Heute: Frühstück im Frankenberger Park

Im Frankenberger Park.

Heute, also praktisch jetzt (11 Uhr), wird im Frankenberger Park gefrühstückt. Alles muss man selbst mitbringen: Decke zum Sitzen, Getränke, Obst und Brötchen oder was man sonst essen möchte. Es gibt aber auch eine Kaffee-Bude (auf vier Rädern). Da kostet z. B. ein Milchkaffee 3 Euro.

Wer Glück hat, findet einen Platz auf den Holzbänken. Doch die sind natürlich schnell besetzt. Auffallend sind die vielen Kleinkinder, die den Aufenthalt im Freien genießen. Wer also keinen Garten nutzen kann, ist heute im Schatten der Burg Frankenberg richtig.

Für 25 Euro im Jahr kann jeder ein Frankenbürger werden. Schaut nach auf www.frankenbuerger.de    

***

Vorbei am Bahnhof Rothe Erde fällt weiter auf: Dieser schön hergerichtete Platz funktioniert irgendwie nicht. Es ist ein Rätsel, aber außer ein paar trinkfreudigen Obdachlosen lassen sich dort nie Menschen nieder. Dabei hat der Platz vier dicke, hohe, knallgesunde Bäume. Dazu eine leicht rötliche Pflasterung, die gefällt und war gewiss nicht billig. Die Bänke stehen etwas abseits von der Straße, das ist auch genau richtig.

Und trotzdem: Jeder hastet über den Platz, schnellen Schritts, und geht seiner Wege. Liegt es vielleicht daran, dass der Platz leicht abschüssig ist, so wie der Heuschplatz (an der Annastraße gelegen), der ebenfalls gemieden wird. 

Platzgestaltung ist natürlich viel schwerer als Häuser oder Häuserzeilen zu bauen. Dabei gehören die den Platz umstehenden Bauten direkt zum Platz dazu. Mir ist auch nicht bekannt, ob es überhaupt Regeln gibt, die einen Platz „bewohnbar“ oder „unbewohnbar“ machen, könnte aber sein. 

Am Bahnhof selbst kann es nicht liegen, der ist saniert, von dort abzufahren oder aus Köln anzukommen, das ist angenehm. (Dazu bitte auch den Kommentar lesen. Ein Leser ist gänzlich anderer Ansicht.) Aus dem Gewölbe dringt oft Musik, dort probt offenbar eine Rockband.

Ein Platz, der das Gemüt besänftigt.

 

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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Eine Antwort zu Heute: Frühstück im Frankenberger Park

  1. Otto schreibt:

    Hallo Margret,
    „Am Bahnhof selbst kann es nicht liegen, der ist saniert, von dort abzufahren oder aus Köln anzukommen, das ist angenehm.“
    Das stimmt leider nicht. Es ist alles ein bisschen schöner geworden, hat aber erheblich an Zweckmäßigkeit eingebüßt:
    – Das Bahnsteigdach wurde verkürzt, die meisten Waggons halten ausserhalb und man steht (ggf.) im Regen.
    – Der Treppenaufgang wurde standardisiert und die bei Regen, Sturm und Kälte so hilfreiche Tür wurde entfernt.
    – Das Wartebänkchen mit den seitlichen Windabweisern gibt es nicht mehr.
    Da wurde einfach der neue Bahnhofsstandard hingebaut ohne an die eigentlichen Bedürfnisse der Reisenden zu denken.

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