Schludriger Umgang mit den Werken heimischer Künstler

Das sieht alles gar nicht gut aus. Auch Klaus Papiers Arbeit "Es eilt" ist in einem erbärmlichen Zustand.

Das sieht alles gar nicht gut aus. Auch Klaus Paiers Arbeit „es eilt“ ist in einem erbärmlichen Zustand.

Ein weiteres, nachgerade berühmtes Paier-Graffiti ist in einem erbärmlichen Zustand, wie ich gestern wirklich zufällig, weil ich die Kaiserplatz-Baustelle besichtigen wollte, gesehen habe. Den Originalzustand seht ihr hier. Zum Glück hat Regina Weinkauf  vor vielen Jahren auch dieses Bild fotografiert. Ich schlage sie für das Bundesverdienstkreuz vor.

Ob die oben gezeigte Arbeit unter Denkmalschutz steht oder nicht und wem genau die Wand gehört, das weiß ich nicht. Und ich halte auch gar nichts davon, sich vorzunehmen, einfach Wände zu versetzen. Ich bin auch gar keine Graffiti- oder Kunstsachverständige. Ich interessiere mich für Politik und frage mich, was mit einer Kunstszene und einer Stadt los ist, die derart schludrig mit den Werken ihrer besten Künstler umgeht. Und: Interessieren sich die hiesigen Museumsleute nicht für Aachen und seine Kunst und Kultur? Der Umgang mit den Paier-Graffitis und die Nachlässigkeit im Fall K.O. Götz – das passt zusammen.

Das Presseamt teilt unterdessen mit: „Ein Abenteuerspielplatz wird (am 19. August. d. Verf.) zum Schauplatz für eine Fassadengestaltung der besonderen Art. Die bisher unansehnlichen Fassaden werden in einem offenen Workshop für Kinder und Jugendliche sowie erfahrene Sprayer gestaltet. Der Workshop und die Gestaltung werden vom Aachener Graffiti-Künstler „Lake13“ alias Lars Kessler geleitet.“ Schön.

Schön, dass neue Graffitis möglich sind und für Qualität gesorgt wird. Aber das heißt noch lange nicht, dass die „alten“ Graffitis vernachlässigt werden dürfen, zumal wenn sie denkmalswürdig sind. Auch das Alte gilt es sorgfältig zu pflegen. Ja sogar: Nur wer auch die alten Kunstwerke in Ehren hält, darf sich als  Förderer von Kunst und Kultur darstellen.

Beachtet auch den neuen Kommentar auf unserAC.de, https://www.unserac.de/initiativen/i/initiative/219.html

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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