AfD-Aachen will wissen, wie viele Flüchtlinge Aids/HIV haben

Aus der jüngsten Sitzung des Aachener Rates: Der Ratsherr der AfD hat eine Anfrage gestellt, im Netz wurde diese zitiert. Die Empörung schlägt seitdem auf Twitter Wellen. Markus Mohr (AfD) wollte vom  Oberbürgermeister als dem Chef der Stadtverwaltung wissen, wie viele Flüchtlinge die Stadt Aachen gerade beherbergt und wie viele davon HIV-positiv sind. „Von wie vielen Flüchtlingen ist ein positiver HIV-/Hepathitis-Status bekannt?“ heißt es in dem Schreiben, das auf Twitter veröffentlicht wurde.

Wenn die AfD bald mehr und mehr Stimmen bekommt, dann wollen die das mit dem Aids vielleicht nicht nur von den Flüchtlingen wissen, sondern auch von euch, liebe Leserinnen und Leser. Und wenn diese Leute Macht und Einfluss bekommen (auf Europa-Ebene zeichnet es sich längst ab), dann besteht die Möglichkeit, dass sie auch Informationen verwerten, die aus der von SPD und CDU so sehr herbeigesehnten Vorratsdatenspeicherung stammen. Die Konvolute mit den gigantischen Datenmengen, die die Vorratsdatenspeicherung produzieren wird, werden angezapft. Und zwar – je nach Wahlergebnissen – von Menschen, für die der Schutz der Privatsphäre nicht oberste Priorität hat und denen  Bürgerrechte zweitrangig sind.  Also von antidemokratischen Kräften, die sich derzeit in ganz Europa formieren.

Und dass ihr das bedenkt, das ist auch schon der einzige Grund, warum hier die Anfrage des Ratsherrn erwähnt wird.

Mehr hier: http://www.vice.com/de/read/die-afd-will-wissen-wie-viele-fluechtlinge-in-aachen-hiv-positiv-sind-932

 

 

 

Über uebergangshymne

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Eine Antwort zu AfD-Aachen will wissen, wie viele Flüchtlinge Aids/HIV haben

  1. FBMri schreibt:

    Hallo,

    ich finde die Nutzung von Daten lange nach ihrem Erhebungsdatum ist eines der schlagkräftigsten Argumente, wenn man Befürworter der VDS und anderer Überwachungsmaßnahmen begegnet.

    Die große Angst, die einige Menschen vor der Linkspartei haben („SED Nachfolgepartei“) kann man dazu nutzen, die Gefahr von Datensammlungen zu beschreiben. „Stell dir mal vor, in 20 Jahren kriegen wir eine rot-rote oder rot-rot-grüne Regierung, Dann hätte plötzlich die Linkspartei Zugriff auf all diese Daten – willst du das?“

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