Burg Vogelsang: Termine und Kosten können nicht eingehalten werden

Explodieren die Kosten für den Umbau der Burg Vogelsang gerade oder ist es nur die übliche Kostensteigerung, die bei einem alten, denkmalgeschützten Gebäude üblich ist? Derzeit ist von 5 Millionen Euro die Rede, die zugeschossen werden müssen.

35,1 Millionen sollte die Umwandlung der Burg Vogelsang die beteiligten Kommunen, Kreise und den Landschaftsverband (LVR) ursprünglich kosten. Jetzt wird vorerst zugegeben, dass man 5 Millionen teurer sein wird. Und das, obwohl man das Projekt schon mächtig eingedampft hat.

In Gefahr sind der (schon mehrfach verschobene) Eröffnungstermin und natürlich die ungefähre Einhaltung der Kosten. Zum Eröffnungstermin: Wenn  die Arbeiten für das „Forum Vogelsang“ nicht bis Ende Juni 2015 beendet, dokumentiert und abgerechnet sind, werden Zuschüsse, die für Vogelsang schon bereitgestellt wurden, zurückverlangt. Es soll sich um einen hohen zweistelligen Millionenbetrag handeln.

Vor August 2015 (eher noch Sommer 2016)  kann aber nicht eröffnet werden, wie jetzt in der öffentlichen Sitzung des Kulturausschusses des Landschaftsverbands mitgeteilt wurde. Dabei sollte es eigentlich schon im Herbst 2013 soweit sein. Dann hieß es: Frühjahr 2014, dann Frühjahr 2015, dann Juni 2015 und zuletzt eventuell doch eher vielleicht erst 2016. Wem das bekannt vorkommt: Beim neuen Flughafen von Berlin läuft es seit über 900 Tagen so ähnlich.

Derzeit befindet sich die Anlage Vogelsang noch im Besitz des Bundes, soll aber mit Unterstützung der Landesregierung NRW auf den Kreis Euskirchen übergehen. Die 2005 gegründete „Vogelsang ip gemeinnützige GmbH“ hatte sich die Umgestaltung und verschiedene neue Nutzungskonzepte der gesamten Anlage zur Aufgabe gemacht. Jetzt ist angeblich von Insolvenz die Rede. 

Zuzahlen müssen der Landschaftsverband, die Kreise Euskirchen, Düren und Heinsberg, die Städteregion Aachen, die Stadt Schleiden und die Deutsche Gemeinschaft Belgien. Die Städteregion hat bereits einen entsprechenden Beschluss gefasst. Insbesondere der Kreis Düren und die Stadt Schleiden zieren sich noch.

Die ehemalige NS-Ordensburg soll – soweit bekannt – nach Sanierung und Umbau zum „Forum Vogelsang“ werden, mit NS-Dokumentation, Nationalparkausstellung und Besucherzentrum. Hinter vorgehaltener Hand ist bereits seit Monaten von „Insolvenz“ die Rede. Was das für Konsequenzen genau hätte, darüber muss ich mich erst noch informieren.

Über die „Misere“, wenn es denn eine ist, berichtete zuletzt die „Rundschau“ recht informativ. Vogelsang stand unter anderem auch im Kulturausschuss des LVR und in den Gremien der Städteregion Aachen zur Diskussion.

Über uebergangshymne

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