Eine Nervensäge macht sich unbeliebt

Das KuK in Monschau. Auf drei Etagen wird hier Foto-Kunst auf höchstem Niveau präsentiert. Das Programm von 2016 findet ihr hier.

Der Eingang vom KuK in Monschau: Auf drei Etagen wird dort Foto-Kunst präsentiert – auf höchstem Niveau. Das Programm von 2016 findet ihr hier.

Es ist schwer zu glauben, aber im Ausschuss für Tourismus und Kultur der Städteregion bin ich richtig unbeliebt. Unter anderem deshalb, weil ich mich da bei jeder sich bietenden Gelegenheit für das KuK in Monschau stark mache.

Dieses Kunst- und Kulturzentrum (KuK) hat 2015 sehr erfolgreich gerade mal 5 Ausstellungen veranstaltet, in den Jahren davor waren es erst 9 und dann 7 Ausstellungen. Für 2016 sind sogar nur noch 4 Ausstellungen geplant. Dabei ist die Zahl der Besucher immer weiter gestiegen. Auf zuletzt über 35.000 Personen im Jahr.

An manchen Tagen wurden schon 400 Interessierte gezählt, schlechtester Tag soll ein Novembertag mit immerhin noch über 50 Gästen gewesen sein. Welches Museum, welche Ausstellung in einem der hiesigen Kulturbetriebe kann regelmäßig so einen Zulauf verzeichnen?

Die Leiterin des KuK hat die besten Kontakte zu namhaften Künstlern und Künstlerinnen und zu denen, die hochkarätige Ausstellungen vermitteln können. Die – so wurde bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses mitgeteilt – suchen mittlerweile von sich aus den Kontakt zum KuK mit dem Begehren, dort einmal ausstellen zu dürfen.

Da verwundert es ohne Ende, dass dieses Leuchtturm-Projekt, dieser Publikums-Magnet in der Eifel nicht finanziell und personell noch viel besser ausgestattet wird, als dies jetzt der Fall ist. Schließlich ist es erklärtes Ziel der Städteregion, möglichst vieler Menschen in die strukturschwache Eifel zu leiten, die vom Tourismus lebt.

Mir kommt es dabei gar nicht so auf die Kunst (Fotografie) an, obwohl ich es begrüße, dass eine Spezialisierung auf Fotokunst stattgefunden hat. Aber wenn so viele Menschen beispielsweise von Krippenausstellungen oder Bierdeckelausstellungen in die Eifel gezogen würden, dann würde ich auch dafür ebenfalls kämpfen, dass derartige Erfolgsprojekte nicht immer kleiner gefahren werden.

Wenn man wirklich Menschen in die Eifel ziehen möchte, dann sollte man doch das Projekt, das genau diese Menschenmassen zieht, mit reichlich Geld und Personal ausstatten. Motto: Die Erfolgreichen fördern, die Schlechten dichtmachen. Dass im Ausschuss keiner das so sieht wie ich, finde ich ärgerlich.

Finales Argument der Gegenseite war, dass meine Leute (Piraten/UFW) bei der Städteregion einmal beantragt hatten, den Kulturetat zu senken. Als könnte ich da nicht eine eigene Meinung haben und diese auch vertreten! Das ist wohl das mit dem „Fraktionszwang“ in den Altparteien: dass jeder derselben Meinung sein muss, wie alle anderen. Daran hatte ich nicht gedacht.

Ich jedenfalls bin in der Piratenpartei aufgefordert, mir meine ganz eigene Meinung zu bilden und diese auch zu vertreten. Das gefällt mir.

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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