Patenprojekt für junge Flüchtlinge vor dem Aus. Folge VII

Die beiden Sozialpädagoginnen Sarah Ulbrich und Carla Rodrigues haben das Projekt aufgebaut und schon für rund 50 Flüchtlinge den passenden Paten gefunden. Den Auswahlprozess haben sie mit Fingerspitzengefühl vollzogen. Ihre 75-Prozent-Stellen sind befristet.

Sarah Ulbrich und Carla Rodrigues haben das Projekt aufgebaut und schon für rund 50 Flüchtlinge die passenden Paten gefunden. Den Auswahlprozess haben sie mit viel Menschenkenntnis und Fingerspitzengefühl vollzogen.

Die Woche ist erst zwei Tage alt, aber ich habe schon so viele schlechte Nachrichten erhalten, dass es für drei Wochen reicht. Die allerschlechteste Nachricht hier: Das Projekt für junge alleinreisende Flüchtlinge vom SKM (das ist ein katholischer Sozialdienst) bekommt kein Geld mehr. Nur noch bis Ende Mai reicht die Finanzierung. Danach wird die EU es nicht mehr unterstützen. Auch das Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge kann nicht helfen. Ein schwerer Schlag.

Die jetzt rund 50 Paten werden natürlich ihre Patenkinder weiter betreuen, aber die Beteuung neuer Jugendlicher steht vor dem Aus. Das Projekt ist ein Riesenerfolg, davon sind alle Paten überzeugt. Knapp drei Dutzend trafen sich Montag beim Paten-Stammtisch. Was wir den Jungs schon alles erklärt haben und helfen konnten . . . da staunen wir (in aller Bescheidenheit) selber drüber. Und das soll jetzt nicht ausgedehnt werden? Wer die Situation dieser Jungen kennt, möchte sich lieber nicht vorstellen, was passiert, wenn die in Aachen völlig sich selbst überlassen bleiben.

Ich habe in der Kürze der Zeit noch nicht mitbekommen, wie viel Geld fehlt. Erst meinte ich, 160.000 Euro gehört zu haben. Das war aber falsch. Jetzt denke ich, es war von 60.000 Euro die Rede. Klar ist: Es müssen 2 befristete Stellen (je 75 Prozent) bezahlt werden, Material und ein Büro. Dazu gibt es für die Paten mehrere

Flyer des Katholischen Vereins für soziale Dienste in Aachen.

Flyer des Katholischen Vereins für soziale Dienste in Aachen.

Fortbildungen („Fit für Vielfalt“). Ich werde aber bald genauer berichten. Der SKM hat in finanziellen Dingen volle Transparenz unaufgefordert zugesagt.

Diverse öffentliche „Geldgeber“ wurden sofort, als die Meldung vom Ende der Finanzierung kam, angeschrieben und um Unterstützung gebeten. Politiker,  Abgeordnete und Unternehmen in Stadt und Land werden Briefe erhalten. Es ist vom SkM an alles gedacht, so hatte ich den Eindruck. Wer in dieser Situation eine zündende Idee hat, wende sich an den SKM, Tel.-Durchwahl 413 55 – 531 in Aachen.

Schaut auch in eure Aachener Tageszeitung. Dort soll ebenfalls in Kürze umfassend informiert werden.

Wer etwas spenden möchte: Pax Bank Aachen, 

IBAN: DE 61370 6019 30000 1501 50, 
BIC: GENODED1PAX 
Verwendungszweck: Aachener Hände. 

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(Wird trotzdem fortgesetzt. Folge VIII ist hier)

Folge VI der Serie über das Patenprojekt für junge Flüchtlinge findet ihr hier 

Video: „Ohne Eltern auf der Flucht“ http://www.ardmediathek.de/tv/Gott-und-die-Welt/Mujib-Ohne-Eltern-auf-der-Flucht/Das-Erste/Video?documentId=26804710&bcastId=2833732

 

Über uebergangshymne

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2 Antworten zu Patenprojekt für junge Flüchtlinge vor dem Aus. Folge VII

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