„Fraktion vor Ort“, diesmal in Aachen

„Fraktion vor Ort“ hieß es am 20. und 21. Mai bei der Fraktion Freie Wähler/Piraten des Landschaftsverband Rheinland (LVR). Man informierte sich über die Stadt Aachen und die StädteRegion – und zwar vor Ort.

Rechts: Heinz Schmitz, Geschäftsführer der Fraktion Freie Wähler/Piraten im Landschaftsverband Rheinland.

Im „Postwagen“, rechts: Heinz Schmitz, Geschäftsführer der Fraktion Freie Wähler/Piraten im Landschaftsverband Rheinland, der die Tour organisierte.

Das Projekt „Fraktion vor Ort“  findet einmal im Jahr statt und hat das Ziel, die 18-köpfige Gruppe mit den politischen Gegebenheiten einer dem LVR angehörenden Gebietskörperschaft vertraut zu machen. Dies wiederum dient dazu, dass in den Ausschüssen und im Landschaftsausschuss kenntnisreich argumentiert und schließlich mit fundiertem Hintergrundwissen abgestimmt werden kann.

Kostensparend quartierte sich die Fraktion im 2-Sterne-Hotel Ibis in Aachen ein und traf zunächst im städtischen Centre Charlemagne die Kämmerin der Stadt Aachen, Stadtdirektorin Annekathrin Greling.

Die Kämmerin legte dar, wie es um die Finanzen der Stadt steht. Außerdem wurde erklärt, 1. wie die Stadt mit dem Zuzug von mehr als 4000 Flüchtlingen fertiggeworden ist, 2. dass man einen weiteren Zuzug von Flüchtlingen für möglich hält und 3. wie man diesbezüglich aufgestellt ist. Schließlich ging es um den Zusammenschluss von Stadt Aachen (vormals kreisfreie Stadt) und Kreis Aachen zur StädteRegion und um die Frage, was Sinn und Zweck dieses ungewöhnlichen Zusammenschlusses gewesen sein könnte.

Sodann begab sich die Gruppe ins Haus der StädteRegion Aachen, wo der Dezernent für Schule, Gesundheit, Sicherheit und Ordnung, Gregor Jansen, sowie der persönliche Referent von StädteRegionsrat Helmut Etschenberg, Cyros Clermont, unter anderem darlegten, wie die StädteRegion als Gebietskörperschaft funktioniert. Demnach wurden – nach erheblichen Anfangsschwierigkeiten – verschiedene Ämter zusammengelegt, Aufgaben sowie Personal teilweise umverteilt und Einsparungen erzielt.

Aachen Freie Wähler Piraten

Die LVR-Fraktion Freie Wähler/Piraten beim Mittagessen im „Postwagen“. (Leider passten nicht alle aufs Foto.)

Nach einem späten Mittagsimbiss in der historischen Gaststätte „Postwagen“ am Markt stand der Besuch des Aachener Doms (ein Juwel abendländischer Baukunst) auf dem Programm.

Beim Abendessen im Aachener Brauhaus Degraa traf man schließlich kurz mit Piraten zusammen, die in der alten Kaiserstadt mit drei Vertretern eine Ratsfraktion bilden.

Am nächsten Tag informierte die Gruppe sich in Alsdorf über das Erlebnismuseum „Energeticon“ (eröffnet: Sept. 2014), in dem – wie Geschäftsführer Harald Richter darlegte – „die Philosophie der Energiewende“ erklärt und begreifbar wird. Es ist ein Ort der Energiegeschichte und außerschulischer Lernort. Erzählt wird die Geschichte der Energie im Zusammenhang: Von den erdgeschichtlichen Anfängen, über das fossil-industrielle Zeitalter bis zum beginnenden regenerativ-industruellen Zeitalter.

Alsdorf, Energeticon

Eine Halle des Energeticons, die für Aufführungen von Musik- und Theatergruppen genutzt wird.

Das Energeticon (Rechtsform: gemeinnützige GmbH) befindet sich in den Gebäuden des ehemaligen Steinkohlebergwerks Anna II. Es ist aus einem Gebäudekomplex auf einer Industriebrache entstanden und zu 50 Prozent im Besitz des LVR. Es wird vom LVR mit 100.000 Euro pro Jahr finanziert sowie unter anderem mit nur 10.000 Euro von der StädteRegion.

Waschkaue. Hier haben die Bergleute ihre schmutzige Kleidung unter die Decke gehängt.

Waschkaue. Hier haben die Bergleute ihre schmutzige Kleidung unter die Decke gehängt.

Die Fraktion war sich einig, dass diese Einrichtung wegen der Alleinstellungsmerkmale weit über die Grenzen der StädteRegion hinaus bekannt gemacht werden sollte und dazu mehr Werbung und ein deutschlandweites Marketing bekommen muss.

Zum Weiterlesen, Grube Anna.

Hinweis: Das Energeticon hat noch keinen Eintrag bei Wikipedia. Den sollte dringend mal jemand beginnen. Die Bedeutung der Einrichtung wird derzeit noch weitgehend unterschätzt.

Technikfreaks kommen im Alsdorfer Energeticon auf ihre Kosten. Hauptsächlich geht es in der Anlage allerdings um die Frage, wie Menschen eigentlich immer nur aus der Sonne Energie gewinnen. Denn auch in der Braunkohle und in der Steinkohle befindet sich gespeicherte Sonnenenergie.

Technikfreaks kommen im Alsdorfer Energeticon auf ihre Kosten. Inhaltlich geht es in der Anlage allerdings um die Tatsache, dass Menschen eigentlich immer nur aus der Sonne Energie gewonnen haben und gewinnen. Denn auch in der Braunkohle und in der Steinkohle befindet sich letztlich nichts als  gespeicherte Sonnenenergie.

 

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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