Politik in dieser Woche: Bauen, Kultur, Parken und vieles mehr

Schon heute Abend (19.06) gibt es einen interessanten Gesprächstermin: Das Stadttheater lädt in Kooperation mit der Volkshochschule (VHS) in seine Räume ein zur Diskussion über die Krise in Europa, ab 20 Uhr im Spiegelfoyer. Das Gespräch wird moderiert von der Journalistin Bascha Mika, vielen vielleicht bekannt von ihren kenntnisreichen Wortbeiträgen im sonntäglichen ARD-Presseclub. Auf dem Podium: David Engels (Althistoriker) und Emanuel Richter (RWTH-Politik-Professor). Eintritt frei. 

Am kommenden Mittwoch und Donnerstag finden unterdessen 5 Sitzungen statt, in denen die Dinge geregelt werden, die so oder so alle Menschen in Aachen betreffen, also die Politik. Drei Arbeitskreise (genannt: Ausschüsse, alle sind öffentlich) sollen hier erwähnt werden.

Mittwoch, 21. Juni, treffen sich die Mitglieder der Bezirksvertretung Aachen-Mitte (17 Uhr, Haus Löwenstein, Markt).

Dort gibt es einen mündlichen Bericht zur Aufstellung eines Pavillon im Westpark. Weitere Tagesordnungspunkte sind: Bewohnerparken. Hier: Aufnahme der Bewohnerparkzone „Ost 1“ in die Prioritätenliste (Bürgerantrag vom 22.12.2016). Die  Leute, die dort leben, hatten sich zuvor schon im Bürgerforum zu Wort gemeldet, sie können in ihrem Viertel nicht mehr parken, weil Ortsfremde ihnen die Parkplätze vollstellen.

Außerdem geht es um die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie und Festlegung der weiteren Vorgehensweise beim Radschnellweg Euregio. Nehmt euch Zeit zum Lesen, es ist eine längliche Vorlage, aber von großer Wichtigkeit.

Nächster Tagesordnungspunkt: Benennung des Parks zwischen Goethestraße, Schillerstraße, Maria-Theresia-Allee und Anton-Kurze-Allee (Park am Alten Klinikum). Vorgeschlagen ist Nelson Mandela Park.

Die Verwaltung schreibt: „Nelson Mandela . . .  der erste schwarze Präsident seines Landes“ (Fettung von mir). Wir „Weißen“ nennen die Menschen mit einer bestimmten Hautpigmentierung „Schwarze“ und uns selbst „Weiße“. Dabei, wenn ich in den Spiegel sehe, bin ich z. B. im Sommer an manchen Stellen hellbraun und im Winter wie Kalk-mit-Käse. Das Konzept Schwarze/Weiße bekommt für mich immer mehr Fragezeichen. Die Menschheit in Schwarze und Weiße aufzuteilen ist ein soziales Konstrukt. Was soll man machen?

***
Der Betriebsausschuss Kultur trifft sich Donnerstag, 22. Juni, 17 Uhr, Raum 207/208 im Verwaltungsgebäude, Mozartstraße.

Hier die Tagesordnung: http://ratsinfo.aachen.de/bi/to010.asp?SILFDNR=3688

Im Ausschuss geht es um die Zukunft der Barockfabrik als Kulturhaus. Die Linke schreibt: „Auf der Webseite der Barockfabrik mussten wir erfahren, dass das Kinderkulturangebot zum 30. Juni 2017 in den entsprechenden Räumlichkeiten beendet wird. Wir möchten daher erfahren, wie es mit der Kinderkulturarbeit in Aachen und den Mitarbeiterinnen weitergeht und welche Pläne zur Nutzung der Barockfabrik bestehen.“

Ja, das wüsste ich auch mal gern, was in diesem wunderbaren, zentral gelegenen Gebäude in Zukunft stattfinden wird. Nichts? Das wäre schade.

Für mich hochinteressant ist der Punkt: „Freies WLAN in städtischen Kultureinrichtungen. Antrag der Fraktion GRÜNE vom 30.06.2016“. Aber für das freie WLAN ist kein Geld da, bzw. es kommt die Stadt ANGEBLICH zu teuer. Es ist so furchtbar falsch was in der Vorlage steht, man möchte schreiend aus dem Fenster springen. Lest es bitte selber, ich will das hier nicht zitieren.

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Den Schlusspunkt setzt am Donnerstag, 22. Juni, um 17 Uhr der Planungsausschuss im Sitzungssaal 170 des Verwaltungsgebäudes Marschiertor an der Lagerhausstraße.

Über diesen wichtigen Ausschuss wird immer umfassend in den Aachener Tageszeitungen informiert. Bestimmt auch über die Ergebnisse eines Architekten-Wettbewerbs (Schlauns-Wettbewerb)  zu Aachen-Nord. Es gibt sehr interessante Ideen und Vorschläge. Schaut hier und klickt auf Dokumentation:

http://www.schlaun-wettbewerb.de/der-schlaun-wettbewerb/2016-2017/die-preistrager-dokumentation

Mit dem Schlaun-Wettbewerbe soll die bundesdeutsche Baukultur angehoben werden. Gegenstand der Aufgabenstellungen für die drei Kategorien Architektur, Städtebau, Bauingenieurwesen war diesmal kein Gelände in Köln, Leipzig, Dresden oder Berlin. Nein, es war das das Areal zwischen Gut Kalkofen und Grünem Weg in Aachen Nord.

Weiter in der Tagesordnung: Die Grünen schlagen vor, dass sich der komplette Planungsausschuss mal sämtliche Wohngebiete anschaut, die in den letzten 10 Jahren neu entstanden sind. Der Grund: Evaluierung von Planungsbeschlüssen. d.h. Wie sieht denn nun die Wirklichkeit aus, nachdem man in den Arbeitsgruppen so viel Energie und Zeit verwendet hat, die Planung für gute und nachhaltige Architektur auf die Beine zu stellen. Die Grünen nennen in ihrem sehr sinnvollen Antrag acht (8) Neubau-Projekte, denen ich gern noch das Bauwerk Mataréstraße/Bonifatiusweg hinzufügen würde.

Was außerdem noch von großem öffentlichen Interesse sein müsste, ist der Erlass einer Grün- und Gestaltungssatzung für die Stadt Aachen, die zum Ziel hat, Aachen grüner zu machen und damit mehr Lebensqualität zu ermöglichen.

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Bleibt nur noch zu sagen:

Am Samstag, 10. Juni 2017, haben die Aachener Piraten ihre Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2017 gewählt. Für den Wahlkreis 87 (Aachen I, Stadt Aachen) tritt Matthias Achilles an. Matthias ist Sachkundiger Bürger der Piraten im Aachener Mobilitätsausschuss und hat dort die hohe Qualität seiner Arbeit in der Aachener Verkehrspolitik zeigen können.

Für den Wahlkreis 88 (Aachen II, StädteRegion Aachen) tritt Maximilian Möhring an. Max ist Geschäftsführer der Gruppe Piraten/UFW in der StädteRegion Aachen. Seine Kernthemen sind Bildung und der öffentliche Nahverkehr.

Die Chancen sind natürlich nicht gerade groß, aber beide möchten gern die Gelegenheit nutzen, um piratige Ideen in die Diskussion zu bringen. Und das ist bei Wahlkämpfen nur dann möglich, wenn man auch eigene Kandidaten aufstellt.

Matthias Achilles und Max Möhring (v.l.). Beide sind Studenten und seit vielen Jahren Mitglieder der Piratenpartei.

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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Eine Antwort zu Politik in dieser Woche: Bauen, Kultur, Parken und vieles mehr

  1. Peer van Daalen schreibt:

    „Das Konzept Schwarze/Weiße bekommt für mich immer mehr Fragezeichen. Die Menschheit in Schwarze und Weiße aufzuteilen ist ein soziales Konstrukt. Was soll man machen?“

    Du hast die* Schwarzin und * Weißin vergessen! Meine Freundin aus Ghana fühlt sich diskriminiert. Was *man (sic! MAN? Oh, *Gott/*Göttin, das geht auch ja nicht … ! ) machen kann? Zum Beispiel mal zum Arzt gehen …

    Männo auch ! Oh, Pardon, ich vergaß, – Fräuo auch !

    Gefällt mir

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