In Aachen kommt nach den Ferien die Politik wieder in die Gänge

In der Bleiberger Straße gesehen (wenn ich mich richtig erinnere). Dargestellt ist eine Bloggerin, die sich über nicht-öffentliche Beratungen aufregt. ;-))

In der Bleiberger Straße gesehen (wenn ich mich richtig erinnere). Dargestellt ist eine Bloggerin, die sich über nicht-öffentliche Beratungen aufregt. ;-))

Womit werden sich Aachens Politiker in der neuen Woche befassen? Ein Blick in den Sitzungskalender der Stadt bringt erste Hinweise.

Da ist für Mittwoch, 6. April, eine Sondersitzung des Planungsausschusses erwähnt. Dort sind allerdings Zuschauer nicht zugelassen. Warum eigentlich nicht? Worum geht es? Welche hochgeheime Angelegenheit steht auf der Tagesordnung?

Antwort: Das Aachener Klinikum ist zu klein geworden. Kein Witz. Das Gebäude (ein Riesentrumm, in dem man sich leicht verläuft) reicht nicht mehr, ein Erweiterungsbau muss her. Und der soll da gebaut werden, wo jetzt noch Autos parken. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit gibt es eine „Vorstellung des aktuellen Stands der Planung“.

Und weil der Neubau auf einem Klinikum-Parkplatz errichtet wird, muss natürlich anderswo ein neues Parkhaus gebaut werden: nämlich im Bereich zwischen Kullenhofstraße und Pariser Ring. Da die Sache offenbar eilt, gibt es eine Sondersitzung.

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Soweit der nicht-öffentliche Planungsausschuss. . .  Dienstag, 5. April, tagt der Umweltausschuss, öffentlich. (17 Uhr, Reumontstraße 3). Dort steht nichts Geheimes auf der Tagesordnung. Ich erinnere mich aber, dass in einer der vorigen Sitzungen gesagt wurde, die Rotdornbäume am Lousberg stünden quasi auf Sand, müssten immerfort künstlich bewässert werden und hätten deshalb keine Chance auf gedeihlichen Verbleib, oder so ähnlich.

Tatsache ist aber: Der gesamte Lousbergpark und fast der gesamte Aachener Stadtwald stehen auf sandigem Untergrund. Es ist die gleiche geologische Formation. Dennoch haben sich mächtige Bäume entwickelt, die oft über 100 Jahre alt werden und geworden sind. Und das auch ohne künstliche Bewässerung. Auch die Rotdornbäume haben an der Nizzaallee eine durchaus gute Perspektive, wenn Sie denn entsprechend gepflegt werden.

„. . . werden wir weiterhin mit den Behörden und dem Stadtbetrieb argumentieren, und ich bin inzwischen ganz guter Hoffnung, dass wir die Allee erhalten können“, das teilte Axel Deubner von der Lousberg-Gesellschaft mit. Toi, toi, toi.

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Auch der Rat trifft sich in der neuen Woche. Am Mittwoch, 6. April, ab 17 Uhr geht es im Stadtrat unter anderem um eine neue Städtepartnerschaft Aachens mit Kapstadt (Rathaus, großer Ratssaal, Zuschauer erwünscht).

Viele Städtepartnerschaften sind landauf, landab eingeschlafen. Es gibt Probleme, diese in den 50er Jahren erfundene Kontaktpflege zu Menschen im Ausland aufrecht zu erhalten. Via Internet werden heute schnell Kontakte geknüpft, und sehr viele Leute unternehmen jedes Jahr Reisen ins Ausland, was früher wohl nicht üblich war. Aachen hat bereits mehrere Städtepartnerschaften, ob jetzt eine zu Kapstadt hinzukommen wird, muss im Rat entschiedenen werden.

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Interessant dürfte es werden, wenn am Dienstag, 12. April, um 17 Uhr in der Mozartstraße die Kulturpolitiker zusammenkommen und sich u. a. über die Entwicklung der Stadtbibliothek informieren lassen. Der „Sachstandsbericht Stadtbibliothek“ ist im Internet auf der Seite der Stadt Aachen nachzulesen.

Dort heißt es: „Die Bibliothek hat 2015 (in Klammern immer das Jahr 2014) über einen aktuellen Bestand von 245.544 (258.849) Büchern und anderen Medien verfügt und damit 776.004 (813.603) Entleihungen erzielt. Insgesamt haben 321.831 (315.234) Kunden die Einrichtungen der Stadtbibliothek aufgesucht. Hinzu kommen noch über 200.000 Nutzer unserer virtuellen Angebote. 73.495 (59.197) Leserinnen und Leser nutzten die mittlerweile 295 Benutzerarbeitsplätze zum längeren Lesen und intensivem Arbeiten in der Bibliothek.“

Und: „18.425 (25.031) Medien wurden neu in den Bestand aufgenommen (ein bisschen wenig, meine ich) und 27.724 (29.759) veraltete oder defekte Medien gelöscht. Täglich wurden ca. 3.000 (entspricht 60 laufende Regalmeter) zurückgegebene Medien wieder in die Regale sortiert.“

Ich bin selbst bestimmt zweimal die Woche in der Stadtbibliothek, sitze und lese und fühle mich dort pudelwohl. Aber an die Rechner dort würde ich mich niemals setzen, die sind von vorgestern, da hat heute jeder ein besseres Equipment zu Hause.

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Zuletzt ein Hinweis auf das Gremium, das sich ausschließlich mit Themen befasst, die die Innenstadt (Aachen-Mitte) betreffen. Dort und im Bürgerforum sind die Politiker sehr nah an den Problemen der Bürgerinnen und Bürger dran. Deshalb berichten die beiden Tageszeitungen aus diesen beiden Gremien immer besonders ausführlich. Das finde ich passend und gut.

Mittwoch, 13. April, um 17 Uhr im Haus Löwenstein geht es um den Verein KingzCorner, um die Umbenennung der Agnes-Miegel-Straße und um den Hof (Erneuerung der Oberflächen). Dazu stehen auf der Tagesordnung: Einrichtung einer Bushaltestelle am Aachener Markt (Antrag der FDP-Fraktion), ehemalige Schule Franzstraße hier: Auslobung eines Hochbauwettbewerbs und vieles mehr. Alle Zuschauer müssen den Saal verlassen, wenn über die Rotdorne in der Nizzaallee gesprochen wird (nicht öffentlich). Konkret geht es um den Patenschaftsvertrag, der hoffentlich im Sinne der Anwohner zustande kommt.

Schätzungsweise 800 Meter schönste Graffitis könnt ihr sehen, wenn ihr mal die Bleiberger Straße entlang geht.

Schätzungsweise 800 Meter schönste Graffitis könnt ihr sehen, wenn ihr mal die Bleiberger Straße entlang geht. Diese Info steht jetzt zwar in keinem Zusammenhang mit dem Text, wollte ich aber mal gesagt haben.

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Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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