Die Polizei und die Auskunftspflicht

„Gibt es dazu Fakten von der Polizei?“ So hat man sich immer gefragt, wenn es einen spektakulären Unfall (z. B. auf der Autobahn) gab mit Mega-Staus bis in die Innenstadt hinein. Oder bei einem Großbrand, wo man gern Einzelheiten wüsste oder bei besonders schweren, die Bevölkerung verunsichernden Delikten.

„Gibt es dazu Fakten von der Polizei?“ Wer das nach Silvester noch fragt, muss grenzenlos naiv sein. Denn die Polizei, die per Gesetz zur Auskunft verpflichtet ist, hat die Öffentlichkeit belogen. Mehrfach. Sie hat die Fakten verheimlicht. Und man fragt sich, ob dies in Köln zum ersten Mal geschehen ist, und wie es die Polizei in Aachen hält. Wird hier auch gelogen, dass sich die Balken biegen?

1. Zunächst hieß es in Köln, es habe in der Silvesternacht „keine besonderen Vorkommnisse“ gegeben. Dabei hatte es ein Massen-Spießrutenlaufen von jungen Frauen gegeben, im Bahnhof und vor dem Bahnhof. Die Polizisten beobachteten verzweifelte, weinende Frauen und Mädchen. Diese wurden umzingelt und begrapscht, einigen wurden die Strumpfhosen zerrissen. Über 500 haben mittlerweile Anzeige erstattet. Davon knapp die Hälfte wegen sexueller Delikte.

„Keine besondere Vorkommnisse“, in einer Nacht, wo Hunderttausende feiern, in einer Millionenstadt? Das kann gar nicht sein. Das zu glauben ist weltfremd. Es gibt ja sogar im verträumten Düren jedes Jahr zu Silvester mindestens einen gefährlichen Brand, und mehrere Schwerverletzte müssen ins Krankenhaus transportiert werden.

2. Dann meinte die Polizei wahrheitswidrig, es handele sich um eine Trickdiebe-Masche. Es war verharmlosend von „Antanzen“ die Rede. Es handele sich dabei um ein Phänomen, das nicht neu sei. Wer da in Massen kriminell wurde, das sei angeblich nicht bekannt. Flüchtlinge seien aber nicht dabei.

Später kam raus, dass Personalien von mutmaßlichen Tätern aufgenommen wurden, und dass etwa 40 Prozent von ihnen Asylbewerber sind, Flüchtlinge.

So log man sich – hatte zumindest ich den Eindruck – rein und raus. Ich denke, dass es eine Vorschrift gegeben hat, die die Polizisten zur sogenannten politischen Korrektheit verpflichtet hat: „Dass Flüchtlinge kriminell werden, das hängen wir nicht an die große Glocke, um den Ultrarechten keine Vorlagen zu liefern.“ So wird sinngemäß die Anordnung gelautet haben. Nur: Wer hat sie ausgesprochen? Schriftlich?

„Man kann die Bevölkerung eine Weile lang belügen, man kann auch einige wenige Leute ganz lange belügen. Aber die ganze Bevölkerung ganz lange zu belügen, das klappt nicht.“  Sinngemäß zitiert nach Abraham Lincoln, 16. Präsident der USA, 1809 – 1865.

„Gibt es dazu Fakten von der Polizei?“ Das fragt seit Silvester keiner mehr, der auch nur für 2 Cent politisch denkt. Ja, die Fakten gibt es wohl, aber werden sie der Öffentlichkeit auch mitgeteilt? Anscheinend nicht.

Damit wird verhindert, dass Ehrenamtliche helfen und sich um die Probleme kümmern, sie kennen sie ja nicht. Auch wird verhindert, dass Kommunalpolitiker gegensteuern, dass sie in bestimmten Szenen mehr Sozialarbeiter und Helfer einsetzen, sie wissen ja ebenfalls nicht, wo genau es gerade brennt.

Über uebergangshymne

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Eine Antwort zu Die Polizei und die Auskunftspflicht

  1. Alraune schreibt:

    Ich würde die Polizei hier nicht an erster Stelle nennen, liebe Frau Vallot, ich denke sie ist weisungsgebunden. Da wurden und werden sicherlich jede Menge Maulkörbe verteilt. Das Problem ist die Politik. Seit mindestens eineinhalb Jahren ist bekannt, dass es Flüchtlingsströme gibt. Vorbereitet ist niemand. Jetzt ist es sehr einfach: Die Polizei ist schuld. Aber klar…

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