Kommunalpolitik mit wichtigen Themen

Abrissarbeiten legen den Blick (vom Stadttheater aus) auf eine Häuserzeile in der Elisabethstraße frei. Dort wird demnächst das neue Motel One eröffnet, wie auf dem Bauzaun zu lesen ist.

Außer dem Wahlkampf und dem „September Special“ mit seinen 2 geradezu sensationellen Höhepunkten am vergangenen Samstag findet in Aachen auch noch die normale Kommunalpolitik statt. Und die ist spannend wie eh und je.

Aachens Kommunalpolitiker treffen sich zu 7 Sitzungen, von denen hier 3 erwähnt werden sollen. Zunächst der Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss am morgigen Dienstag, 19. September, ab 17 Uhr (Sitzungssaal 170, Verwaltungsgebäude Lagerhausstraße).

Standzeiten für Wochenmärkte überprüft

Die Märkte sind wichtig für die Nahversorgung der Anwohner, und sie sind  Kommunikations- und Treffpunkte für die Menschen in einer Stadt, sie sorgen für Leben auf den Plätzen. Die Stadtverwaltung hat bei den Händlern der elf Wochenmärkte (in Stadt und Stadtbezirken samt Rothe Erde und Frankenberger Viertel) nachgefragt, ob diese Händler nicht – damit Berufstätige auch auf den Märkten einkaufen können – Lust hätten, ein bisschen länger zu arbeiten. Hatten die Märkte-Beschicker in ihrer überragenden Mehrheit aber nicht. Schade finde ich das.

Neuvergabe der Werberechte

Die Rechte für 16 leuchtende Riesenwerbetafeln an Aachens Straßen werden neu vergeben. Die Stadtverwaltung hat den auslaufenden Vertrag gekündigt. Mit anderen Worten: Die 16 hinterleuchteten City-Light-Boards werden (im Mai 2018) abgebaut und ein neuer Anbieter darf dann 16 neue Tafeln aufbauen (wo genau ist noch unklar) und dort Werbung zeigen. Auf den Tafeln soll – das ist Bedingungen zur Teilnahme an der Ausschreibung – die Stadt weiterhin ihre eigenen Veranstaltungen, Museen, Serviceangebote bewerben dürfen. Diese Eigenwerbung ergebe einen Mediawert von 300.000 Euro, teilt die Verwaltung mit.

Zudem will die Stadt möglichst mehr (leicht verdientes) Geld als bisher aus der Pacht ziehen, mindestens aber 62.000 Euro p. a. wie bisher und auch sonst noch einiges zusätzliche. In der Vorlage steht: „Das Angebot ist vom Bieter für eine Vertragslaufzeit von 10 Jahren abzugeben.“ Vorbildliche Pflege und gute gestalterische Qualität der Anlagen werden ebenfalls vorausgesetzt.

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Schutz vor Terrorattacken

Der Rat der Stadt trifft sich am Mittwoch, 20. September, ab 17 Uhr im Ratssaal. Zu 22 Tagesordnungspunkten ist die Öffentlichkeit zugelassen, der Rest findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, meist weil private Angelegenheiten von Privatleuten verhandelt werden müssen.

Die „Revitalisierung des Neuen Kurhauses“ an der Monheimsallee wird deutlich teurer als geplant. Nachträglich müssen jetzt knapp 2 Millionen Euro genehmigt werden. Weil unter anderem Asbest gefunden wurde, und: „Im Entrée-Bereich

Der Abriss des Kinos (s. o.) mitsamt seiner außergewöhnlichen Fassade konnte nicht verhindert werden, der Schriftzug wurde unterdessen in die Kirche St. Elisabeth gebracht, die jetzt ein Digital HUB ist.

wurden Wandmalereien entdeckt und festgestellt, dass die Säulen unter dicken Anstrichen aus Marmor sind. Auflage des Denkmalschutzes und des LVR ist die fachgerechte Sanierung dieser Originalteile.“

Zwei neue Anwohnerparkzonen (Elsa-Brandström-Straße, Alkuinstraße) im Umfeld Krefelder Straße werden eingerichtet. Diesbezüglich hatten sich noch jüngst in der Sitzung der Bezirksvertretung die Anwohner uneinig gezeigt, was die Einrichtung der Zonen betrifft. Die einen wollten sie haben, die anderen hielten sie für überflüssig. Inzwischen soll man sich geeinigt haben. Gottseidank.

Sodann gibt der Oberbürgermeister auf Wunsch der Grünen Auskunft über seine Fahrt nach Berlin zum „Diesel-Gipfel“.

Der wichtigste Tagesordnungspunkt ist der 14., Thema Breitbandförderung. Der Rat und die Verwaltung haben endlich, endlich gemerkt, dass der digitale Wandel und seine Infrastruktur eine Herausforderung bilden. Und. . . mir kommen die Tränen . . .  man hat auch folgendes mitbekommen (nur 20 Jahre nach Einführung des Internet in jeden Haushalt, so schnell): „Der Datentransport wird sich exponentiell und mit dynamischen Zuwächsen fortentwickeln.“

Bitte lest den Antrag und bildet euch ein Urteil über das, was geplant ist. Die Stadt Aachen will aus ihrer Kasse etwa 800.000 Euro investieren. Ein Vielfaches wäre längst angemessen, wenn man bedenkt, welche verhängnisvollen  Konsequenzen ein Zurückbleiben hinter einer wichtigen technischen Entwicklung für die Zukunft der Menschen hat.

Zuletzt sei hier aus dem Rat der Tagesordnungspunkt 22 erwähnt: eine Entscheidung „zum Einbau von Lkw-Sperren zum Schutz vor Terrorattacken im Pfalzbezirk der Aachener Innenstadt“. 300.000 Euro werden zur Verfügung gestellt für so genannte Pilomaten (gibt es bereits vor der Synagoge) . Keine schlechte Maßnahme.

Die Extra-Poller werden installiert an den Standorten: Jakobstraße/Judengasse, Markt-Büchel/Rethelstraße, Großkölnstraße, Ursulinerstraße/Buchkremerstraße.

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Förderung des eSports

Im Haus Löwenstein am Markt trifft sich (Do., 21. 09.) um 17 Uhr der Sportausschuss. Dort geht es um die Förderung des eSports in Aachen. Den Antrag der Aachener Piraten findet ihr hier: http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=17064

Die Verwaltung hat ein Gremium gefunden, das meint, eSport sei kein Sport und schreibt:  „Der deutsche Olympische Sportbund (DOSB) erklärt zu der Frage, ob eSport Sport im rechtlichen Sinne ist, dass es sich bei eSport nicht um Sport handelt, da eine „die Sportart bestimmende motorische Aktivität fehlt“. Dem schließt sich die Stadtverwaltung SELBSTVERSTÄNDLICH eilfertig an. Und der Rat in seiner Mehrheit höchstwahrscheinlich ebenfalls. Krass. Und was ist mit Schach und Schießen? Auch kein Sport?

In dem Ausschuss geht es weiter um: die Sanierung des Kunstrasens, die Erneuerung des Einfriedungs- und Ballfangzauns sowie der Trainingsbeleuchtungsanlage der Sportplatzanlage Halfenstraße und die Sanitäranlagen im Ludwig-Kuhnen-Stadion.

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Gespräch: Wolfgang Becker und Josef Stöhr im Ludwig Forum

Die verschwundenen Bilder von Klaus Paier  sind unter anderem Thema beim Künstlergespräch im Ludwig Forum.

Josef Stöhr, Partner in Kunst und Leben von Klaus Paier, spricht mit Dr. Wolfgang Becker, Gründungsdirektor des Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen über seine Zeit in Aachen. Das teilte jetzt das Presseamt der Stadt Aachen mit.

Im Jahr 1978 lernten sich Klaus Paier und Josef Stöhr kennen. Gemeinsam begannen sie, in nächtlichen Aktionen illegal ihre Kommentare zur Gesellschaft auf die Wände Aachens zu bringen.

Im Gegensatz zu den politisch sehr aufgeladenen Motiven Paiers griff Stöhr auf humorvolle, leichte Weise vor allem Alltagsthemen seiner Generation auf.

Ab dem 22. September ist bis zum 1. Oktober der neue Kunstfilm „Schmucki 3“ von Josef Stöhr in der Ausstellung „Optische Schreie. Der Aachener Wandmaler Klaus Paier“ zu sehen.

Das Künstlergespräch, zu dem wieder jede Menge Menschen ins Forum strömen werden, findet statt am Donnerstag,  21. September. Beginn ist um 18.30 Uhr. Ort: Ludwig Forum für Internationale Kunst, Jülicher Straße 97-109,

Der Eintritt ist frei.

Die Streetart-Experten Regina und Dieter Weinkauf vor einem der wenigen erhaltenen Werke des Aachener Wandmalers in der Aachener Innenstadt. Den beiden verdankt die Nachwelt eine umfangreiche Dokumentation der oft von Behörden-Mitarbeitern mutwillig zerstörten Werke.

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Sturm über Aachen

Styroporblöcke sind federleicht und eine fette Beute für jeden Sturm.

Letzte Nacht ist der erste Herbststurm über Aachen hinweggefegt und hat an allem gerüttelt, was nicht fest angebunden war. Türen flogen zu und Fenster kippten plötzlich auf und wieder zu. Mit den Styroporblöcken der Großbaustelle in Forst hatte der Wind leichtes Spiel: Er fegte alles auf die gegenüberliegende Straßenseite. Beschädigt wurde – nach erstem Draufschauen – nichts und niemand. Die Feuerwehr rast indessen mit tatütata die Trierer Straße hoch.

Wer Gedichte mag, der denkt jetzt an Rilke „Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß….“ oder so. Hier nachzulesen.

Unterdessen schreibt Herr Schulz der Frau Merkel einen Brief, wie komisch, man fühlt sich 25 Jahre zurückversetzt, als es noch keine Mails gab. Die SPD wird bei der Wahl am 24. 09. wohl nicht mal auf 20 Prozent kommen.

Dort sind einige kluge Ex-Piraten eingetreten, und ich wundere mich, dass sie im Wahlkampf bei der SPD nicht in die 1. Reihe gestellt wurden. In Aachen konnte Pirat Matthias Achilles bei einer Diskussion in der Citykirche sich gegen die anderen Bundestagskandidaten gut behaupten. Läuft.

Update: Vorsicht in der Nähe von BÄUMEN

Wegen des aktuell starken Windes bittet die Abteilung Baumpflege des Aachener Stadtbetriebs um besondere Vorsicht in der Nähe von Bäumen und in Waldbereichen. Der Aachener Stadtbetrieb hatte am Mittwoch (13.09.) schon viele Einsätze und musste große Mengen von Ästen und Zweigen von Straßen und Wegen räumen. Obwohl der Wind aktuell gar nicht so stark ist, führt die Kombination von Wind mit dem durch die starken Regenfälle aufgeweichten Boden und die noch voll belaubten Bäume dazu, dass vermehrt Äste herab fallen und unter Umständen Menschen oder Gegenstände treffen und verletzen bzw. beschädigen. Das teilt das Presseamt der Stadt mit.

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Großes Interesse an bisher wenig bekanntem Kirchengebäude

Die Fotos zeigen das Innere der Kirche St. Bonifatius in der Mataréstraße in Aachen. Architekt: Professor Rudolf Schwarz, Fenster: Maria Katzgrau.

Die Kirche steht seit 2015 unter Denkmalschutz. Sie war zum „Tag des Denkmals“ geöffnet, es gab an zwei Tagen drei gut besuchte, sachkundige Führungen mit Monika Krücken von der Stadt Aachen.

Von außen sieht die Kirche geradezu unscheinbar und eher klein aus. Sie steht versteckt hinter Bäumen. Es gibt im Viertel lebende Menschen, die bis zum „Tag des Denkmals“ nicht wussten, was sich da in ihrer Nachbarschaft für ein außergewöhnliches Bauwerk befindet.  Und: In der Kirche gibt es Bilder, die gar nicht zu dem Gebäude passen. Darüber muss man meiner Meinung nach hinwegsehen. Die Gottesdienstbesucher und der Pfarrer sind schließlich keine Kenner  moderner Kunst.

Pfarrer in der Kirche ist seit gut 50 Jahren ein jetzt über 90 Jahre alter Geistlicher. Er ist zwar noch sehr fit und kann lebendig davon erzählen, wie das war, als die Kirche in den 50er Jahren errichtet wurde, wie es nach der Fertigstellung reinregnete usw, aber er sagt selbst: „Wenn ich mal nicht mehr bin, dann wird es hier keine Gottesdienste mehr geben.“

Verwundert und erfreut registrierte er das große Interesse an „seiner“ Kirche. Was also wird aus dem Bauwerk? Wer wird es einmal kaufen, wer wird es nutzen?

Alle Fotos: Henning Brinkmann

Zum Weiterlesen: http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/kirche-st-bonifatius-ein-lichtberg-im-schattendasein-1.1711828

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Komm zum Nachbarschaftsfest! Schau dir mal St. Bonifatius an!

In der Mataréstraße zu besichtigen: eine Montessori-Schule, ein spektakuläres Kirchengebäude, eine zauberhafte Wohnanlage und ein innovatives Wohnprojekt. Wann? Am kommenden Wochenende. Save the date.

Die Mataréstraße feiert am kommenden Wochenende ein Nachbarschaftsfest. Vermutlich ist es das erste Nachbarschaftsfest überhaupt – in der Geschichte der Straße.

Interessant ist für Menschen, die außerhalb wohnen: Am kommenden Wochenende ist zusätzlich der Innenraum der Kirche St. Bonifatius  zu besichtigen. Diese Kirche wurde von dem weltberühmten 50er-Jahre-Architekten Rudolf Schwarz entworfen und errichtet. Sie ist tatsächlich sehenswert (wenn man – wie ich – der Architektur der 50er Jahre etwas abgewinnen kann).

Am Samstag und Sonntag, 9. und 10. September, ist wieder „Tag des offenen Denkmals“. Das Motto dieses Tages lautet eigentlich „Macht und

37 Denkmale sind in einem dicken Heft erwähnt. Die Bauten und Orte können am kommenden Wochenende besichtigt werden. Das Heft gibt es im Büro im Elisenbrunnen.

Pracht“. Das kann natürlich niemals das Motto einer 50er-Jahre-Kirche sein, denn von den widerlichen architektonischen Macht-Protzereien der Nazizeit wollte man sich unbedingt unterscheiden. Leichtigkeit und Transparenz sollte ein Gebäude ausstrahlen, und das ist den damaligen Architekten oft gelungen, so auch in der Mataréstraße. Freiwillig habe sogar ich mehrere Gottesdienste in St. Bonifatius und nichtssagende Predigten über mich ergehen lassen, nur um in dem lichtdurchfluteten Raum zu stehen und infolge intensiver, schöner Lichteinwirkung eine Art Glücksgefühl zu erleben. Ja, klingt albern, ist aber wahr.

Die sympathische Monika Krücken, in der Stadtverwaltung für die Denkmäler zuständig, wird uns höchstselbst durch St. Bonifatius führen. Am Samstag um 16 Uhr und am Sonntag um 13 und um 16 Uhr. (Die Kirche ist übrigens auch gut geeignet als Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst. Falls Professor Dr. Wolfgang Becker oder Karl von Monschau ausgelastet sind, schwinge ich mich am Ende noch selbst auf und werde Ausstellungsmacherin.)

Scherz beiseite, das Nachbarschaftsfest will noch angekündigt werden: Es findet statt am Samstag von 14 bis 18 Uhr. Die ganze Straße macht mit.

Bezirksbürgermeisterin Marianne Conrad  (CDU) eröffnet es auf dem Platz vor der Kirche, wo gleich nach der Eröffnung erst mal interkulturell und inklusiv zusammen gesungen wird (Mitsingen-Aktion). Es gibt allerlei Spiele und Infos,  und um 17 Uhr singen wieder alle zusammen. Gleichzeitig gibt es ein kleines Programm auf dem Schulgelände der Montessori-Grundschule und einen Nachbarschaftsverzäll mit den Bewohnern vom Wohnprojekt LebensWeGe, Mataréstraße 14.

So ein Wohnprojekt ist eine gute Sache für alle, die nicht allein leben wollen, sondern gern von morgens früh bis abends spät Menschen um sich haben. Es muss nämlich nicht die eigene Familie sein, mit der man seine verbliebene Lebenszeit verbringt. Manchmal ist es mit anderen Leuten besser.

Es gibt ein Parkhaus. Bitte am Samstag nicht mit dem Auto in die Mataréstraße fahren, danke.

Krasse Straße in Forst.

Es wird übrigens eine Fahrradtour zu den Denkmälern angeboten. Motto: „Vergangene Macht und Pracht im Aachener Stadtbild“. Hier klicken

Und wo wir schon mal in Forst/Rothe Erde sind: Hier eine Ansicht der neuen Aachener Wohngebäude-Anlage „Guter Freund“ (Innenhof):

Und von außen auf den Teil, vor dem (links hoch) noch eine neue Straße gebaut wird:

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Die Zweitstimme ist die wichtigere Stimme

Briefwahlzettel für Wahlkreis 87 Aachen 1. Falls ihr noch keine Wahlbenachrichtigung bekommen habt, meldet euch im Wahlamt, Telefon: 432/1609 in Aachen. Per Mail ist das Amt unter wahlen@mail.aachen.de erreichbar.

Zum Sonntag ein paar Infos an die geneigte Leserschaft: Ihr müsstet mittlerweile alle eure Wahlbenachrichtigung bekommen haben (außer diejenigen, die im Ausland wohnen). Die Wahlbenachrichtigung und den Personalausweis (oder den Reisepass) müsst ihr am 24. September mit ins Wahllokal bringen.

Zum Wählen müsst ihr mindestens 18 sein, seit mindestens 3 Monaten in D

Der Kaiserplatz entwickelt sich zu einem Blumengarten. Wahnsinn.

wohnen und am Stichtag 13. August in Aachen mit Hauptwohnung gemeldet sein. Die Adresse von eurem Wahllokal steht auf der Wahlbenachrichtigung.

Weiter teilt die Stadtverwaltung mit: „Wer am Wahltag nicht ins Wahllokal gehen kann, hat die Möglichkeit, durch Briefwahl zu wählen. Ein Antragsvordruck befindet sich auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung.

Außerdem kann die Briefwahl bei FB 01/Wahlen oder in einem der Bezirksämter persönlich oder schriftlich beantragt werden. Die Schriftform gilt auch durch Fax oder E-Mail als gewahrt. Zusätzlich können die Unterlagen ab Dienstag, 22. August, auch online angefordert werden.

Der Bereich Wahlen ist im Verwaltungsgebäude Blücherplatz Bereich Wahlen, Blücherplatz 43, 1. Etage, untergebracht. Dort sowie in den Verwaltungsstellen

Die neue Wohnanlage in Rothe Erde wird immer schöner. Hunderte Menschen müssen Wohnungen bekommen. Das ist keine leichte Aufgabe, aber es ist zu schaffen.

der Bezirksämter sind ab sofort Briefwahlstellen eingerichtet; dort kann die Briefwahl auch direkt vor Ort durchgeführt werden.“

Jede/r  hat zwei Stimmen: Mit der Erststimme wird über das Direktmandat des Wahlkreises entschieden. Acht Direktkandidatinnen und -kandidaten stellen sich in Aachen zur Wahl. Mit der Zweitstimme wird die Landesliste einer Partei gewählt. Die Zweitstimme ist die wichtigere Stimme.

Insgesamt sind in Aachen rund 177 000 Menschen wahlberechtigt. Mehr Infos unter www.aachen.de/wahlen

Ansonsten sieht man sich vielleicht heute beim Fest im Frankenberger Viertel. Schon gestern war es dort auf dem Mittelstreifen der Oppenhoffallee sehr gemütlich (s. unten). Es gab prima Musik (Name der Band leider entfallen). Heute findet dort ein Flohmarkt statt. (Foto: Henning Brinkmann)

Ach so, Name der Band wieder eingefallen. Deshalb hier noch ein Musiktipp: https://www.youtube.com/watch?v=08Sqp1jsrBQ

 

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Holzgraben: Esprit ist raus, e.Go will rein

Sinnvolle – aber offensichtlich nur kurzfristige – Nutzung eines leerstehenden Gebäudes am Holzgraben in Aachen.

Neues tut sich am Holzgraben, wo die Filiale eines internationalen Modekonzerns (Esprit, Sitz in Pembroke, Bermuda) erwartungsgemäß gescheitert ist und Räume frei geworden sind.

Ein Design Café wird dort demnächst eröffnet, wie selbst im schnellen Vorbeigehen nicht zu übersehen ist, und das an der RWTH Aachen entwickelte Wägelchen namens e.Go soll man wohl dort besichtigen können. Dass da erst das Kino platt gemacht wurde und dann diese Modekette eingezogen ist, muss man bedauern. Dass aber in leerstehende Räume kurzfristig andere einziehen und einen Pop-up-Verkauf starten können, das ist eine gute Sache. (Was das Kino betrifft, so lest bitte unbedingt diesen interessanten, kurzweiligen Text zum Thema: Logenplatz beim Kinosterben )

Auch in der Kleinmarschierstraße (Räume: ehemals Brot-Schneider) ist ein Pop-up-Café mit Verkauf von 50er-Jahre Klamotten und Möbeln eingezogen. „Gute Geschäfte“ wünsche ich allen, die etwas derartiges versuchen. Der Neue Aachener Kunstverein (NAK) hat übrigens vor vielen Jahren genau so angefangen, dass nämlich Karl von Monschau einen leerstehenden Laden im CityCenter (Franzstraße) ständig aufs Neue mit guter Kunst gefüllt hat und schließlich zu seiner Unterstützung ein Verein gegründet wurde, eben der Neue Aachener Kunstverein.

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Da einige Blogger jetzt nostalgisch geworden sind, hier der passende Musiktipp. https://youtu.be/RveIJFR7LV4

„Leni liebt Kaffee“, das ist ein Café in Burtscheid. Am Holzgraben soll es ab 16. September zu dem Burtscheider Café noch ein e.Go Design Café geben. Alles etwas kompliziert.

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Die Vorverteilung der Jodtabletten beginnt am 1. September

In der Region Aachen beginnt ab 1. September die so genannte Vorverteilung von Kaliumiodidtabletten, kurz „Jodtabletten“ genannt. Das teilt das Presseamt der Stadt Aachen mit.

Und weiter: „Damit erhalten die Menschen in Stadt und StädteRegion Aachen und in den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg, die jünger als 45 Jahre sind sowie Schwangere und Stillende unabhängig von ihrem Alter die Möglichkeit, sich kostenfrei mit Jodtabletten zu versorgen. Über ein Onlineportal kann der jeweilige Haushaltsvorstand einen Bezugsschein für Jodtabletten beantragen und in der teilnehmenden Apotheke der Wahl einlösen.“

Die Apotheken geben dann die entsprechenden Tablettenblister sowie einen Informationsflyer und einen Beipackzettel an die Bezugsberechtigten aus. Die Aktion läuft insgesamt drei Monate, also bis zum 30. November. Anträge auf Bezugsscheine können allerdings nur bis zum 15. November gestellt werden.

Weitere Infos hier auf der Seite der Stadt Aachen. Bitte informiert euch.

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Nichts wie hin: Open-air-Kino im ALRV-Stadion

Am Ende zeigte das Handy 14 Grad für Aachen an. Das war schon ziemlich kalt und nur auszuhalten, weil ich mir eine dicke Decke um den Leib wickeln konnte. Die Kälte und die vielen Nebengeräusche (unter anderem knallte uns während der Aufführung das Bend-Abschluss-Feuerwerk um die Ohren) halten Frischluft-Fanatiker gern aus – beim Open-air-Kino im Dressurstadion des ALRV, das noch bis zum 27. August läuft und vom Rotary Club Aachen Nordkreis veranstaltet wird.

Knapp 500 werden es gewesen sein, die sich gestern Abend „Mein Blind Date mit dem Leben“ ansahen, die rührende und Mut machende Geschichte eines stark sehbehinderten jungen Mannes, der gegen viele Widerstände seinen Berufswunsch realisiert. Da konnte man sich identifizieren, weil jemand trotz aller Handicaps und gegen alle verbreiteten Meinungen der Überzeugung ist: Was ich möchte, wie ich arbeiten und leben will, das ist zu schaffen. Und man geht mit einem Hochgefühl nach Hause, weil der Junge es tatsächlich schafft und ist neu motiviert.

Der Film passte zum Veranstalter, der Erlös kommt nach Abzug der Kosten sozialen Projekten im Raum Aachen zugute. Das Publikum war meiner Einschätzung nach nicht das typische Aachener Kinopublikum. Das Publikum ging sozusagen mehr mit als in einem Kino. Man staunte, lachte, empörte sich oder schwieg betroffen – alles analog zur Filmhandlung. Das war auch mal lustig zu erleben.

Zum Ablauf: Wir fuhren mit dem Pkw bis zum Parkplatz vor die Eissporthalle, starten dann einen kleinen Fußmarsch via Station-Haupteingang (hier kann man Kinokarten kaufen, 12 Euro) bis zum Dressurstadion. Auf der neuen Tribüne gibt es auch noch um 20.30 Uhr gute Plätze. Beginn ist, wenn es dunkel genug ist, also derzeit wenige Minuten nach 21 Uhr. Man kann sich Popcorn kaufen und Getränke. Getränke darf man aber auch mitbringen.

Wichtig natürlich: Warme Kleidung und am besten eine Decke, die einen von den Füßen bis zu den Schultern wärmt. Schließlich gibt es währende der Aufführung eine Art Temperatursturz um fast 8 Grad. Empfindliche Leute haben da so ihre Probleme. Andere kommen im T-Shirt, ziehen vor der Vorstellung ihre dicke Jacke an und fertig. Wahnsinn.

Einlass ist ab 19.30 Uhr, aber so früh braucht man nicht zu kommen. Tickets gibt es im Vorverkauf an der Kasse vom Cineplex Aachen oder vor Ort, Sitzplätze sind frei wählbar, eine Platzreservierung ist nicht möglich. Alle Sitzplätze sind überdacht.

Die Bildwand ist 240 Quadratmeter groß (20 X 12 m), sehr eindrucksvoll, sie steht ziemlich frei da, wo die Dressurreiter normalerweise auftreten. Sie ist über 30 Meter von der ersten Reihe der Zuschauer entfernt. Es ist wirklich ein komfortables Zuschauen möglich.

Heute (22. August) wird der Film „Hidden Figures“ (Unbekannte Heldinnen, USA 2016) gezeigt. Wieder ein Film von Menschen, die es schrecklich schwer haben, ihre speziellen Fähigkeiten in der Gesellschaft zu realisieren.

Auf der neuen Tribüne des Dressurstadions (offiziell: Deutsche Bank Stadion) ist jede Menge Platz für Massen von Zuschauern.

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Die etwas andere Wahlwerbung

Zwei wollen in den Bundestag: Matthias Achilles und Maximilian Möhring (v.l.).

Heute, Sonntag, haben die Piraten ihre Wahlplakate aufgestellt. Von diesem Blog aus wird ihnen viel Erfolg gewünscht. Sie haben ein prima Programm, die beiden haben zukunftsfähige Ideen für das Land, und sie sind persönlich einfach „zwei gute Jungs“.

Und hier die, die ihr ja doch wieder wählt, künstlich schön und faltenfrei durch Adobe Photoshop. Ulla und Trulla mit Kindchen (v.l.), denen bestimmt nichts einfällt, wenn es um die digitale Revolution geht:

 

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