Stay at home

Was erst jüngst geschehen ist:

  1. Die Politik hat beschlossen, dass es Spiel- und Grünflächen im Neubaugebiet „Alter Tivoli“ geben wird. Baubeginn: Frühjahr 2017. Kosten: 675.000 Euro.
    Zwischen Krefelder Straße, Merowingerstraße und Emmastraße ist ein kleines, neues Wohnquartier entstanden. Alles ziemlich gut gelungen, wie mir scheint.
  2. Die Schule Barbarastraße in Eilendorf (von der Stadt wegen Schülermangel notgedrungen aufgegeben) wird demnächst doch wieder genutzt. Eine „bip gGmbH“ (Berlin) teilt auf ihrer Homepage mit, dass sie nach Aachen kommen und hier eine Grundschule eröffnen wird und dass diese möglicherweise in der Barbarastraße unterkommen kann. Ich bin kein Freund von Grundschulen, die pro Kind 500 Euro im Jahr Monat kosten. Aber man muss natürlich abwarten, was die neue Schule alles anbietet (u.a. Arabisch und Chinesisch ab 1. Schuljahr) und wie sie sich finanziert. – Glücklicherweise ist das ganze Projekt – zwar spät – aber immerhin noch vor Eröffnung der Schule bekannt geworden und man kann sich jetzt mal informieren, wer diese Leute sind und was die mit Kindern machen.
  3. In der Hohenstaufenallee erneuert die STAWG alle Leitungen, es kommt zum Verkehrschaos. Das Thema interessiert alle, die dort oder in der Nähe wohnen.
  4. Chaos infolge beginnendem Weihnachtsterror herrscht täglich auch in der Innenstadt. Alle wollen zum Weihnachtsmarkt, besonders am
    Die Schublaisierung der Welt. In Düren gesehen.

    In Düren steht zusammen, was nicht zusammen passt.

    Wochenende. Und in der Wilhelmstraße ist angeblich ein Rohr geplatzt, die Straße wurde jedenfalls umfangreich aufgerissen, die Reparaturarbeiten dauern an, das setzt dem ganzen Chaos die Krone auf.  – Wer zuhause bleiben möchte: Ihr verpasst nichts, der Weihnachtsmarkt sieht so (schön) aus wie jedes Jahr. Deshalb die Bitte an alle, die den Weihnachtsmarkt aus früheren Jahren schon in- und auswendig kennen: Stay at home.

  5. Im Suermondt-Ludwig-Museum sind seit vielen Wochen (wenn nicht gar Monaten) zwei Etagen geschlossen (manchmal auch nur eine halbe). Das ist jetzt endlich auch mal den kommunalen Kulturpolitiker*innen zu Ohren gekommen. GOTT SEI DANK, möchte man sagen. Und: Spät, aber immerhin. Es ist Aufgabe des Museumsleiters, wenn er der Verwaltung eine Ausstellung anmeldet, die Zahl der Aufsichtspersonen bekannt zu machen. Da aber hat es Versäumnisse gegeben, man stand ständig mit zu wenig Personal da. Und dem Amt, dass die Angelegenheit bearbeitet, ist auch nicht aufgefallen, dass da Fehler gemacht werden bei der Einteilung der Aufsicht usw. Überhaupt kümmert sich Peter van den Brink recht wenig um „sein“ Museum. Die Schau „Neue bürgerliche Kunstkammer“ (Tipp: hingehen zu Eröffnung, Mittwoch, 7. Dezember, 18 Uhr, Wilhelmstr. 18) soll ihn vor der Eröffnung kaum interessiert haben. Schade eigentlich. Könnte sein, dass jetzt Ehrenamtliche aushelfen . . .

***

Was kommt, steht hier:

Zunächst treffen sich am Dienstag (Nikolaustag) die Mitglieder des Bürgerforum (17 Uhr, Ratssaal, Rathaus – falls nicht dort, dann genau gegenüber im Haus Löwenstein).
Das Bürgerforum ist ein relativ neuer Ausschuss. Dort können Bürger*innen auf Missstände in der Stadt Aachen aufmerksam machen und auch gleichzeitig Tipps geben, wie diese Missstände aus der Welt geschaffen werden sollen. Denn die Menschen vor Ort sehen manchmal genauer und früher als die Stadtverwaltung, was in ihrer Straße oder ihrem Quartier nicht funktioniert (oder gut funktioniert, so dass es nachgeahmt werden kann).
Aber: Nicht jeder, der im Bürgerforum ein Anliegen vortrug, ist zufrieden nach Hause gegangen. Deshalb möchten die Piraten, dass die Betroffenen mal routinemäßig befragt werden, ob ihnen der Auftritt in dem Forum nun weitergeholfen hat oder nicht?

Im Hauptausschuss steht am Mittwoch, 7. Dezember, (17 Uhr, Sitzungssaal Rathaus) eins meiner Lieblingsthemen auf der Tagesordnung. Die Bildung der „Metropolregion Rheinland“. Irgendjemand höheren Orts (ehrlich: ich weiß nicht wer) möchte nämlich dringend, dass sich unserer hiesige Region – also Düsseldorf, Köln, Aachen und alles drumherum, die Pleite-Städte im Ruhrgebiet dürfen auf keinen Fall mitmachen) irgendwie zusammenschließt unter Beteiligung vieler politischen/wirtschaftlichen Gruppierungen in der Gesellschaft. Tja.
Zusammenschluss „in den Bereichen Infrastruktur, Dienstleistungen, Forschung und Entwicklung sowie Kultur, Erholung, Sport, Freizeit und Tourismus“ wird verlangt.

Ein Riesengremium (Sitz in Köln) wird das sein, das tagen wird und Sitzungsgelder verteilen wird in mindestens 20 Ausschüssen und Unterausschüssen an allerlei Leute (die versorgt werden müssen?).

„Das Ziel ist, durch geeignete Maßnahmen die Zusammenarbeit der kommunalen Gebietskörperschaften und Wirtschaftskammern im Rheinland auf politischer, wirtschaftlicher und der Ebene der Verwaltung zu intensivieren, hin zu einer Metropolregion von europäischer Bedeutung. Damit einhergehend soll der Wirtschaft- und Wohnortstandort attraktiver und die Wahrnehmung nach innen und außen gestärkt werden.“

usw bitte hier nachlesen

Als wäre die Region nicht jetzt schon „von europäischer Bedeutung“. Die Stadt Aachen muss nun entscheiden, ob sie Mitglied werden will. Ich wette, sie will. Ich aber möchte lediglich vor der nächsten Landtagswahl die wirklichen Gründe wissen, warum diese „Metropolregion Rheinland“ gegründet werden muss.

Am Donnerstag erfahren die Politiker offiziell, wie es um die aktuellen Funde bei der Ausgrabung Hof/Büchel steht. Es berichtet mündlich: ein Mitarbeiter der Stadtarchäologie (17 Uhr, Planungsausschuss, Saal 170, Verwaltungsgebäude Lagerhausstraße). Wahrscheinlich muss wegen dieser Funde die Geschichte der Stadt Aachen neu geschrieben werden (das ist nach Ausgrabungen doch immer so ;-)).

***

Das sind jetzt längst nicht alle Ausschlüsse, die zwischen dem 5. und 11. Dezember tagen und in denen Politik für Aachen gemacht wird. Insgesamt sind es 8. Die hier getroffene Auswahl entspricht meinen persönlichen Interessen. Wichtig: Es gibt derzeit in den Ausschüssen auch immer Haushaltsberatungen. Da fände ich es wunderbar, wenn man den Aachener Haushalt mal so wie den Bundeshaushalt darstellen könnte.

Seht euch das einfach mal an. In einem Video (unter:  „Was kann ich hier tun?“) wird auf dieser Seite alles anschaulich erklärt.

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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