boxgraben, Südstraße und Mariabrunnstraße soll ein neues Wohngebiet (genannt: Luisenhöfe) errichtet werden. Die Pläne dafür sind aber diese Woche zum 3. Male durchgefallen. Der Planungsausschuss sagte wieder: So nicht. Anwohner befürchten das Schlimmste und haben eine Bürgerinitiative gegründet. „Nachverdichtung in der Innenstadt“ ist ein wichtiges Thema, es müssen schließlich Wohnungen gebaut werden. Die dürfen aber nicht zu dicht und zu hoch geplant werden. Schwierig.

Im Café Zuflucht in der Wilhelmstraße, dessen hilfreiche Arbeit ich als „Patin“ eines damals minderjährigen Flüchtlings auch kennenlernen durfte, hat die Staatsanwaltschaft eine Durchsuchung veranstaltet. Keine Ahnung, was da los ist, ehrlich gesagt. Von „gewerbsmäßiger Einschleusung von Ausländern“ ist die Rede. Halte ich für unwahrscheinlich.

Persönlich hat mich diese Woche der absolut plötzliche Tod vom Vorsitzenden des Tourismus- und Kulturausschuss der StädteRegion, Hans-Josef Hilsenbeck (CDU), geschockt. Noch kurz zuvor hatte er „seinen Ausschuss“ prima geleitet, auch mir das Wort erteilt, und dann höre ich als nächstes: Es war seine letzte Ausschuss-Sitzung.

Nichts als Probleme hat die ASEAG: 1. bei der Einführung des e-Ticket, 2. wegen 600 Mahnungen, die gar nicht sein sollten und 3. wegen des neuen Fahrplans, der jetzt gilt. Im Planungsausschuss konnte sich deren Chef, Michael Carmincke, mal äußern. Unter anderem war zu erfahren: Die ASEAG hat bis jetzt nur einen einzigen Elektrobus, hat aber ein weiteres Dutzend bestellt. Die sollen ab Juni auf den Linien 33 und 73 fahren. Das Risiko besteht darin, dass es sich um eine neue Technik handelt, die noch nicht jahrelang erprobt ist und wo mit Ausfällen gerechnet werden muss.

Tja, und dann blickt man in Kornelimüster mit schreckensweiten Augen in die Zukunft. Da muss eine Stützmauer saniert werden und das bedeutet: 10 Monate lang keine Durchfahrt durch Kornelimünster möglich. Und diese Phase kann sogar noch länger dauern, wenn nämlich archäologisch wertvolle Funde gemacht werden. Umfahrmöglichkeiten? Keine.

Zum Schluss nach Brand. Diese Woche wurde klar, dass die Anwohner den neuen Brander Marktplatz zu schmutzig finden und von der Stadtverwaltung zusätzliche Reinigungen verlangen. „Viel zu teuer“, hieß es im Ausschuss. Wie sich der Casus weiterentwickelt, erfahren wir nach Weihnachten – vielleicht.

Und jetzt noch zwei Buchtipps: Robert Menasse, Die Hauptstadt, Suhrkamp und  Juli Zeh, Leere Herzen, Luchterhand. Beide Bücher finde ich außergewöhnlich spannend und klug. Sie können in der Stadtbibliothek ausgeliehen werden. Dort sind sie gleich mehrfach vorrätig.

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Geht’s noch?

 

Weite Teile von Aachen rätseln, wie es dazu kommen konnte, dass eine so (s. Foto) ausladende Weihnachtsmarktbude sich im Elisengarten breit machen konnte. Völlig weltfremd wird spekuliert und gefragt: Wer hat da wem welche Summe genau gezahlt? Oder sonst eine Gefälligkeit erwiesen?

Die Spekulationen schießen ins Kraut. Völlig absurd übrigens, denn noch nie  hat in Aachen jemand der CDU eine Spende überwiesen, damit danach eine bestimmte Erlaubnis erteilt wurde. So ein Quatsch, wer sich das ausdenkt, hat doch eine Vollmeise.

Außerdem: Hallo? Die formschöne Bude im Waldschrat-Design passt doch gut zum Elisengarten! Oder etwa nicht? Der Dom, der Dom, der sei so schön, man kann es ja schon nicht mehr hören. Blabla. Den kennt doch jetzt wirklich jeder Weihnachtsmarkt-Tourist zur Genüge.

Nein, der MAC als Weihnachtsmarkt-Veranstalter möchte auch von der Architektur her den Gästen mal was Neues bieten. Und dann die originellen 08-15-Miniwürstchen zu drei Euro! Die haben wirklich das Zeug, zur neuen Aachener Spezialität. So. geht. Innovation., kann man da nur sagen!!!!! Aber das kapiert der normale Aachener natürlich wieder nicht. Vor allem übrigens nicht die ganzen Neider, die schon mehrfach Genehmigungen für Buden einreichten und nie eine Erlaubnis bekamen.

Man hätte keine Ruhezone mehr, heißt es plötzlich in Leserbriefen. Ja dann bleibt doch zu Hause, wenn ihr in der Weihnachtszeit eine kommerzfreie Zone in der Innenstadt braucht. – Also, ich habe für das ganze Gemaule überhaupt kein Verständnis. Und mal ehrlich: Wer sich den Champagner nicht leisten kann, der kann ja hinter der Bude neben den Mülleimern Platz nehmen und was Mitgebrachtes essen. Ja, warum denn nicht?

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