Jodtabletten: Es gibt noch offene Fragen zur Vorverteilung

Der Protest gegen den Reaktor mit dem vielen Rissen ist wirklich allgegenwärtig in Aachen. Hier: Gebäude des StädteRegion Aachen in der Zollernstraße.

Der Protest gegen den Reaktor mit den vielen Rissen ist allgegenwärtig in Aachen. Hier: Gebäude der StädteRegion Aachen in der Zollernstraße.

Die Stadt Aachen, die StädteRegion Aachen sowie die Kreise Düren, Euskirchen und Heinsberg haben mit Blick auf die diversen Zwischenfälle und Pannenserien in den Atomkraftwerken Tihange 2 und Doel 3 gemeinsam Konzepte zur Information der Bevölkerung über eine ausführliche Broschüre sowie zur Vorverteilung und Verteilung von Jodtabletten im Ereignisfall für die Region Aachen ausgearbeitet. Das teilte jetzt das Presseamt der Stadt Aachen mit.

Diese Konzepte wurden, wie Dr. Markus Kremer, Beigeordneter für Personal, Organisation, Feuerwehr und Umwelt,  im städtischen Umweltausschuss berichtete, gestern (25. Oktober) ausführlich mit den zuständigen Stellen des Landes in Düsseldorf besprochen.

Das Presseamt teilt weiter mit: „Die Konzepte werden demnach im Hinblick auf die Information der Bevölkerung und die Verteilung der Jodtabletten im Ereignisfall im Wesentlichen vom Land NRW mitgetragen.“ Lediglich kleinere Fragen müssten noch erörtert werden.

Allerdings gebe es in Bezug auf das Konzept der Vorverteilung der Tabletten unter anderem bundesrechtliche Fragestellungen aus dem Bereich Medizin/Pharmazie, die noch seitens des Landes NRW geklärt werden müssten. Eine Umsetzung der Vorverteilung erfolge daher in diesem Jahr nicht. Abhängig davon, wie lange die Klärung der bundesrechtlichen Fragen bedürfe, so Kremer weiter, werde die Informationsbroschüre gegebenenfalls ohne den Aspekt der Vorverteilung veröffentlicht.

Die Erstellung der Konzepte war eine Verabredung aus einem Gespräch Mitte Mai 2016, das der Innenminister des Landes NRW, Ralf Jäger, mit den betroffenen Gebietskörperschaften ( das sind u. a. Städte und Kreise) geführt hatte. Auf Initiative der Stadt Aachen haben die Beteiligten daraufhin gemeinsam eine regionale Koordinierungsgruppe gegründet, die in den vergangenen Monaten die Katastrophenschutzplanung aufbereitet hat.

Ein Bild vom Aachener Wandmaler Klaus Paier, fotografiert von Regina Weinkauf.

Ein Bild vom Aachener Wandmaler Klaus Paier, fotografiert von Regina Weinkauf.

 

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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