Patenprojekt für junge Flüchtlinge, Folge IX

Ihr Outfit verdanken die minderjährigen, alleinreisenden Flüchtlinge den Aachener Second-Hand-Läden. Erstaunlich, was da alles für wenig Geld zu finden ist. Diese Läden habe ich jetzt auch mit meinem Patenkind abgeklappert. Und weil die Herren-Sachen ihm zu groß sind, auch die in Größe S, sind wir mal gleich in den Kinder-Ausstattungs-Laden, Alexianerstraße 47  Alexianergraben 47,  rein.  Sa.gen.haft.  Mega Auswahl. Alles gut erhalten, fast neu, und Spitzenqualität. Hier wurden wir fündig.

Mit Schuhen ist alles viel schwieriger. Ich merke: Die Flüchtlinge haben kein Problem damit, getragene Schuhe zu kaufen und anzuziehen. Ich schon . . . äh sehr, und deshalb gehe ich doch mal lieber in ein Sportgeschäft mit ihm. Ergebnis der Schnell-Recherche: Unter 129,90 Euro ist nix Vernünftiges zu bekommen. Ich fall aus allen Wolken.

Das Patenkind möchte Adidas-Schuhe haben. Das sagt der Junge nicht so direkt, aber im Gespräch kann man heraushören, dass das schon seine Wunsch-Schuhe wären . . . Ich erzähle dem Patenkind ein wenig von Adidas und von Kinderarbeit in Pakistan. Ergebnis: Die Marke ist für ihn auf der Stelle gestorben.

Wir treten dem Gedanken nahe, ein Paar Nike Sportschuhe zu erwerben. Nike, ebenfalls eine Lieblingsmarke, hat einen Großteil seiner Schuhproduktion nach Indonesien ausgelagert, Schuhe werden dort teilweise von Kindern für 19 US-Cent pro Stunde Arbeitslohn gefertigt. Ich bringe es einfach nicht über das Herz, das auch noch zu erzählen.

Am Ende wurden für 45 Euro gebrauchte Nike-Schuhe im Second-Hand-Laden in der Südstraße 1 gekauft. In Hellgrün. Das Patenkind versuchte zu meiner Überraschung umstandslos und ganz selbstständig, den Preis noch etwas herunterzuhandeln, allerdings ohne Erfolg.

(wird fortgesetzt)

Folge VIII findet ihr hier

 

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Patenprojekt für junge Flüchtlinge, Folge IX

  1. Pingback: Patenprojekt für junge Flüchtlinge, Folge X | Aachen. Kommentierte Infos.

  2. Peer van Daalen schreibt:

    Mmmmh! Den Augustinerbach in Annuntiatenbach um zu widmen lass ich ja noch durchgehen … :-). Aber Alexianerstraße ??? Wo soll DIE! denn sein …? Ihr seid in der Spardose am AlexianerGRABEN 47 gewesen.

    In der Alexanderstraße 37 (am Hotmannspief) gibt es auch noch BALDUS. Da lohnt es sich auch schon mal ein Blick hinein zu werfen. Riesenauswahl …

    Oder im FairKauf in der Wirichsbongardstraße 41.

    Gefällt mir

  3. Gast schreibt:

    Hellgrün? Hat mein Ursel auch, dabei hab ich versucht ihm Orange anzudrehen…
    Aber als Eltern fragen wir uns auch, was man eigentlich noch guten Gewissens kaufen mag. Da geht mittlerweile mehr Zeit für Recherche drauf als für den eigentlichen Kauf.

    Gefällt mir

    • margret vallot schreibt:

      Hellgrün, die Farbe konnte er sich nicht aussuchen. Bitte bedenke: Wenn du nur 40 Euro für ein paar Nike-Schuhe ausgeben kannst, dann kannst du froh sein, wenn im Second-hand-Laden welche in deiner Größe da sind. Und du nimmst die dann, egal welche (blöde) Farbe.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s