Jetzt haben die Bürger das Wort (Achtung: Termin-Korrektur)

Die Aachener Altstadt rund um Antoniusstraße und Parkhaus Büchel wird ganz und gar neu bebaut. Sogar neue Straßen werden angelegt. Gut, wann das sein wird, steht noch in den Sternen, aber die Planung läuft auf Hochtouren,  und bei den Diskussionen hängt mal der Polizeipräsident vor Empörung quer unter der Decke, mal der Bürger oder seine Gattin.

Es wird, wie in Aachen üblich, heftig diskutiert. Jede/r redet mit, und leider begegnet  man allgemein – wie immer in Aachen – dem Neuen mit riesengroßer Skepsis. Der Aachener lehnt nämlich alles Neue erst mal ab, freut sich aber gewaltig, wenn es dann vollendet ist. Ihr kennt das.

Worum geht es? Im Herzen der Innenstadt und somit in direkter Nähe zum Rathaus und zum UNESCO-Weltkulturerbe Aachener Dom, soll ein attraktives Viertel mit hoher Lebensqualität entstehen. Aus einem städtebaulichen Wettbewerb im Jahr 2015 ist das renommierte Büro Chapman Taylor mit seinem Entwurf als Sieger hervorgegangen. Informiert wird über die Pläne erst am kommenden Montag, 3. Juli,  10. Juli, von 18 bis 19 Uhr in der Citykirche in Aachen, Großkölnstraße. 

Der Sieger-Entwurf sieht vor, dass der Bereich zwischen Büchel, Kleinkölnstraße, Großkölnstraße und Mefferdatisstraße in vier Baublöcken – mit einem hohen Anteil an  Wohnungen entwickelt werden soll. Und das natürlich in mehreren Abschnitten.

Die Öffentlichkeit soll nun an den Planungsschritten beteiligt werden. Alle Bürgerinnen und Bürger haben – zusätzlich zur Infoveranstaltung – die Gelegenheit, die Pläne in der Zeit vom 3. bis zum 14 Juli einzusehen und zwar im Foyer des Verwaltungsgebäudes am Marschiertor, Lagerhausstraße 20.

Infos zu diesem Verfahren gibt es (während der Beteiligungsphase) auf der Internetseite www.aachen.de/bauleitplanung.

Die Ziele des für Aachener Verhältnisse ziemlich großen Bauprojekts sind u.a.: 

Der Abriss  des Parkhaus Büchel 

• Die Bündelung des Rotlichtbezirks in einem zentralen Bordellgebäude im östlichen Bereich der Antoniusstraße

• Die Realisierung von mindestens 50 Prozent Wohnanteil, davon 30 Prozent geförderter Wohnungsbau

• Ein hoher Anteil (15 bis 30 Prozent) von Begrünung im Quartier ist ebenso vorgesehen wie die Schaffung von neuen öffentlichen Wegeverbindungen inklusive eines Platzes mit einer hohen Aufenthaltsqualität

• Die Errichtung einer Kindertagesstätte im Viertel 

Polizeipräsident und Oberbürgermeister wollen den Puff am liebsten in ein anderes Stadtviertel verlegen. Wohin? Das ist völlig unklar. Die Ratspolitiker (CDU, SPD, Grüne, Die Linke und Piraten) (außer der FDP) wollen den Puff (arg verkleinert) in der Antoniusstraße belassen. Die Investoren wollen die meisten neuen Häuser gern eine Etage höher bauen als vorgesehen, die Stadtverwaltung sagt dazu: no. 

Leider habe ich von dem gesamten Areal nur Luftbilder, die ich nicht selbst geschossen habe. Die will ich hier lieber nicht veröffentlichen, es könnte teuer werden. Bei der Infoveranstaltung in der Citykirche wird es aber sicher Tafeln geben, auf denen ihr mittels Bildmaterial euch die Situation vor Augen führen könnt.

Also dann, bis Montag, 10. Juli, 18 Uhr. Man sieht sich.

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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