Erdgasfernleitung: Es darf etwas teurer sein

Das folgende ist jetzt besonders wichtig, denn der Gegner ist ein Gigant. Es geht um die Erdgasfernleitung Zeelink, die das Bürgerforum im Rathaus in den Mittelpunkt seiner Beratungen stellt. Im Rathaus kann man sich dabei über das Projekt informieren und kann mitdiskutieren.

Erste Proteste scheinen schon einen guten Erfolg erreicht zu haben, denn der Betreiber der großdimensionierten Fernleitung (Open Grid Europe, OGE) hat zugesagt, die Leitung entlang der Autobahn A44 zu bauen und nicht durch diverse schützenswerte Natur von Aachen. Hoffentlich bleibt OGE nun bei seiner Zusage.

Das Presseamt der Stadt Aachen teilt dazu unter anderem mit: 

„Das Bürgerforum der Stadt Aachen beschäftigt sich am Dienstag, 28. November, ab 17 Uhr im Rathaus schwerpunktmäßig mit dem Thema Zeelink-Erdgasfernleitung in Aachen. Die persönlichen Beiträge von Bürgerinnen und Bürger sind in diesem Gremium nicht nur möglich, sie sind sogar erwünscht. Hier können alle Beteiligten ihre Anregungen und auch Bedenken zu den aktuellen Plänen vortragen.“

Der Brander Bürgerverein hatte beantragt, dass die Verwaltung im Herbst im Bürgerforum über den Stand des Verfahrens und die aktuelle Trassenführung berichten solle. Dieser Vorschlag stieß fraktionsübergreifend auf viel Zustimmung.

Das Presseamt schreibt weiter: Die Planung der neuen Zeelink-Erdgasfernleitung in Aachen hatte im Frühjahr für viel Unruhe in der Bevölkerung sowie in Politik und Verwaltung gesorgt. Die Bezirksregierung Köln hatte sich damals für einen Trassenverlauf ausgesprochen, der die Naturschutzgebiete Brander Wald und Indetal berührt und durchschnitten hätte sowie südöstlich an Brand vorbei gegangen wäre.

Damals formierte sich blitzschnell massiver Protest bei vielen Menschen in Brand und in ganz Aachen. Der Widerstand war so groß und spürbar, dass das Betreiberunternehmen Open Grid Europe  im Mai 2017 bei einer öffentlichen Veranstaltung bekannt gab, die von der Bezirksregierung Köln ursprünglich favorisierte Trasse durch die Brander Schutzgebiete nicht mehr weiter verfolgen zu wollen.

Die Alternativroute entlang der Autobahn A 44 war auch von Politik und Fachverwaltung in Aachen stets favorisiert worden. Die Realisierung der Gasleitung ist planerisch komplizierter und vermutlich auch kostspieliger für den Leitungsbetreiber OGE, weil schon viele Versorgungsleitungen rechts und links der Autobahn verlegt sind.

Inzwischen hat das Unternehmen OGE die Leitungsvariante entlang der Autobahn A 44 in das offizielle Planfeststellungsverfahren der Bezirksregierung Köln eingebracht und beantragt, sie zu genehmigen.

Weitere Infos unter http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=17371

Bitte seht euch den Trassenverlauf an: Kapitel_02_02_TK25_PFV_Bl_01_Rev00

Was die Bezirksregierung in Köln veranlasst hat, entgegen den Wünschen und Einwänden der Bürgerinnen und Bürger, sofort den Wünschen des Unternehmens zuzustimmen, wird man wohl nie erfahren. Auskunft erteilen die auf Nachfrage meinerseits dazu nicht.

 

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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