Aachen steht zusammen gegen Intoleranz und Rassismus

Fast voll war der Katschhof, als es am Samstag hieß "Aachen steht zusammen".

Fast voll war der Katschhof, als es am Sonntag gegen Abend  hieß „Aachen steht zusammen“.

Es war kalt und es goss in Strömen, als sich am vergangenen Sonntag gegen Abend mehrere tausend Aachenerinnen und Aachener auf Einladung von Oberbürgermeister Marcel Philipp auf dem Klatschhof versammelten. Waren es 3000, waren es 4000 oder sogar noch mehr Menschen? Alles stand dicht gedrängt unter den Schirmen, und man war sich einig: In Aachen sollen Menschen nicht ausgegrenzt werden. Rassisten und Intolerante haben hier nichts zu suchen.

„Die Muslime gehören zu Aachen wie die Christen und alle anderen Religionen auch“, so lautete die zentrale Aussage von Oberbürgermeister Philipp, dessen Ansprache mehrfach Beifall erhielt. Und bei Lichte besehen ist es ja wirklich absurd, wenn ausgerechnet in der Grenzstadt Aachen jemand wegen seiner

Piraten waren mit einem Transparent vor Ort. Rechts, hinten: Udo Pütz, für die Piraten im Rat der Stadt aktiv.

Piraten waren mit einem Transparent vor Ort. Rechts, hinten: Udo Pütz, für die Piraten im Rat der Stadt aktiv.

Nationalität oder Religionszugehörigkeit ausgegrenzt würde. Hier ist man seit vielen Jahren an die Gegenwart von ausländischen Studenten und Wissenschaftlern gewöhnt, lädt sich Jahr für Jahr hunderte Reitsportler aus allen Kontinenten ein und ist es auch gewöhnt, auf der Straße in Niederländisch oder Französisch angesprochen zu werden. Ganz zu schweigen von Heerscharen von Arabern, die sich mitsamt Familien im Klinikum operieren lassen.

So viel Internationalität mag andernorts Menschen erschrecken. Kleinkarierte haben Angst vor allem, was sie nicht kennen. Sie sind gewöhnlich nicht neugierig und froh, wenn sie jemand begegnen, der nicht dem entspricht, was sie bereits schon lange kennen. Für die meisten Aachener ist das normal.

Auf dem Katschhof sah man sieben Glaubensrichtungen vereint. „Aachen steht zusammen“, lautete das Motto der multireligiösen Friedensfeier. Musikalisch wurde die Feier begleitet von Manfred Leuchter und Mohamed Najem, deren Musikvortrag stets ein wirklicher Genuss ist.

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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