Wettbewerb: Aus alter Tuchfabrik ein neues Quartier zum Wohnen machen

Der „Intzeturm“ war bis 2015 das einzige Bauteil in dem Areal, das unter Denkmalschutz stand. Jetzt ist die gesamte Liegenschaft im Frankenberger Viertel geschützt. Dort sollen Wohnungen entstehen.

Im schönen Gründerzeitquartier Frankenberger Viertel gibt es ein Gelände . . . da möchte wohl jeder gern wohnen. Gemeint ist der Blockinnenbereich zwischen Sophienstraße und Charlottenstraße – unweit vom Aachener Justizzentrum. Ein Architekten-Wettbewerb ist geplant als ein Schritt hin zur besseren Nutzung des Areals. 

In dem Bereich befindet sich eine ehemalige Tuchfabrik, die 1873 erbaut und noch bis Anfang der 1950er Jahre betrieben wurde. Dazu gehört auch der „Intzeturm“, der nach seinem berühmten Entwurfsverfasser Otto Intze benannt ist. Die gesamte Anlage steht unter Denkmalschutz. Es gibt dort auch Lager- und Bürogebäude, Sheddachhallen, eine Teichanlage und eine interessante

Da war einmal ein Teich (vorne), aus dem die Feuerwehr im Falle eines Brandes das Wasser schöpfen sollte. Foto: Archiv

Baumbepflanzung. Wenn man dort langgeht, glaubt man ein wenig, in einer anderen Welt zu sein.

Die Substanz der Anlage scheint gut erhalten. Es gibt Zufahrten an der Sophienstraße und an der Charlottenstraße. Die an der Charlottenstraße soll mit Bebauung geschlossen werden. Vorgesehen sind auf dem Gelände: hochwertige Wohnungen, dazu quartierstypische Handels- und Büroflächen. 

 In einer Vorlage für den Planungsausschuss (Do., 09.11., 17 Uhr, Saal 170, Lagerhausstr.) heißt es: 

„Der ca. 9.400 m2 (engerer Wettbewerbsbereich, zuzüglich ca. 7.500 m2 weiterer Wettbewerbsbereich) große Blockinnenbereich zwischen Charlottenstraße und Sophienstraße in Aachens Frankenberger Viertel soll zu einem gemischt genutzten Quartier, mit dem Schwerpunkt Wohnen entwickelt werden.

Es wird ein Entwurf gesucht, der unter Beachtung und Weiterentwicklung der erhaltenswerten Bausubstanz darstellt, wie das Grundstück für qualitativ hochwertigen Wohnungsbau und ergänzende, nicht wesentlich störende, gewerbliche Nutzungen entwickelt werden kann. Vorgesehener Handel soll kleinflächig und nicht als großflächiger Einzelhandel konzipiert werden.“

Und es wird betont: Die Wohnungsgrößen und -standards sind so zu mischen, dass sichergestellt ist, dass ein lebendiges  Stadtquartier  entsteht und soziale Monostruktren vermieden werden.

Zur Teilnahme an dem Wettbewerb sollen 10 Architekturbüros mit Freiraumplanern eingeladen werden. Es soll so geplant werden, dass eine spätere Erweiterung (südlich) möglich ist. Die Kriterien für Familienfreundlichkeit müssen erfüllt werden, eine Kita muss nicht eingeplant werden. Durchgrünung, besonders von Flachdachflächen, ist erwünscht.

Nicht alle Teile der Anlage müssen erhalten bleiben, und Neubauten dürfen insbesondere den Turm in seiner Wirkung selbstverständlich nicht beeinträchtigen. Insgesamt muss alles denkmalgerecht sein und städtebaulich und gestalterisch überzeugend. Und: Auslober ist die Aachener Immobiliengesellschaft (Gerd Sauren)

Das ist alles hier ausführlicher nachzulesen. Unten müsst ihr auf „Auslobungstext“ klicken. http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=17383

(In eigene Sache: Ich werde diese Seite nie vollständig in den Griff bekommen. Jetzt sind alle Bilder zu groß. Aber egal: Hab heute keine Zeit für Korrekturen und Feinschliff.)

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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