Patenprojekt für junge Flüchtlinge, Folge III

20 Patinnen und Paten haben jetzt ihr Patenkind kennengelernt. Das berichtete Projektreferentin und Sozialpädagogin Carla Rodrigues bei ihrem Besuch im Aachener Rathaus. Sie war von Kommunalpolitikern in den zuständigen Ausschuss eingeladen worden, um dort das Projekt „Aachener Hände“ einmal persönlich vorzustellen.

Carla Rodrigues berichtete mit spürbarer Begeisterung: Rund 80 Aachener (fast alle mit reichlich Lebenserfahrung) hatten sich vor einigen Monaten auf einen Aufruf hin gemeldet, um für einen jungen Flüchtling eine Patenschaft zu übernehmen. Sie wollen beim Deutschlernen, bei Behördengängen, bei der Arbeitssuche oder bei der Wohnungssuche helfen. Rodrigues ist Mitarbeiterin eines kirchlichen Sozialdienstes (SkM), sie sprach im Rathaus über das erste Treffen der Paten, über die Schulungen und die Flüchtlinge. Es sind alles junge Menschen, die in Aachen vorerst heimisch werden möchten.

Sie kamen als Minderjährige nach Aachen, wurden im Bahnhof aufgegriffen. Sie wollten Krieg, Verfolgung und Vertreibung in ihrer Heimat entkommen, haben Schreckliches erlebt, nicht zuletzt auf der Flucht. Fünf  minderjährige Flüchtlinge kommen zur Zeit im Durchschnitt täglich in Aachen an, berichtete Carla Rodrigues.  Ihr Vortrag im Rathaus war klar gegliedert, am Ende versuchte die Referentin, noch Fragen zu beantworten. Das war nicht einfach, denn einige Politiker hatten offenbar noch nie etwas von dem Projekt gehört. Es wurde aber zwischenzeitlich schon mehrfach in „Aachener Nachrichten“ und „Aachener Zeitung“ ausführlich vorgestellt.

Überhaupt geben sich alle möglichen Vereine in Aachen große Mühe, den Flüchtlingen zu helfen. Auch die Stadtverwaltung mit Oberbürgermeister Marcel Philipp an der Spitze ist sehr um eine Willkommenskultur bemüht.

Amnesty international, die Kirche im Bistum Aachen und weitere Veranstalter laden zum Beispiel am „Tag der Menschenrechte“ (Mittwoch, 10. Dezember) von 19.30 Uhr bis 22 Uhr unter dem Motto  „Asyl-Monologe“ in die Citykirche St. Nikolaus ein. Bei „Asyl-Monologe“ erzählen Schauspieler als „Ali aus Togo“ oder „Felleke aus Äthiopien“ usw. von Schritten hin zu Gerechtigkeit, von Trennungen und Koalitionen, von Fluchtursachen. Erfahrungen mit dem deutschen Asylsystem kommen zur Sprache.

Der Eintritt ist frei.

(wird fortgesetzt)

Folge II findet ihr hier

und Folge IV gibt es hier (für alle, die vorwärts lesen)

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2 Antworten zu Patenprojekt für junge Flüchtlinge, Folge III

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