Patenprojekt für junge Flüchtlinge, Folge VIII

Es gibt eine gute Nachricht: Das Paten-Projekt des SKM wird weitergehen.
Dem Projekt mit dem Titel „Aachener Hände“ waren die EU-Mittel gestrichen worden (wir berichteten). Ab Mai diesen Jahres wollte Brüssel keinen Cent

Flyer des Katholischen Vereins für soziale Dienste in Aachen.

Flyer des katholischen Vereins für soziale Dienste in Aachen.

mehr nach Aachen überweisen. Das Geld fehle an anderer Stelle, es werde demnächst anderweitig eingesetzt, so wurde (sinngemäß) mitgeteilt. Auch die Stadt Aachen, das Land NRW und Berlin haben bisher nichts zugesagt.

Trotzdem: Der Vorstand des SKM-Aachen e.V. hat jetzt beschlossen, dass das Projekt bis nächstes Jahr (31.05. 2016) weitergeführt werden soll. Ein Büro, Sachmittel und zwei 75-Prozent-Stellen werden noch eine Weile weiterfinanziert. „Mit dieser mutigen Entscheidung drückt der Vorstand seine große Wertschätzung und sein Vertrauen gegenüber dem Projekt, den Mitarbeiterinnen und vor allem Ihnen, den Paten aus“, schreibt Anna Klein von der Projektleitung.

Es werden also weiterhin alle Patenschaften betreut, Schulungen werden angeboten und neue Patenschaften werden vermittelt. Darüber kann sich eigentlich ganz Aachen freuen. Denn was machen hunderte junge Männer, die kein Erwachsener betreut/unterstützt/fördert/beaufsichtigt/ihnen Grenzen zeigt/ihre übertriebenen Ansprüche reduziert/mit ihnen auf Wohnungssuche geht/mit ihnen Behördengänge erledigt/zum Besuch der Schule (trotz Anfällen von Unlust) anhält usw? Was machen solche Jugendlichen?

Viel Blödsinn, würde ich mal vorsichtig sagen. Paten muss es geben, meiner Meinung nach. Denn sonst geht in Aachen bald gewaltig was schief. Für junge Flüchtlinge ist eine Stadt wie Aachen voller Verlockungen. Sportgeschäfte, Mediamarkt und Saturn etwa haben Waren, die eine unvorstellbar große, ja gigantische Anziehungskraft besitzen. Fast wie für Drogensüchtige eine mehr oder weniger frei herumliegende Droge. Da braucht es viel Kraft um dem zu widerstehen und das wenige Geld zusammenzuhalten. Und Unterstützung durch einen möglichst lebenserfahrenen Erwachsenen.

„Die Ereignisse der letzten Wochen zeigen, dass unser Projekt von einer großen Hilfsbereitschaft getragen wird.“

Anna Klein, Projektleitung bei „Aachener Hände“

Insofern würde ich mich sehr freuen, wenn die katholische Kirche durch ihren Sozialdienst (SKM) weiterhin Paten an Flüchtlinge vermittelt und die Paten auch informiert über die Gewohnheiten fremder Menschen, über Flüchtlingsrouten und traumatische Erlebnisse, über Fragen, die das Asylrecht betreffen und alles andere, was man wissen muss, um diese Arbeit leisten zu können.

(wird fortgesetzt mit Folge IX)

(Folge VII findet ihr hier)

Wer etwas spenden möchte: Pax Bank Aachen, 

IBAN: DE 61370 6019 30000 1501 50, 

BIC: GENODED1PAX 
Verwendungszweck: Aachener Hände. 

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Über uebergangshymne

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3 Antworten zu Patenprojekt für junge Flüchtlinge, Folge VIII

  1. Pingback: Patenprojekt für junge Flüchtlinge vor dem Aus. Folge VII | aachen-news

  2. Pingback: Patenprojekt für junge Flüchtlinge, Folge IX | Aachen. Kommentierte Infos.

  3. petrus2105 schreibt:

    Hat dies auf Petrus2105's Blog rebloggt und kommentierte:
    Yeaahh, es geht weiter…

    Gefällt 1 Person

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