Baut Reich für Reich bald die Luisenhöfe?

In Aachen wird gebaut wie nie zuvor. Jedenfalls habe ich einen derartigen Bauboom noch nie erlebt. Aber werden auch die richtigen Wohnungen gebaut? Bei einer Wohnanlage, die jetzt erst geplant wird, ist noch alles offen. Da könnte die Politik noch Einfluss nehmen. Gemeint sind: die Luisenhöfe.

„Nachverdichtung“ ist das Wort der Stunde. Investoren finden immer mehr Freiflächen und Brachen, verwilderte Wiesen und großzügig angelegte Hinterhöfe (z. B. Franzstraße, An den Frauenbrüdern, Beverstraße usw), die als Baufläche ins Gespräch kommen. Dabei wird auch oft sehr dicht gebaut, „Nachverdichtung“ ist wirklich wörtlich zu verstehen.

Beim Nachverdichten ist zu beobachten, dass im Grunde gilt: „Reich baut für Reich“. Wohnungen in jetzt erst halbfertigen Wohnanlagen werden im Internet zum Verkauf angeboten, die Preise sind einsehbar, sie sind gesalzen. Das kann sich Otto Normalverdiener gar nicht leisten.

Heute geht es mir um den Blockinnenbereich Boxgraben / Südstraße / Reumontstraße / Mariabrunnstraße. Zwei Investoren haben das Areal gekauft und Bebauungspläne vorgelegt. Erster Eindruck: alles sehr dicht zugebaut (es gibt aber mehrere Varianten). Und – wie erwähnt – es ist noch nichts in trockenen Tüchern. Ganz wichtig: Die Anwohner wollen gern ein Wörtchen mitreden! Einer von ihnen ist vom Fach und hat sich an www.unserac.de gewandt. Er sollte größtmögliche Beachtung finden.

Der Anwohner schreibt: „Insgesamt ist ein Zubau von schätzungsweise 15 000 m² Wohn- und Nutzfläche geplant. Dies bedeutet, dass mit Verkehrsflächen, technischen Flächen und Konstruktionsflächen bei einer optimalen Ausführung Flächen von ca. 27 000 m² entstehen werden. Dies ist die Fläche von ca. 3 Fußballfeldern, wenn auch gestapelt.“

Und weiter heiß es in dem Text: Für jede Wohnung müsse ein Stellplatz nachgewiesen werden. Der Anwohner schließt, dass über einen Zubau von 120 bis 130 Stellplätzen nachgedacht werde. Und von der Bebauung des ehemaligen Fabrikgeländes bleibe fast nicht mehr übrig. „Sogar der Uhrenturm soll abgerissen werden.“

Alles liest sich ziemlich dramatisch, wobei man natürlich auch die Investoren befragen muss und wobei außerdem klar ist, dass der Investor auf seinen Schnitt kommen muss. Niemand will generell die Bebauung verhindern. Aber ob wirklich alle Gebäude 5- bis 6-geschossig ausgeführt werden sollten, wage ich doch zu bezweifeln.

Wo sich einmal die Luisenhöfe befinden sollen, gibt es natürlich jetzt noch richtig viel Grün (einzigartig in Aachen) und einen wunderbaren alten Baumbestand. Verdichtung der Innenstädte ist gut und schön, schließlich soll Aachen an den Rändern nicht unendlich ausfransen, z. B. in Richtung Eifel. Verdichtung um jeden Preis ist jedoch abzulehnen, Flächen für Mensch und Tier müssen innerhalb der Stadt freigehalten werden. Grüne Dächer sind kein adäquater Ersatz.

Ein Kindergarten ist geplant. Braucht das Viertel einen Kindergarten? Es gibt Zweifel. Zudem – so lässt der Name Luisenhöfe vermuten – werden die zukünftigen Bewohner sicher nicht die Menschen sein, die dringend Wohnraum benötigen. Investoren machen ihre Berechnungen, bevor sie investieren, klar. Aber gibt es in Aachen wirklich so viele Leute, die 1400 Euro Miete oder 400.000 Euro für eine Wohnung hinlegen können? Oder sollen die noch kommen?

Wer Bebauungspläne aufstellt, darf nicht kurz- und mittelfristige denken. Bauen ist eine langfristige Sache. Die Anwohner müssten sich dringend treffen und absprechen, die Stadtverwaltung müsste sie beraten und die Politik sollte nicht nur jubeln, wenn wieder ein Investor um die Ecke kommt und Wohnungen schaffen will. Die Politik sollte Vorgaben machen und bestimmen, was wo gebaut wird und was nicht.

Zum Weiterlesen hier alles sehr schön geschildert: http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/neues-wohnquartier-planer-nehmen-innenbloecke-ins-visier-1.1522584

Hier sieht man nach einigem Suchen das Gelände http://www.landmarke-magazin.de/fileadmin/Ausgaben-Landmarke-Magazin/16/160921-Landmarke%2016-RZ.pdf

Fotos vom Gelände werde ich noch machen und dann berichten, wie sich die Angelegenheit entwickelt.

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Mehr Sicherheit für Radfahrer

In der jüngsten Sitzung des Mobilitätsausschusses wurde ein Antrag der Piraten behandelt und abgelehnt. Dies veranlasst Matthias Achilles, verkehrspolitischer Sprecher der Piratenfraktion Aachen, zu folgender Stellungnahme:

 

Radfahrer in Aachen werden im Stich gelassen

In der Sitzung des Mobilitätsausschusses wurden unser Antrag zur Überwachung von Fahrradverkehrsanlagen durch das Ordnungsamt und ein ähnlicher Antrag der Grünen beraten.
Das Problem, das wir angehen wollten, ist hinlänglich bekannt, die Fahrradschutzstreifen und Busspuren werden regelmäßig zugeparkt.
Und das Problem wird unverändert auch nach der  Sitzung so bestehen.

Der Vorschlag der Verwaltung zu diesem Thema war dermaßen schlecht, dass schon im Vorfeld der Sitzung einige Zeitungsartikel und Pressemitteilungen dazu veröffentlicht wurden, die sich über das Sammelsurium an merkwürdigsten Begründungen belustigten.
Aus diesem Grund hatte ich zur Sitzung einen geänderten Beschlussvorschlag eingebracht.

Ziel meines Änderungsantrag war es dafür zu sorgen, dass die Stadt sich dazu bekennt, dass unsere Straßen sicher sein sollen auch und gerade für Fahrradfahrer.
Sogar der Fachbereichsleiter des Ordnungsamtes, Herr Fröhlke, bat die Politik

Matthias Achilles, verkehrspolitischer Sprecher der Piratenfraktion Aachen.

implizit um eine deutliche Beauftragung. Bei der Überwachung der Radverkehrsanlagen sei „noch deutlich Luft nach oben“.
Doch die Große Koalition hatte schlicht keine Lust sich um das Thema zu kümmern.
Der Beschlussvorschlag von CDU und SPD beinhaltet lediglich die Möglichkeit, dass Mitarbeiter des Ordnungsamtes ein „Dienst-Pedelc“ nutzen und kein Wort zu einer wirkungsvolleren Kontrolle durch Fahrradstreifen.

Statt ein Zeichen zu setzen für einen sicheren Radverkehr in Aachen wurde auf Drängen von CDU und SPD nur vertagt und nichts getan.
Nicht einmal mein Antrag, die Stadt möge sich mit den Paketdienstleistern wegen des Freihaltens der Fahrradstreifen auseinandersetzen, wurde angenommen.

Meiner Meinung nach hätte es dringend eines Zeichens aus der Politik bedurft, um zu zeigen, dass die Stadt zu ihren Fahrradfahrern steht und nicht vor Falschparkern kapituliert.
Eine Mehrheit habe ich dafür nicht finden können.

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Forderung: Wer die Scheiße verursacht, sollte auch an deren Beseitigung beteiligt werden

Ach, wäre doch nicht so viel Stickstoffdioxid in der Luft von Aachens Innenstadt! Dann ginge es uns allen gesundheitlich besser, die Lungen würden geschont, die Stadtverwaltung könnte sich anderen Aufgaben zuwenden als nur immer mehr in eine Luftreinhaltung zu investieren, deren Erfolge durch immer mehr Pkw-Verkehr aufgefressen werden.

Dieser Tage gab es im Bürgerforum einen interessanten Vortrag. Da konnte man erfahren, dass (mit Fertigstellung des Aquis Plaza) der Feinstaub in der Aachener Innenstadt auf ein erträgliches Maß reduziert wurde. Aber das Stickstoffdioxid! Das befindet sich in der Luft, ohne dass wir es merken, und richtet in den Lungen schweren Schaden an.

Die Stadt Aachen arbeitet (wie viele andere deutsche Städte auch) gegen Windmühlen. Sie wird sogar reihenweise Elektrobusse anschaffen, das Stück zu 500.000 Euro, sie wird es aber nicht schaffen, die Abgas-Grenzwerte einzuhalten. Die Stadtverwaltung blickt mit Grausen in eine nahe Zukunft, in der man entweder Dieselfahrzeuge verbieten, oder für die Stadt eine Maut erhoben werden muss oder nur Pkw mal mit geraden, mal mit ungeraden Zahlen auf den Autokennzeichen in die Stadt dürfen. Hinter den Kulissen werden Szenerien angedacht, die einem die Haare zu Berge stehen lassen.

Die Luft wird immer schlechter, weil Aachen prosperiert. Der Individualverkehr wächst, die Zahl der Arbeitsplätze in Stadt und Region wächst, es kommen jedes Jahr mehr Touristen, es wird gebaut und Grünflächen verschwinden. Gleichzeitig verarschen uns die Autobauer: Der tatsächliche Benzinverbrauch ist nach wie vor hoch und weit davon entfernt, die von der EU vorgeschriebenen Ziele zu erreichen. Die Autos produzieren weit mehr Abgase als die Normen der EU erlauben. Das kann nicht gut gehen.

Ein Kampf gegen Windmühlen ist es auch, weil Diesel immer noch niedrig besteuert ist, weil am Dienstwagenprivileg festgehalten wird und die Förderung der Elektromobilität nicht zündet.

Aachen kann sich anstrengen, wie es will, die Automobilindustrie arbeitet gegen uns alle und trägt deshalb eine Mitverantwortung an der ganzen Misere. Aachen und die anderen Städte, so hieß es im Bürgerforum, „sollten das Verursacherprinzip einfordern“. Kurz: Wer die Scheiße verursacht, sollte auch an deren Beseitigung beteiligt werden.

Schließlich wurde im Bürgerforum ein „Aachener Appell“ vorgestellt, den die Grünen nach Berlin zur Bundesregierung schicken wollen (die CDU war  dagegen). In dem Appell werden „erhebliche Sanktionen“ gefordert für die, die mit andauernder Rücksichtslosigkeit (und aus purer Geldgier) Autos produzieren, die die Grenzwerte krass übersteigen.

Aus dem Aachener Appell (mit kleinen Veränderungen wegen holpriger Formulierungen):

Der Rat der Stadt Aachen wendet sich mit dem dringenden Appell an die Bundesregierung.
Diese soll die Städte in ihrem Bemühen, hohe Umweltstandards, eine stadtkonforme Mobilität und den Gesundheitsschutz der Bevölkerung nachhaltig sicherzustellen, durch verbesserte Rahmenbedingungen stärker unterstützen.
Sie soll den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs und den Ausbau der Elektromobilität deutlich stärker fördern und die Emittenten von Luftschadstoffen, die die jeweils vorgegebenen Grenzwerte deutlich übersteigen, mit erheblichen Sanktionen belegen.

Einstimmig beschlossen wurde schließlich, den Appell an den Mobilitätsausschuss zu verweisen. Von dort soll er in den Rat, dort diskutiert werden und dann nach Berlin geschickt werden.  Auf dass eine gewisse ehemalige Umweltministerin (CDU) endlich mal aktiv wird.

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Neue Wohnungen, alte Wohnungen

Lauter neue Wohnungen habe ich zum wiederholten Male in der Beverstraße in Aachen fotografiert. Die Straße befindet sich zwischen Oppenhoffallee und Adalbertsteinweg. Soweit ich sehe, wird das neue Wohnquartier „Guter Freund“ in Nähe der Aachen Arkaden, jenseits des Adalbertsteinwegs, doch sehr viel anders aussehen.

Das sieht in der Beverstraße tatsächlich so aus. An dem Bild wurde nichts verändert. Die Wohnungen sind nahezu bezugsfertig. Schön, nee?

Ziemlich große Terrassen, von der Beverstraße aus gesehen, da, wo sich einmal das Finanzamt Aachen-Land befand.

Und jetzt ein Blick nach Gegenüber, ebenfalls Beverstraße. Da sind alte Häuser zu sehen. Die sind bei weitem nicht so hoch und  auch sonst ganz anders als die Neuen.

 

Das sind die Häuser, wie sie typisch sind für das Frankenberger Viertel. Für ihren Erhalt wurde in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts gekämpft, sie sollten eigentlich der Abrissbirne zum Opfer fallen.

 

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Aachener Maler der Avantgarde: Hanns Pastor, vor 100 Jahre geboren

Zum 100. Geburtstag: Ausstellung mit Werken von Hanns Pastor.

Genau heute vor 100 Jahren wurde einer der großen Aachener Künstler geboren: Hanns Pastor. Er kam am 21. März 1917 in Jülich zur Welt und starb am 19. November 2009 in Aachen. In den „Aachen Arkaden“ im 1. Stock würdigt eine Ausstellung diesen Künstler.

Manchmal erzählte Peter Lacroix zu seinen Lebzeiten davon, wie er 1965 im damals noch kunstfeindlichen Aachen mit Hanns Pastor, Fritz Martin und Jupp Kuckartz die „Gruppe 65“ gegründet hatte. Es gab Jahresausstellungen dieser Gruppe im Suermondt-Ludwig-Museum, und man exponierte sich mit moderner Malerei. 2006 würdigte das Suermondt-Ludwig-Museum Hanns Pastor als einen Pionier der deutschen Malerei nach dem 2. Weltkrieg.

Pastor gehört zu den Malern der informellen Malerei. Der Begriff Informel bezeichnet keinen einheitlichen Stil, „sondern charakterisiert eine künstlerische Haltung, die das klassische Form- und Kompositionsprinzip ebenso ablehnt wie die geometrische Abstraktion“ (s. wikipedia).

Hanns Pastor lebte und arbeitete einige Jahre in Paris, aber hauptsächlich in Aachen. Lange Jahre war er als Kunsterzieher tätig. Die aktuelle Ausstellung in den Arkaden ist noch bis zum 22. April zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, 13 bis 19 Uhr. s. http://www.kulturwerk-aachen.de

Man kann froh sein, dass in Aachen wenigstens das Kulturwerk den 100. Geburtstag dieses wichtigen Malers der Avantgarde nicht vergessen hat. Zu sehen sind Malerei, Grafik, Skulptur und Objekte. Die Ausstellung ist dicht gehängt.

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Ein Antrag von der Opposition? – CDU/SPD dazu: „Abgelehnt“

Die lokale Politik geht erst am kommenden Mittwoch, 22. März, wieder los. Da treffen sich alle Ratsmitglieder im großen Sitzungssaal des Rathauses (ab 17 Uhr, ist öffentlich) und behandeln drei Themen von maximaler Brisanz, wie ich finde.

Zunächst geht es um die Vorverteilung von Jodtabletten an die Aachener Bevölkerung und um die Verteilung im „Ereignisfall“, der der Rat entweder zustimmen oder sie ablehnen kann. Es wurde ein Konzept zur Vorverteilung erstellt, das ihr hier einsehen könnt. Durch die Vorverteilung wird eine generelle Verteilung im Ereignisfall nicht ersetzt.

Zur Vorverteilung: Man muss (elektronisch) einen Bezugsschein beantragen und kann mit diesem in der Hand in einer Apotheke das Jod bekommen. Die Vorverteilung wird einmalig in einem Zeitraum von 3 Monaten im Stadtgebiet Aachen bzw. der gesamten Region Aachen durchgeführt.

Die Verwaltung äußert sich auch zum „Konzept zur Information der

Das ist die oströmische Kaiserin Theodora wie sie in einem Gebäude in Ravenna abgebildet ist. Die Dame muss sehr wohlhabend gewesen sein, sie trägt viel Schmuck. Sie war zunächst Schauspielerin, setzte sich gegen Mädchenhandel ein und soll hier nur den Text auflockern.

Bevölkerung“. Unter anderem wird eine Informationsbroschüre am Donnerstag, 23. März, im Rahmen der Euregio Wirtschaftsschau veröffentlicht und vorgestellt. Darin geht es um die Vorverteilung.

100.000 Euro sollen die Kosten für das Drumherum (onlinebasiertes Verfahren, Aufwandsentschädigung der Apotheken, Belieferung der Apotheken durch ein Pharma-Großhandelsunternehmen, Druck der Infobroschüren, Infoflyer, Bezugsscheinanträge, Informationsblätter usw.), decken und sind im Aachener Haushalt für 2017 eingeplant. Die Kosten für das Jod übernimmt das Land NRW.

Wer bekommt Jod? Es befinden sich im Stadtgebiet Aachen rund 110.000 Haushalte des bezugsberechtigten Personenkreises der 0-45-Jährigen, so steht es in der Vorlage.

Wichtig, bitte informiert euch selbst: http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=16439  Ich habe in Sachen Katastrophenschutz wenig bis keine Ahnung.

Es müssen hier offensichtlich vier Sachen organisiert werden: 1. die Vorverteilung von Jod, 2. die Verteilung im Ereignisfall (über die Wahllokale?), 3. die Information der Bevölkerung über die Vorverteilung und 4. die Information über das, was im Ereignisfall (wenn Strahlung austritt) passiert.

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Das nächste Thema für den Stadtrat ist die therapeutische Versorgung der Kindergartenkinder, bei denen irgendwelche Defizite in der Entwicklung festgestellt werden. Es geht um die Zukunft der therapeutischen Versorgung (in Kitas der Stadt Aachen). Kurz gesagt muss die Finanzierung neu organisiert werden, nachdem der Landschaftsverband (LVR) nicht mehr zahlt (war vom LVR freiwillig, wurde lange im Voraus angekündigt, gleichwohl zeigt sich die Stadt kaum vorbereitet).

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Damit nicht genug, muss der Rat auch noch über verkaufsoffene Sonntage diskutieren (Vorlage unter anderem: hier). Dieses Thema hat insofern einen Pferdefuss, als sich für beide Seiten (sonntags offen und geschlossen) sehr gute Argumente finden lassen. Ich

Treffen sich bis zur Bundestagswahl im September jeden Sonntag um 14 Uhr auf dem Katschhof: Menschen, die es bedauern würden, wenn Europa in seine Einzelteile zerfällt.

persönlich habe dem Austausch dieser Argumente schon so oft beigewohnt (Stichwort: Verschwendung von Lebenszeit), dass es mir mittlerweile egal ist, ob sonntags offen ist oder nicht. Soooo wichtig ist die Sache nun auch wieder nicht, es nervt.

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Ab 17 Uhr (Do., 23. März) tagt in der Volkshochschule (VHS) in der Peterstraße der Betriebsausschuss Theater und VHS. Er bespricht unter anderem die bisherigen Entwicklungen aus den Projekten der VHS zur Stärkung der Demokratie. Es gibt nichts Schriftliches, nur einen mündlichen Bericht. Mal hören, ob der Ausschuss schon von „Pulse of Europe“ (Foto) gehört hat und eventuell daran denkt, diese Bewegung in Aachen zu unterstützen.

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Die Sitzungswoche beendet am Donnerstag der Mobilitätsausschuss ab 17 Uhr (Sitzungssaal 170, Verwaltungsgebäudes Marschierter, Lagerhausstraße). Unter anderem beraten die Politiker*innen über die Einrichtung eines Zebrastreifens in der Neustraße/Ecke Krugenofen und über einen Antrag der Piratenfraktion/Grüne: die Anschaffung von E-Bikes für das Ordnungsamt. Hier bitte lesen, die Antwort der Verwaltung auf den Antrag ist lustig.

Der Antrag ist gut, er wird wohl von der CDU/SPD-Mehrheit abgelehnt, allein schon, weil er von der Opposition kommt.

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Die Fetzen fliegen auch auf lokaler Ebene

Die Fetzen fliegen auf Europa-Ebene, die Europapolitik samt Türkei und US-Präsident Trump halten uns in Atem. Gleichwohl wird auf der lokalen Ebene ebenfalls weiter diskutiert und entschieden. Es hagelt Termine.

Viel zu lange haben wir einfachen Bürgerinnen und Bürger uns zurückgehalten, als es um die Europäische Union ging. Schon vor der Brexit-Entscheidung in England hätten wir demonstrieren müssen unter dem Motto „Bleibt bei uns“, wie es jetzt endlich geschieht mit Blick auf die Niederlande (Wahl am kommenden Mittwoch). Die neue Bewegung „Pulse of Europe“ gibt zu Hoffnungen Anlass. Man trifft sich bis zur Bundestagswahl im September jeden Sonntag um 14 Uhr auf dem Katschhof.

Finanzausschuss, Dienstag, 14. März, 17 Uhr, Haus Löwenstein am Markt. Dort geht es u. a. darum, dass die Stadtverwaltung untersuchen soll, ob es gut wäre, wenn die Stadt in Aachen Grundstücke kauft, diese herrichtet und dann wieder verkauft – ausschließlich an jemand, der/die dort Wohnungen schaffen will. Das nennt man „Bodenvorratspolitik betreiben“.  Abgeschaut hat man sich das aus Münster, das ist gut: Man muss das Rad nicht immer wieder neu erfinden.

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Der Kinder- und Jugendausschuss tagt ausnahmsweise zusammen mit dem Schulausschuss (Dienstag, 14. März, 17 Uhr, Sitzungssaal im Rathaus). Es geht unter anderem um die therapeutische Versorgung in den Kindergärten der Stadt Aachen.

Das ist etwas kompliziert. Vereinfacht zusammengefasst geht es darum, dass leider  eine Menge Kinder Hilfe bei ihrer Entwicklung brauchen, damit sie bei der Einschulung wenigstens einigermaßen auf dem Entwicklungsstand von nicht entwicklungsverzögerten/behinderten Kindern sind.

Eine kleine Schar von Therapeuten ist nötig, um all die Sprachfehler, Verhaltensauffälligkeiten, motorischen Mängel und was weiß ich noch alles bei den Kleinen zu korrigieren. Bezahlen sollen das neuerdings die Krankenkassen, und das ist für die Eltern echt krass und mit viel Aufwand verbunden. Die Therapeuten sind nämlich nicht mehr im Kindergarten sowieso anwesend (wie bis vor einem halben Jahr), sondern die Therapeuten müssen jetzt extra aufgesucht werden, und vorher müssen sich die Eltern neuerdings noch von einem Arzt ein Rezept besorgen, das später noch verlängert werden muss, was aber am kleinen Budget der Ärzte scheitert.

Kurz: Es läuft nicht mehr rund mit der therapeutischen Hilfe für die kleinen Behinderten. Und einmal verschleppte Mangelentwicklungen werfen die Kinder gleich vor Beginn der Schulkarriere zurück. Es entsteht ein Defizit, das mit der Zeit immer größer wird. Die Kinder starten gleich zu Anfang der Entwicklung mit einer Benachteiligung, die viel später richtig, richtig teuer wird, und zwar gesellschaftlich.

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Im Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss, Dienstag, 14. März, 17 Uhr, Saal 170, Verwaltungsgebäude Marschiertor, Lagerhausstraße, wird unter anderem besprochen: Mietpreisindex für studentisches Wohnen in Aachen. Und: Abrechnung überhöhter Mieten auf Basis der SGB II-Richtlinien.

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Es gibt noch einen weiteren Termin am Dienstag ab 17 Uhr: Das Bürgerforum im Verwaltungsgebäude Mozartstraße, Raum 207/208, in dem es um einen Ratsantrag „Politische Teilhabe von Kindern und Jugendlichen ausbauen“ (Antrag von: Die Linke) geht. Zusätzlich wird der Fachbereich Umwelt zum Thema Luftreinhaltung referieren. Schon jetzt ist abzusehen, dass Aachen – von Umweltschützern vor Gericht gezerrt – einen Prozess in Bausch und Bogen verlieren wird und dann – zur Reinhaltung der Atemluft – die Dieselautos aus der Stadt verbannen muss.

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Mittwoch, 15. März, 16 Uhr Sitzungssaal Rathaus, Betriebsausschuss Kultur. Sondersitzung. Es geht um Zuschüsse für allerlei kulturelle Initiativen. http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=16356

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Im Hauptausschuss (Mittwoch, 15. März, 17 Uhr, Sitzungssaal Rathaus) werden die Fetzen fliegen, denn es geht um verkaufsoffene Sonntage. Die Stadt will sich an Recht und Gesetz halten und keine Prozesse mit der Gewerkschaft riskieren und hat die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage reduziert. Das ruft die Geschäftswelt auf den Plan, der umsatzstarke Tage durch die Lappen gehen. Vor allen Dingen die Chefs vom Aachener Möbelhaus PORTA hängen quer unter der Decke vor Empörung.

Das Ganze wird umfangreich hier dargestellt: http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=16304

Außerdem auf der Tagesordnung: die „Soziale Stadt Aachen-Nord“. Es geht auch um den Weiterbetrieb der überdimensionierten Müllverbrennungsanlage Weisweiler durch die MVA Weisweiler GmbH & Co. KG mit der RWE Power AG ab 2021.

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Der Donnerstag kommt mit drei Ausschüssen: 1. Personal- und Verwaltungsausschuss, 2. Rechnungsprüfungsausschuss, 3. Sportausschuss. Letzterer im Haus Löwenstein. Beginn 17 Uhr. Themen im Sportausschuss sind zum Beispiel Zuschüsse zur Anschaffung neuer Sportgeräte für Vereine und die Umwandlung von Ascheplätzen in Kunstrasen im Jahr 2017. Außerdem stellt der Stadtsportbund Aachen e.V. den Sachstand zu aktuellen Aufgaben vor.

Auto-Abgase machen uns krank. Der kleine Wagen gehört wahrscheinlich nicht dazu. Gesehen in der Zeppelinstraße.

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Klaus Paier: LuFo zeigt Bilder und erstmals auch Skizzen.

Streetart, in unserer Grenzregion heute hochaktuell: Ein wohl 30 Jahre altes Wandbild von Klaus Paier. Es befand sich in der Mörgensstraße/Ecke Hubertusstraße.  Fotos: Regina und Dieter Weinkauf

Das Ludwig Forum wird ab dem 9. April eine Ausstellung zeigen, bei der es um die Bilder des Aachener Wandmalers Klaus Paier geht. Das Besondere: Die Freunde wilder Bilder werden zum ersten Mal auch Skizzen sehen können, die Paier anfertigte, lange bevor er seine Bilder an die Wände der Stadt brachte. Das hat einer der beiden Kuratoren auf Nachfrage bestätigt.

Benjamin Dodenhoff und Marlen Lienkamp sind im LuFo mit den Vorbereitungen zur Ausstellung beschäftigt. 18 historische Fotos (von Wandmalereien) werden voraussichtlich zu sehen sein. Dazu zu jedem Foto auch Skizzen, die Klaus Paier jeweils vorbereitend in seinem Atelier fertigte. Diese Skizzen befinden sich in großer Zahl im Nachlass des Wandmalers. Die Museumsleute konnten sie vom Bruder des 2009 verstorbenen Aachener Wandmalers bekommen.

Die Ausstellung hat den Titel „Optische Schreie“, sie wird am Samstag, 8. April, um 19 Uhr eröffnet.

Papiers Bilder tauchten Ende der 70er Jahre in Aachen im öffentlichen Raum auf. Sie waren farbenfroh und provokativ. Auf Anhieb fand sich eine große Schar kunstinteressierter Menschen, die den Wert der Arbeiten erkannte. Die Stadtverwaltung hingegen beeilte sich stets, die Bilder so schnell wie möglich zu zerstören, schließlich waren sie von niemandem bestellt worden, und provozieren lassen wollte man sich auch nicht.

Die Bilder seien voller „Warnsignale zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen“, so schreibt die Forumsleitung in einer Pressemitteilung zur Ausstellung.

Heute sind von den Bildern nur noch Reste vorhanden. Zwei stehen zwar unter Denkmalschutz, sind aber gerade in den letzten Tagen ebenfalls beschädigt worden. Paier (Jahrgang 1945) selbst verzweifelte damals fast an der Kunstfeindlichkeit der Aachener Stadtoberen und Teilen der Presse, wandte sich nach Köln und wurde dort begeistert aufgenommen.

Die Präsentation in Aachen, so schreiben die Kuratoren in ihrer Pressemitteilung , „ist Teil des neuen Forschungsprojektes mit dem Titel „Die Erfindung der Neuen Wilden“. Diesen mittlerweile in die Kunstgeschichte eingegangen Begriff prägte Dr. Wolfgang Becker, der viele Jahre Chef des LuFo war.

Ein besonderes Glück für Aachen ist es, dass Regina und Dieter Weinkauf die Wandbilder von Klaus Paier so hervorragend und kontinuierlich fotografiert haben. Teils haben sie sie kurz nach ihrer Entstehung entdeckt und fotografiert, teils dokumentieren sie den Verfall.

 

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Kommunalpolitik noch auf Sparflamme

Montag ist Schontag, aber diesmal sieht die ganze Woche nach Schonung aus. Außer der Bezirksvertretung Aachen-Mitte (Mi., 08. 03., 17 Uhr, Haus Löwenstein am Markt) und dem Planungsausschuss (Do., 09. 03., 17 Uhr, Raum 170, Verwaltungsgebäude, Lagerhausstraße) steht – zumindest für mich – nichts Bedeutendes an.

Wenn die Stadt Aachen ein Wohnviertel/Quartier mit Hilfe eines Quartiermanagers so untersuchen und behandeln will, dass sich auch ältere Menschen dort wohlfühlen, dann bekommt sie dafür Geld von der Landesregierung. Also sollen die Politiker im Ausschuss beschließen, dass ein entsprechender Antrag gestellt wird.

Der neue Quartiermanager ist schon gefunden, er wird sich das Gebiet am Westpark vorknöpfen und ziemlich großräumig Ausschau halten: Was lässt sich machen für die Über-55-Jährigen und welches sind überhaupt die Anforderungen, die ältere Bevölkerungsgruppen an das Wohnumfeld haben?

Weiter geht es mit folgendem Projekt, dem der Ausschuss in seiner Mehrheit zustimmen muss und wohl auch wird: Auf einer derzeit unbewirtschafteten Grünfläche der „Offenen Tür Josefshaus“, Schleswigstraße 3, gegenüber vom Begegnungszentrum der AWO im Aachener Ostviertel soll auf Initiative einer Gruppe Studierender der Zuyd Hogeschool ein generationenübergreifender Gemeinschaftsgarten im Quartier entstehen. Der soll das Zusammenkommen und den Austausch von Jugendlichen und Senioren aus dem Ostviertel fördern.

Nächster Punkt: Ich bin persönlich gelegentlich am Kaiserplatz, steige dort in einen Bus oder kaufe bei Zara-Home etwas ein oder grausam süße Süßigkeiten im einem türkischen Geschäft oder trinke Ayran am Fuße des Adalbertsberg. Mich dort zu bewegen, das war bisher kein Problem. Andere haben Probleme. Der Ausschuss wird sich damit befassen.

Mit gefällt übrigens die dominanten Stellung von St. Adalbert auf dem Felsen und die mittelalterlich anmutende, kleinteilige Bebauung am Fuß. Ich hoffe, dass die städtebauliche Entwicklung des 19. Jahrhunderts in Zukunft dort immer ablesbar bleibt. (Hier im Anhang: Kartenmaterial und schöne Abbildungen, http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=16346 )

Ebenfalls befasst sich der Ausschuss mit den Problemen der Benutzer der Kreuzherrenstraße (endlose Geschichte im Pontviertel)

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Im Planungsausschuss, aus dem auch die Tageszeitungen immer ausführlich berichten, geht es unter anderem um ein bisher schwer vernachlässigtes Gebiet: Den Bereich der Grenze zu den Niederlanden bei Vaals.

Die Verwaltung teilt mit: „Bereits im letzten Jahr haben die Stadt Aachen und die Gemeinde Vaals, jeweils vertreten durch den Oberbürgermeister bzw. den Bürgermeister, beschlossen, eine gemeinsame Entwicklung des Bereiches auf beiden Seiten des Grenzübergangs voranzutreiben.“ Man darf auf die Ergebnisse eines BDA-Wettbewerbs, die im Ausschuss vorgestellt werden, gespannt sein.

Auch schön: Es haben bisher schon mehrere Treffen zwischen Vertretern von Vaals und Aachen stattgefunden, bei denen als Ziel der Planung nicht die Betonung des Trennenden, sondern das Zusammenwachsen in den Vordergrund gestellt werden soll.

Wichtig im Ausschuss wäre noch ein Ratsantrag, den CDU und SPD gemeinsam stellen. Dabei geht es um den sogenannten Campus West (Gelände am Westbahnhof) der RWTH. Es soll dort hauptsächlich Wissenschaft stattfinden, es soll ein „Sondergebiet Hochschule und Institute für Forschung und Entwick­lung“ ausgewiesen werden – aber auch Wohnungsbau dort stattfinden. Wobei in der Nähe, nämlich im Umfeld des ehemaligen Klosters „Guter Hirte“ künftig schon insgesamt etwa 780 Wohneinheiten entstehen werden. Das steht schon fest.

Ferner wird beantragt: „Die Stadt sichert unverändert durch den Haushalt der Stadt Aachen einen Anteil an Infrastrukturmaßnahmen von 15 Millionen Euro zu.“ Dieses Geld wird wohl hauptsächlich dafür verwendet, um die angeblich notwendige Verbindung zwischen Campus West und Campus Melaten baulich herzustellen. Genaueres ist der Vorlage zu entnehmen. Der Fall ist kompliziert.

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Anregung: Das wäre schön, wenn einer mal die beiden Wikipedia-Beiträge „Campus Melaten“ und „Campus West“ erstellen könnte. Es sind schließlich Projekte, in die hunderte Millionen Euro fließen. Und wenn es für die Forster Linde einen Wikipedia-Eintrag gibt, dann können eigentlich auch die 2 Aachener Campusse dort auftauchen.

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Ein weitere Termin: kommenden Sonntag, 14 Uhr auf dem Katschhof (zwischen Dom und Rathaus gelegen) in Aachen (und in zahlreichen anderen europäischen Städten). Dort treffen sich Menschen, die meinen, bei allem Fehlerhaften was der EU anhaftet, ist es doch wichtig, dass dieser Staatenbund erhalten bleibt. Man will den EU-Skeptikern sagen: Wir sind auch das Volk, und wir wollen nicht, dass diese EU plattgemacht wird.

Kommt hin, zu „Pulse of Europe„, warme Klamotten und Schirme nicht vergessen.

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Mein Freund der Baum . . . steht in Forst

Es gibt Bäume, von denen geht etwas Magisches aus. So einen Baum gibt es auch in Aachen, die „Forster Linde“.

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Diese Linde steht im Ortsteil Forst und ist wohl 1000 Jahre alt. Die „Forster Linde“ war, als sie erstmals in Urkunden erwähnt wurde, eine Gerichtslinde. In ihrem Schatten fanden Gemeindeversammlungen, öffentliche Gerichtstage und angeblich auch Feste statt. Bei Wikipedia gibt es einen aufschlussreichen Text über diese Linde. https://de.wikipedia.org/wiki/Forster_Linde

Sicher war der Platz, wo die Linde steht, auch schon zu Zeiten der alten Germanen ein heiliger Bezirk. Gut, dass offenbar Kaiser Karl keine Kenntnis von dem Baum hatte. Er hätte ihn anzünden lassen, um diesen neumodischen Glauben aus dem Orient (Christentum) durchzusetzen, wie er auch „Irminsul“ niederbrennen ließ, den heiligen Baum der Sachsen. Karl hatte einfach was gegen Andersgläubige.

Die „Forster Linde“ beeindruckt, der Umfang des Stammes misst an der schmalsten Stelle mehr als 10 Meter. Und obwohl Stürme und Blitze den Baum mächtig zerzaust haben, ist er immer noch 23 Meter hoch. Das steht sinngemäß auf einem Hinweisschild in Nähe des Baumes, der heute ein geschütztes Naturdenkmal ist und mit dessen Erhalt und Pflege sich die Stadtverwaltung die größte Mühe macht.

Direkt neben dem Baum befindet sich ein uraltes Häuschen, ein Schöffenhaus, in dem vor mehreren hundert Jahren Gerichtsverhandlungen stattfanden. Zwei Gefängniszellen und die Wohnung des Gerichtsdieners gibt es ebenfalls in dem Häuschen. Alles muss winzig sein, man kann es aber leider nicht betreten. In der Nähe ist eine alte Gemarkungsbezeichnung, die Galgenplai lautet.

Klar, dass neben die Linde in alter Zeit eine katholische Kirche gebaut wurde. Auch das, so vermute ich, um den Leuten den neuen monotheistischen, schwerst patriarchalischen, körperfeindlichen Glauben leichter aufzwingen zu können.  GOTT sei dank musste sich die Kirche dann doch in den letzten Jahrzehnten ein wenig wandeln, sonst wäre sie wohl aus unseren Breitengraden verschwunden.

Zum Weiterlesen s.  https://de.wikipedia.org/wiki/Baumkult

Moderne Heimatpflege ist online: http://unser-aachen.eu/das-ding-unter-der-linde/

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