In der Therme

Ja, auch Blogger wollen sich mal erholen. Und das kann man in der Therme. Wenn an einem Ort 72 Grad heißes Wasser aus der Erde kommt, bietet sich der Bau einer Therme an.

Man schwimmt ganz ruhig im warmen Thermalwasser, das tut der Haut gut. Weil das Wasser warm ist, kann man auch draußen schwimmen, wo es kalt ist. Draußen kann man sich unter schwere Wasserfälle stellen, die stürzen einem auf den Rücken, der vom vielen Schreiben und Mausschieben manchmal schmerzt. Der dicke Wasserstrahl massiert die Schultern wunderbar.

Dann geht man in einen Raum, dessen Boden mit Sand bedeckt ist. Dort liegt man ruhig im Sand und schaut zu, wie  die Sonne langsam aufgeht und  wie sie nach einer Weile untergeht. Richtig: Es wird ein Sonnenaufgang simuliert. Eine Licht-Erlebnis für die Augen, das unsere Vorfahren zeitweise täglich hatten. Wir nie.  Außer im Urlaub vielleicht.

Weiter geht es ins türkische Dampfbad. Man legt sich in die Mitte auf einen großen, flachen, warmen Stein und liest ein bisschen. Von dem Stein aus geht man in Zellen, wo der heiße Dampf die Sicht vernebelt. Man sitzt im Dampf und fühlt sich wohl und wohler. Da fängt man schon ganz schön an zu schwitzen, duscht fröhlich und reibt sich mit Salz ein. Die Haut ist ein großes Organ, wenn man ihr was Gutes tut, macht sie sich richtig schön.

Nach etwas liegen und plaudern begibt man sich in eine Sauna, entweder eine der ganz heißen, wo man einfach daliegt und die Schweißperlen an sich runterrinnen fühlt. Oder in die etwas wenger heißen, die nach Brot duften oder Kräutern oder Apfelsinen und Zitonen oder mit langsam wechselndem Licht das Gemüt besänftigen.

Nach dem Schwitzen taucht man in ein Becken mit eiskaltem Wasser. Bis zum Hals im eiskalten Wasser, man schreit und fühlt sich sehr lebendig. Dann wickelt man sich in sein riesengroßes Badetuch und geht ein bisschen an der frischen Luft spazieren. Draußen ist es auch eiskalt, aber diese Kälte spürt man nicht. Später setzt man sich – die Umgebung ist abenteuerlich schön – und taucht die Füße in heißes Wasser. Sehr angenehm. Draußen gibt es auch ein Schwimmbecken mit warmem Wasser.

Jetzt plaudert man wieder ein wenig und geht in dem Restaurant ein Glas frisch gepressten Apfelsinensaft trinken, denn ein gewaltiger Durst meldet sich. Klar, aus allen Poren ist ja zuvor die Flüssigkeit geschossen gekommen.

Später sucht man sich eine maximal heiße Sauna aus, legt sich auf sein Badetuch und schwitzt nochmal 20 Minuten. Das Wasser rinnt den Nacken, die Seiten, die Arme und Beine  runter, wie Perlen, das kitzelt.

Ins eiskalte Wasser stürzt man sich dann und macht das alles so oft, bis man nur noch glücklich ist. Das dauert alles in allem mindestens viereinhalb Stunden. Besser ist, man  nimmt sich sechs Stunden Zeit.

Jeder, der zuhause mit einer sogenannten Nasszelle auskommen muss, vier Quadratmter, darf einmal pro Woche in die Therme. 😉 Als Ausgleich.

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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Eine Antwort zu In der Therme

  1. Guido schreibt:

    Ich kann dir da nur zustimmen, ein Thermenbesuch ist schon was Schönes. Ich war vor einem Jahr, am 1.11.2009 zum ersten Mal in einer Therme und habe soviel Spaß daran gefunden, dass ich inzwischen 9 verschiedene besucht habe und sogar eine ganze Webseite darüber erstellt habe. Vielleicht ist die ja auch für Dich interessant.
    Auf jeden Fall finde ich auch, dass man sich für den Thermenbesuch genug Zeit nehmen sollte, denn in Hektik kann man sich ja nicht entspannen!!!

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