Save the earth, save the air und fürchtet nicht Lässigkeit und Entspannung

Für manche Leute (besonders in einem gewissen jugendlichen Alter) geht es immer direkt um heaven und hell, also HELL, drunter geht’s nicht, da darf man nicht überreagieren.

Politik in dieser Woche

Umweltausschuss, Dienstag, 11. Juli, 17 Uhr, Verwaltungsgebäude Reumontstraße 3: http://ratsinfo.aachen.de/bi/to010.asp?SILFDNR=3702

Der Chef der Aachener Feuerwehr berichtet anlässlich der Brandkatastrophe in London über den vorbeugenden Brandschutz bei Hochhausanlagen auf dem Stadtgebiet. Mir fallen da nur die Studenten-Türme ein, das Hochhaus am Bahnhof und das Hochhaus am Europaplatz, aber wer weiß, was für die Feuerwehr alles noch zusätzlich eine „Hochhausanlage“ ist. 

Sodann geht es um den Radschnellweg zwischen Aachen und Herzogenrath. Eine feine Sache, von der ich inzwischen überzeugt bin, nachdem man mir 10 mal die Situation und die Vorteile des Schnellweges erklärt hat.

Der Radschnellweg Euregio verbindet auf einer Länge von etwa 14 km Aachen und Herzogenrath mit Anschlüssen nach Heerlen und Kerkrade. Durch seinen Ausbaustandard wird eine attraktive Radverkehrsinfrastruktur geschaffen, die den Nutzern ein durchgängig sicheres und komfortables Radfahren bei hohen Fahrgeschwindigkeiten ermöglicht. Dadurch werden nicht zuletzt auch Pendler animiert, vom Kfz auf das Fahrrad umzusteigen. Auf diese Weise kann ein Beitrag zur Minderung der Schadstoff- und Lärmbelastung geleistet werden.

Die Voruntersuchungen – so schreibt die Stadtverwaltung in ihrer Vorlage – haben ergeben: Der Bau des Radschnellwegs „ist nach der jetzigen Erkenntnislage technisch machbar, und der Durchführung stehen keine grundlegenden Hindernisse im Wege. Die Eingriffe in die Umwelt sind ausgleichbar. In den folgenden Planungsphasen ist die Trassenführung weiter zu konkretisieren und u.a. vertiefte Untersuchungen zum Baugrund, zu Altlasten und zu Eingriffen in die Umwelt und deren Ausgleich durchzuführen.“ Wer sich interessiert, hier nachlesen: http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=16809

Dann geht es um die Luftreinhalte-Pläne. Aachens Luft ist nämlich weitgehend schlecht, und es wird nicht besser. Schön wäre es, wenn man mal Messgeräte bei sich zu Hause selbst in Gang setzen könnte. Wer weiß, vielleicht gibt es da mal eine Möglichkeit.

Die Sache pressiert, weil Aachen nämlich verklagt worden ist (von der Deutschen Umwelthilfe) und der Kläger hat beste Chancen, die Klage zu gewinnen. Dann wird es für Aachen sehr, also seeeeeehr teuer. Oder es wird bestimmten Pkw die Fahrt in die Stadt untersagt.

Wie es mit den Werten (pures Gift für unsere Lungen, deutlich über dem Grenzwert) genau aussieht, könnt ihr hier nachlesen: http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=16946 Unter uns: Das Dieselfahrverbot wird derzeit vermutlich schon vorbereitet. Die schlechte Luft kostet uns Lebenszeit, wir sterben früher als es eigentlich gedacht war. Schön blöd von uns, denn das Totsein dauert so lange. Aber die Mobilität ist uns ja so wichtig.

Hoffentlich stimmen die Ratsvertreter wenigstens dem „Aachener Appell zur Luftreinhaltung“ zu. Der steht auch auf der Tagesordnung im Umweltausschuss.

***
Letzte Sitzung des Rates vor der langen Sommerpause: Mittwoch, 12. Juli, ab 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses, öffentlich. Tagesordnung hier  http://ratsinfo.aachen.de/bi/to010.asp?SILFDNR=3600

Die Ratsmitglieder debattieren unter anderem über Ladenöffnungszeiten an Sonntagen, die schon erwähnte „Resolution zur Luftreinhaltung“, den Erlass einer Grün- und Gestaltungssatzung für die Stadt Aachen sowie über Veränderungen in den Stellenplänen verschiedener Fachbereiche.

Bitte seht euch  Punkt Ö 20 (Ratsanträge) an und klickt ganz rechts auf die Vorlagen. Das sind Anträge der Fraktionen und Gruppen an den Rat. Die „Allianz für Aachen“, eine politische rechts-außen Gruppierung, möchte, dass der Rat die Anwesenheit der Bundeswehr ausdrücklich in der Stadt begrüßt und dass die Bundeswehr sich in den Schulen regelmäßig blicken lässt.

Wozu das jetzt nötig ist . . .  man weiß es nicht.

Den Vogel schießt aber TOP 20, Anlage 6 ab. Unbedingt anschauen. Die Ultrarechten meinen: „Der Niedergang der Umgangsformen infolge der 68er Kulturrevolution hat leider auch den Rat der Stadt erfasst.“ Das steht da, und dann geht es unfreiwillig komisch weiter. Die AZ schreibt dazu eine lustige Glosse: „Nun würde sich anbieten zu recherchieren, warum es so viele Jahre gedauert hat, bis die 68er in Aachen im Allgemeinen und im Stadtrat im Speziellen angekommen sind.“  Ziemlich lustig auch die Glosse der AN: „Politische Debattenkultur leidet, wenn mit vollem Mund diskutiert wird.“

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s