Notunterkünfte gesucht: Hallen, Klöster, Kasernen, Bürogebäude . . .

In Richterich wird möglicherweise eine große Notunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet, vielleicht sogar ein Erstaufnahme-Lager. Das wurde – laut Aachener Tageszeitungen – jüngst zwischen der Spitze der Stadtverwaltung und Ratspolitikern besprochen. In der Diskussion ist das ehemalige Logistikzentrum der Telekom an der Roermonder Straße.

„Wo und wie können wir in Aachen noch Menschen menschenwürdig unterbringen?“ Über diese Frage haben sich Aachens Kommunalpolitiker seit

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Monaten das Gehirn zerbrochen. Die Piratenfraktion hatte vor der Sommerpause acht Anträge vorgelegt.

Die Körner-Kaserne in Forst und das leerstehende Kloster an der Nizzaallee waren im Rat und in diesem Blog erwähnt worden. Wenn mit der Renovierung unverzüglich begonnen würde, könnten da Menschen bald für ein, zwei Jahre leben, so wurde argumentiert. Die Reaktionen der Politiker und der Verwaltung waren niederschmetternd. „Völlig bescheuert“ und „wirkt, wie das Anheulen des Mondes“ so hieß es damals über die Piraten-Anträge in der Sitzung. Zur Erinnerung:

Die Piraten-Ratsanträge:
1. Modularer Fertigbau und Nutzung der teilweise leerstehenden Schule Eintrachtstraße

2. Bau von Wohnungen in Leichtbauweise auf dem Blücherplatz

3. Kauf und Nutzung der Gebäude neben St. Elisabeth

4. Verhandlung zur Räumung und Nutzung der Körner Kaserne bzw. der Fläche der Kaserne

5. Anfrage zur Nutzungsüberlassung des Verwaltungsgebäudes SMS/Meer (Nerscheider Weg)

6. Nutzung der angebotenen Flächen in der Münsterstraße

7. Beschlagnahme und Herrichtung des ehemaligen Klosters der Karmelitinnen an der Nizzaallee/Lousbergstraße

8. Interimsnutzung des Depot Talstrasse, falls weiterhin keine Mieter gefunden werden.

Hauptsache ist, dass nach realistischen Möglichkeiten gesucht wird. Dies insbesondere, weil – wie oben erwähnt – die Landesregierung in Düsseldorf überlegt, in Aachen eine Erstaufnahmestelle einzurichten. Ein Dringlichkeitsbeschluss des Rates der Stadt soll schon in der Mache sein (s. dazu  Aachener Zeitung: „Asyl für Flüchtlinge in Richterich?“). Bedarf besteht: Die Erstaufnahmestellen, die es schon in NRW gibt, sind doppelt und dreifach überbelegt, eine musste kürzlich schon zeitweise geschlossen werden.

Finanziert würde diese Stelle – so nehme ich stark an – vom Land NRW. Wie es  aber genau mit den Kosten aussieht, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Halle in Richterich wäre übrigens deutlich preiswerter zu bekommen und einzurichten als die schon gekauften Wohncontainer. Von den 6000 Quadratmetern der Halle sollen 2000 kurzfristig in eine Notunterkunft umwandelbar sein, weitere Quadratmeter später ebenfalls.

Auf jeden Fall: Die Dinge sind angesichts der vielen Flüchtlinge, die ganz sicher noch kommen werden, mächtig in Bewegung geraten. Hier wird weiter berichtet.

Über uebergangshymne

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