Sex ohne Kondom. Anschlag auf Leib und Leben

Wenn man annimmt, dass man sich überhaupt zu Angelegenheiten äußern darf, die das Sexualleben von real existierenden, namentlich genannten Personen  betreffen, dann könnte man hier mal auf die Vorkommnisse eingehen, die mit Julian Assange zu tun haben. Wie gesagt: Es ist noch nicht klar, ob das überhaupt vertretbar ist, sich dazu zu äußern. Es geht möglicherweise niemand etwas an.
Assange ist allerdings nicht nur irgendein Mensch, sondern ein Symbol für eine transparente Politik und die Frage, ob diese überhaupt möglich ist und wenn ja, wie?Irgendwo in Schweden hat er offensichtlich zuerst mit der einen Frau geschlafen und kurz danach mit der anderen. Und das irgendwie auch phasenweise ohne Kondom. Wie das eben so geht. . . . .
Wenn eine Frau mit einem Mann schläft und sie möglicherweise meint, sie ist weit und breit für ihn die einzige seit Jahren (ich übertreibe, um etwas deutlich zu machen), dann ist es schon ein ziemlicher Schock zu erfahren, dass der Kerl gleich eine Woche später mit der nächsten unter die Decke krabbelt. Wenn sie also überrascht wird von der Einsicht, dass der Mann, mit dem sie geschlafen hat, ständig seine Partnerinnen wechselt, könnte sie darüber nachdenken, dass er sich irgendwo angesteckt hat und sie dann vielleicht auch.
Sie könnte verständlicherweise Angst bekommen. Und den Beischlaf als eine Art Anschlag auf ihr Leben, auf ihre Gesundheit betrachten. Falls er ihr nicht erzählt hat, dass er eigentlich ständig neue  . . .   usw.
Nehmen wir also an, beide Frauen sind panisch vor Angst und sehr, sehr wütend.. Geht man dann zur Polizei? Oder zu einem Anwalt? Oder doch eher zu einem Arzt, um mal ganz schnell einen Aids-Test machen zu lassen?
Man geht zum Arzt, und wenn dann rauskommt: Nicht angesteckt, kein Aids weit und breit. Dann freut man sich, macht ein Fest und nimmt sich vor: “Das passiert mir nicht noch einmal.”  Es ist gewissermaßen verständlich, dass man, wenn man vorher ahnungslos war, in Panik für die Öffentlichkeit schwer verständliche Sachen macht. Aber die Damen sind sich bestimmt darüber im Klaren, dass sie selbst auch nicht ganz unschuldig an der Situation sind.

Am 11. Januar geht es in England wieder um die Frage, ob Assange nach Schweden ausgeliefert wird. Wenn er aber in Schweden ist, dann ist er so gut wie in den USA. Und dass ihm dort über kurz oder lang die Todesstrafe droht, daran habe ich nicht den geringsten Zweifel.

So ist 2010 das Jahr, in dem ich alle Illusionen über Schweden und die USA verloren habe. Alle Gesetzeswerke, alle Rechtsprechung und alles erweist sich als Schall und Rauch, wenn ein Staat es mit einem Julian Assange  und seinem Wikileaks zu tun bekommt. Dann zeigt sich: Es ist alles nur Fassade.

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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