Neue News aus Aachen

Anwohner der Lütticher Straße haben einem Baum (vorne) ein Denkmal gesetzt. Dort steht: „Du warst einer der schönsten Bäume Aachens. Über 100 Jahre warst du alt geworden. Von vielen Menschen wurdest du bewundert . . .“ usw. usw. Mehr unter mohammedsparadies.com

Gegen den Betrieb von Uralt-Risse-Reaktor Tihange 2 bei Lüttich gerichtlich vorzugehen, das wird teuer. Deutlich über eine Million Euro kosten die Aktionen, Gutachten, Info-Veranstaltungen, Übersetzungen, Rechtsanwälte und was sonst noch dazugehört. War aber zu erwarten.

Die Städteregion hat die Summen in ihrem Haushalt stehen. Sie hat aber ansonsten gespart und kann ihren 10 Kommunen die Umlage für 2018 kräftig senken (um 4,67 %). Die Bürgermeister von Monschau bis Baesweiler sind happy. So zahlt die Stadt Aachen (in 2018) 182,5 Millionen Euro an die Städteregion, das sind 4,3 Millionen weniger als 2017.

Insgesamt will/muss Städteregionsrat Helmut Etschenberg 2018 etwa 711 Millionen  Euro ausgeben. Etwas mehr als die Hälfte dieser Summe bekommt er von den 10 Kommunen, die zur Städteregion gehören. Etschenberg rechnet mit Einnahmen von 707 Millionen Euro.

Unterdessen: Die Belgier und der Atomstrom, das ist eine gefährliche Kombi. Derzeit müssen sie den Pannenreaktor Doel 3 voraussichtlich den ganzen Winter über vom Netz nehmen. Der Grund: Wartungsarbeiten.
Unsere Nachbarn jenseits der Grenze mögen es gar nicht, wenn wir ihnen vorschreiben, was sie zu tun haben. Nach 2 Überfällen im Rahmen von 2 Weltkriegen sind die Belgier verständlicherweise  sehr empfindlich. Gleichwohl muss es gestattet sein, auf Gefahren hinzuweisen.

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Jetzt zur Politik in Aachen:

Am Dienstag, 21. 11., ab 17 Uhr versuchen die Politiker im Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss (Raum 170, Verwaltungsgebäude, Lagerhausstraße) mal wieder, eine elende Baulücke in Burtscheid zu schließen und gleichzeitig die Grundschule Michaelsberg zu erweitern. Lest selbst. Mich interessiert der Casus nur noch am Rande.

Bei dieser Ausschuss-Sitzung gibt es einen größeren nicht-öffentlichen Teil, d. h. solltet ihr der Beratung folgen wollen, müsst ihr nach Tagesordnungspunkt (TOP) 8 rausgehen. In dem nicht-öffentlichen Teil geht es unter anderem um den Verkauf einer Teilfläche des Bendplatzes in Aachen (Süsterfeldstraße/Henricistraße) und um das Grundstück vom alten Polizeipräsidium sowie – Achtung!!! – um eine Vereinbarung mit den Käufern des Objektes Antoniusstraße 30. Da wüsste man doch gerne, wer da was im Schilde führt.

Weiter geht es Mittwoch, 22. 11., mit einer Sondersitzung des Planungsausschusses (ab 16 Uhr, Rathaus). Es geht nur um einen Punkt, um den Campus West, wo jetzt schnell Nägel mit Köpfen gemacht werden müssen. Campus West, das ist das Areal des ehemaligen Güterbahnhofs West in der Nähe vom Bendplatz. Die RWTH Aachen beabsichtigt, sich mit dem RWTH Aachen Campus zu einer der weltweit führenden technischen Universitäten zu entwickeln. Auf einer Fläche von 800.000 m² entsteht mit 16 Forschungsclustern eine der größten technologieorientierten Forschungslandschaften Europas. Alles hochinteressant, hier ausführlich: http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=17516

Im Rathaus tagt nach dem Planungsausschuss sofort der Rat der Stadt (Mi., 22. 11., 17 Uhr). Dort geht es zunächst kurz um die Verlegung von Stolpersteinen zur

Neben der neuen Wohnanlage „Guter Freund“ (ganz hinten im Bild) kann eine weitere Wohnanlage entstehen. Am Eisenbahnweg ist Platz satt, und der Investor ist nicht abgeneigt.

Erinnerung an Menschen jüdischen Glaubens, die von Aachen aus in Vernichtungslager geschickt wurden. Der Kölner Künstler Gunter Demnig
schafft mit den Stolpersteinen das weltweit größte dezentrale Mahnmal.

Danach geht es um die Revitalisierung des Neuen Kurhaus an der Monheimsallee, wo ja bekanntlich die Kosten explodieren und deshalb umgeplant werden muss. Schließlich muss auch der Vertrag, der den Campus West betrifft vom Rat noch abgesegnet werden. Und es gibt noch Ratsanträge und Ratsanfragen.

Dabei stellen CDU und SPD gemeinsam einen höchst interessanten Ratsantrag. Titel: „Dauerhafte Nutzung der Stahlbau-Strang-Halle in Rothe Erde für Kultur und andere Events“. In dieser faszinierenden Industriearchitektur hat ja 2017 zum 7. Mal das internationale Schrittmacher-Festival für modernen Tanz stattgefunden. Die Halle wäre ein Mittelding zwischen Eurogress und Depot, schreiben die Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD. Die Verwaltung soll prüfen, ob die Halle zur Kunsthalle werden kann.

Mal abwarten, ob aus dem Projekt was wird. Rothe Erde mit der Wohnanlage „Guter Freund“, die vielleicht sogar noch um 100 Wohnungen erweitert wird, und mit der Produktion von Elektro-Autos (eGo) durch Professor Schuh, würde sich mit einer Kulturhalle zum Besseren verändern, so denke ich.

Ratsanträge findet ihr hier, runterscrollen und auf den letzten klicken.

In Rothe Erde (Bild) wird der neue eGo produziert, falls alle Pläne von Professor Schuh realisiert werden. Schuh ist eloquent, das eAuto der RWTH haben mit ihm viele Wissenschaftler ZUSAMMEN entwickelt.

Hinweis: Infos zu dem Wettbewerb Bebauung/Erweiterung  Areal Luisenstraße/Charlottenstraße gibt es hier 

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Aachener protestieren gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Mahnwache in Aachen vor dem Hauptbahnhof: Rund 200 protestierten gestern (15. 11.) gegen Abschiebungen nach Afghanistan. Foto: navelbrush

Es ist zwar kein Kernthema der Piratenpartei, aber auch in dieser Partei ist wenig Verständnis vorhanden für Abschiebungen ausgerechnet in ein Land, in dem seit 30 Jahren Krieg herrscht. Insbesondere die Situation einer aus Afghanistan stammenden Schülerin des Aachener Pius-Gymnasiums schockt derzeit etliche Menschen, weil das gut integrierte Mädchen mitsamt Eltern und zwei kleinen Brüdern von Abschiebung bedroht ist.

Eine Abschiebung nach Afghanistan gleicht bisweilen einem Todesurteil, vor dem man gerade in Deutschland die Menschen bewahren sollte. Deshalb nahmen jetzt Piraten an einer Mahnwache vor dem Hauptbahnhof teil –  zusammen mit Amnesty International, Pax Christi, Die Linke, Missio, Netzwerk Asyl, Café Zuflucht und weiteren Menschen, denen die Situation der Flüchtlinge nicht komplett gleichgültig ist.

200 sollen es gewesen sein, die eine Stunde lang protestierten. Die Organisatoren waren selbst überrascht, dass bei der 1. Mahnwache dieser Art in Aachen gleich so viele dabei waren. Die Tageszeitung berichtete ausführlich.

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Unterdessen geht die Standortdebatte um den Aachener Rotlichtbezirk weiter. Dem allseits beliebten und immer gut gelaunten OB schlägt herbe Kritik entgegen. Zur Erinnerung: Oberbürgermeister Philipp und Polizeipräsident Weinspach wollen den Bereich zum Aachener Stadtrand verlegen. Die große Mehrheit im Stadtrat will den Puff in der Antoniusstraße belassen.

Dabei hat es vor geraumer Zeit einen hochkarätig besetzten Architekten-Wettbewerb gegeben, bei dem von namhaften Architekturbüros ein Teil der Innenstadt neu geplant wurde – und zwar so, dass es dort wie seit etwa 600 Jahren auch Raum für ein Bordell gibt. In Haaren nehmen jedenfalls Sozialdemokraten schon mal drohende Haltung an und machen darauf aufmerksam, dass die vom OB vorgeschlagenen Alternativ-Standorte fast alle in Aachens Norden und Osten liegen. Diese Stadtteile scheinen dem OB weniger wichtig zu sein als die Innenstadt. Na gut, dann wissen wir das jetzt auch.

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Was noch? Eine neue Initiative will, dass Aachen im Jahr 2025 Kulturhauptstadt Europas wird. Aachen soll sich als Stadt-gewordene, quasi materialisierte Verbindung von Kultur und Wissenschaft präsentieren. Weite Teile der Politik sind begeistert.

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Auch wenn man als Pirat in erster Linie für Transparenz in der Politik, für ein besseres Urheberrecht und einen sehr vorsichtigen Umgang mit unser aller Daten, für einen flotten Einstieg ins digitale Zeitalter, für schnelles Internet (Breitband), ein bedingungsloses Grundeinkommen und einen fahrscheinlosen ÖPNV usw kämpft, so kann einen doch die Grün-Reduzierung in Aachen beunruhigen. Klar, es müssen Hochschulgebäude, Wohnungen und Infrastruktur gebaut werden. Dabei verschwinden aber Grünflächen an der Mariabrunnstraße (Kleingärten), im Innenbereich Südstraße/Boxgraben/Weberstraße (Bäume und Gärten), im Preuswald (Wald), für die neue Gaspipeline, im Münsterwald wegen Schwerlaststraßen zu Windrädern, am Klinikum (Bäume) usw. Hallo Grüne, was ist eigentlich aus den 10.000 neuen Bäumen geworden, die zu pflanzen man beschlossen hatte?

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Wer unsere Politiker bei der Arbeit beobachten will, kann am Mittwoch, 22. 11., ins Rathaus gehen. Um 17 Uhr beginnt die nächste Sitzung des Rates der Stadt.

Stay tuned for more great content.

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Aseag, Rotlicht-Viertel, Neues Kurhaus, G8 und G9

Ein neues Verfahren wird schlecht umgesetzt: Die Aseag führt im neuen Jahr das eTicket ein, die Kunden sind sauer. Nicht über den elektronischen Fahrschein, sondern über das verlangte Prozedere im Bus.

In der alten Bischofsstadt (Aachen) ist zur Zeit an mehreren Ecken die Kacke am dampfen.

Ganz hoffnungslos sieht es aus bei der Altstadtsanierung, damit ist der Neuaufbau des sogenannten Nikolausviertels (mit Antoniusstraße/Mefferdatisstraße) samt Abriss Parkhaus Büchel gemeint. Oberbürgermeister (OB) Marcel Philipp (CDU) hat Straßen genannt, wo das Rotlicht-Milieu angeblich besser untergebracht wäre. Tatsächlich meinen die Politiker: Diese „Stellen“ sind allesamt völlig ungeeignet. Die OB-Liste ist hochhochhochgeheim, stand aber natürlich glücklicherweise doch neulich in der Tageszeitung. Und wer hier in diesem Blog die Straßen ebenfalls genannt sieht, der kann sich leicht selbst die Stellen denken, wo der Puff dann letztendlich hinkommen soll. Wenn da z. B. die Rede ist von der Krefelder Straße, dann kann das ja nur ein bestimmtes Grundstück am Rande der Stadt, also an der Stadtgrenze sein. Wo wäre denn sonst noch Platz an der Krefelder Straße?

Wie dem auch sei: Der Rat mit Piraten, mit den großen Fraktionen von CDU und SPD, will (derzeit noch) den Puff in der Innenstadt belassen, da ist er seit 600 Jahren. OB und Polizeipräsident (PP) wollen ihn an den Rand der Stadt umsiedeln.

Transparent und einfach sollte gerade der ÖPNV sein. Und auch noch maximal preiswert. Das sollte mit dem elektronischen Fahrschein möglich werden. Pustekuchen.

Wobei Polizeipräsident Dirk Weinspach derzeit ein Problem hat, weil er nämlich öffentlich Übergriffe von Demonstranten auf Polizisten im Hambacher Forst angeprangert hat, die es gar nicht gab. Wohl aber gab es einen krassen Übergriff eines Polizisten gegen eine Demonstrantin. Gegen den Polizisten hat die Staatsanwaltschaft prompt Vorermittlungen begonnen, weil sie prüfen will, ob ein Gesetzesbruch vorliegt.  Videobilder zeigen ein Getümmel, wo ein Polizist eine Demonstrantin genau in die Beine eines Polizeipferdes schubst. Infos auch hier.

Zurück zu Aachen, wo die gar nicht geheime Sanierung des Neuen Kurhaus an der Monheimsallee eigentlich 16 Millionen kosten sollte, jetzt aber die Kosten auf mehr als das Doppelte, auf 38,56 Millionen Euro,  geschätzt werden (war doch klar), und das wäre mMn noch nicht mal das Ende der Fahnenstange. So viel Geld für das alte Gebäude? Das hat Aachen nicht. Deshalb wurden die Arbeiten erst mal gestoppt. Zumal da kein Mieter bisher einen Vertrag unterschrieben hat, also

Das Neue Kurhaus in Aachen, als Bauwerk ein Schmuckstück an der Monheimsallee.

noch gar nicht klar ist, ob da jemals jemand einziehen und Miete zahlen wird. Und dabei hat der OB schon mehrfach versichert, man stünde kurz vor der Vertragsunterzeichnung. Was für ein Durcheinander!

Nächster Aufreger: die ASEAG und ihr neues eTicket. An sich keine schlechte Sache, nur soll demnächst jeder sich mit dem eTicket sozusagen einscannen – hinten im Bus. Und das, liebe Leute, gibt ab 8. Januar ein Chaos, das sich gewaschen hat. Insbesondere natürlich in den vielen 5er-Bussen, rauf nach Forst, Brand, Lintert, Wahlheim, Hitzfeld, Schleckheim. Lest dazu den Post von Fotograf Thomas Langens vom 7. November – leider nur auf Facebook.

update: Langens-Text jetzt auch hier zu sehen unter der Überschrift: „Vür fahre noh d’r Brand erop“

Und weiter gehts: G8 oder G9? Das erfahren Eltern erst nach der Schulanmeldung“. Kein Witz: Monate nach der Anmeldung können die Gymnasien den Eltern erst mitteilen, ob ihr Kind 8 oder 9 Jahre die Schule bis zum Abitur besuchen wird. Das macht die Planung in den Familien in absurder Weise ungewiss. Ganz ehrlich: Das wundert mich sehr, dass Eltern sich so etwas gefallen lassen.

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Jetzt auszugsweise zur Politik in dieser Woche: morgen (14. 11.) treffen sich Aachens Umwelt- und Klimaschutz– Politiker (Sitzungssaal, Reumontstraße). Themen u. a. die aktuelle Arbeit der Verbraucherzentrale Aachen, der Umweltbericht zum Bebauungsplan für ein Parkhaus am Uniklinikum und die Reitwegeregelung im Wald auf Aachener Stadtgebiet.

Donnerstag (16. 11.) geht es im Mobilitätsausschuss um die ASEAG und ihre Marketingmaßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017. Auf der Internetseite der ASEAG (www.aseag.de) sind aktuell ausführliche Informationen zum Fahrplanwechsel erhältlich. In dem Ausschuss geht es auch nochmal beispielsweise um den grenzüberschreitenden Elektromobilen ÖPNV (CharlemagnEbus) und um den kombinierten Rad-/Gehweg L259 (Forsterheider Straße).

Wer bei den Beratungen dieses Gremiums dabei sein will, muss sich um 17 Uhr im Saal 170 im Verwaltungsgebäude in der Lagerhausstraße einfinden.

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Infos:

Der Aachener AfD-Ratsherr Markus Mohr wird laut Kölner Stadtanzeiger Referent eines AfD-Abgeordneten und Professors in Berlin im Bundestag.

Der Science Slam heute (13. 11.) im „Franz“ in der Franzstraße ist ausverkauft.

Am morgigen Dienstag, 14.11., findet der  Stammtisch der Piraten in Aachen im Cafe/Bistro Anvers, Kockerellstraße 20, statt. Beginn ist um 19.30 Uhr.

update: Die Mannschaft von Italien nimmt nicht an der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland teil (hahaha).

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LVR: 4,9 Millionen Euro für Kulturprojekte

Der Landschaftsverband (LVR, hier: Innenhof vom Hauptgebäude in Köln), der nichts mit Landschaft zu tun hat, wohl aber viel mit überregionaler Kulturförderung, steckt wieder Millionen in Projekte.

Der Kulturausschuss der Landschaftsversammlung Rheinland hat für das kommende Jahr die Förderung von rheinlandweit 107 kulturellen Projekten mit 4,9 Millionen Euro beschlossen. Damit unterstützt der Landschaftsverband Rheinland (LVR) die Vielfalt und Nachhaltigkeit des kulturellen Angebotes und Erbes im Rheinland. Dies nicht zuletzt in Aachen, in der StädteRegion, in den Kreisen Heinsberg, Düren und Euskirchen. Ich durfte diesmal über die konkreten Förderungen mit abstimmen.

„Der Landschaftsverband Rheinland leistet mit seiner finanziellen Unterstützung einen maßgeblichen Beitrag, das rheinische Kulturangebot mit seinen zahlreichen Projekten zu erhalten und auszubauen. Nicht zuletzt ist es die kulturelle Vielfalt, die unsere Region so lebendig, einzigartig und lebenswert macht“, betonte Prof. Jürgen Rolle, der der Vorsitzende des Kulturausschusses ist.

Es geht dem LVR mit seiner Kulturförderung darum, die kulturelle Identität des Rheinlandes zu stärken. Dazu zählen zum Beispiel Maßnahmen des Denkmalschutzes, der Archäologie, der Heimatpflege, der Rheinischen Geschichte und Volkskunde, kulturelle Kooperationen, Veranstaltungen, Bildung und Vermittlung.

Beim LVR Geld zu beantragen, das ist ein schwieriges Verfahren, und das macht am besten jemand, der im Kontakt mit Behörden nicht so schnell die Nerven verliert. Man muss sich dazu von dieser Behörde helfen lassen, das machen die gern. Und 5000 oder 10.000 Euro lassen die dann auch für ein kulturelles Projekt gern mal rüberwachsen. Wer für 2019 Geld haben will, muss den Antrag bis Ende März 2018 fertig haben.

Weitere, sehr ausführliche Infos entnehmt ihr bitte der Vorlage 14/2338

Das sollte man wissen: Mit seinen 41 Schulen, 10 Kliniken, 19 Museen und Kultureinrichtungen, 3 Heilpädagogischen Netzen, 4 Jugendhilfeeinrichtungen und dem Landesjugendamt erfüllt der LVR Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden.  

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Geh mal nachts in die Uni

Im C.A.R.L in der Claßenstraße (Nähe Audimax) findet morgen (10. 11.) die RWTH-Wissensnacht statt. Auf diesem Foto von Februar 2016 ist das Gebäude noch nicht fertig, mittlerweile aber doch.

Wissen kann man nie genug. Deshalb strömen die Massen morgen (Freitag, 10. Nov.) wieder zur sogenannten „RWTH-Wissensnacht“. Die findet seit 2003 immer am 2. Freitag im November statt. Ab 19 Uhr im Hörsaalzentrum C.A.R.L. Claßenstraße. Der Eintritt ist frei.

Hier könnt ihr euch das Programm runterladen.

In diesem Zusammenhang sei mal auf eine Serie von Videos hingewiesen, mit der die RWTH uns an dem teilhaben lässt, was die dort erforschen. Es sind fast immer ziemlich neue Erkenntnisse, unterhaltsam und kein bisschen langweilig aufbereitet. 

Hier zwei Beispiele. 

Professor Heribert Nacken über Hochwassergefahr in Aachen:

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Benjamin Kaminski vom Lehrstuhl für Informatik 2 über die Möglichkeit, Gewinner von Fußballspielen zu ermitteln:

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Wettbewerb: Aus alter Tuchfabrik ein neues Quartier zum Wohnen machen

Der „Intzeturm“ war bis 2015 das einzige Bauteil in dem Areal, das unter Denkmalschutz stand. Jetzt ist die gesamte Liegenschaft im Frankenberger Viertel geschützt. Dort sollen Wohnungen entstehen.

Im schönen Gründerzeitquartier Frankenberger Viertel gibt es ein Gelände . . . da möchte wohl jeder gern wohnen. Gemeint ist der Blockinnenbereich zwischen Sophienstraße und Charlottenstraße – unweit vom Aachener Justizzentrum. Ein Architekten-Wettbewerb ist geplant als ein Schritt hin zur besseren Nutzung des Areals. 

In dem Bereich befindet sich eine ehemalige Tuchfabrik, die 1873 erbaut und noch bis Anfang der 1950er Jahre betrieben wurde. Dazu gehört auch der „Intzeturm“, der nach seinem berühmten Entwurfsverfasser Otto Intze benannt ist. Die gesamte Anlage steht unter Denkmalschutz. Es gibt dort auch Lager- und Bürogebäude, Sheddachhallen, eine Teichanlage und eine interessante

Da war einmal ein Teich (vorne), aus dem die Feuerwehr im Falle eines Brandes das Wasser schöpfen sollte. Foto: Archiv

Baumbepflanzung. Wenn man dort langgeht, glaubt man ein wenig, in einer anderen Welt zu sein.

Die Substanz der Anlage scheint gut erhalten. Es gibt Zufahrten an der Sophienstraße und an der Charlottenstraße. Die an der Charlottenstraße soll mit Bebauung geschlossen werden. Vorgesehen sind auf dem Gelände: hochwertige Wohnungen, dazu quartierstypische Handels- und Büroflächen. 

 In einer Vorlage für den Planungsausschuss (Do., 09.11., 17 Uhr, Saal 170, Lagerhausstr.) heißt es: 

„Der ca. 9.400 m2 (engerer Wettbewerbsbereich, zuzüglich ca. 7.500 m2 weiterer Wettbewerbsbereich) große Blockinnenbereich zwischen Charlottenstraße und Sophienstraße in Aachens Frankenberger Viertel soll zu einem gemischt genutzten Quartier, mit dem Schwerpunkt Wohnen entwickelt werden.

Es wird ein Entwurf gesucht, der unter Beachtung und Weiterentwicklung der erhaltenswerten Bausubstanz darstellt, wie das Grundstück für qualitativ hochwertigen Wohnungsbau und ergänzende, nicht wesentlich störende, gewerbliche Nutzungen entwickelt werden kann. Vorgesehener Handel soll kleinflächig und nicht als großflächiger Einzelhandel konzipiert werden.“

Und es wird betont: Die Wohnungsgrößen und -standards sind so zu mischen, dass sichergestellt ist, dass ein lebendiges  Stadtquartier  entsteht und soziale Monostruktren vermieden werden.

Zur Teilnahme an dem Wettbewerb sollen 10 Architekturbüros mit Freiraumplanern eingeladen werden. Es soll so geplant werden, dass eine spätere Erweiterung (südlich) möglich ist. Die Kriterien für Familienfreundlichkeit müssen erfüllt werden, eine Kita muss nicht eingeplant werden. Durchgrünung, besonders von Flachdachflächen, ist erwünscht.

Nicht alle Teile der Anlage müssen erhalten bleiben, und Neubauten dürfen insbesondere den Turm in seiner Wirkung selbstverständlich nicht beeinträchtigen. Insgesamt muss alles denkmalgerecht sein und städtebaulich und gestalterisch überzeugend. Und: Auslober ist die Aachener Immobiliengesellschaft (Gerd Sauren)

Das ist alles hier ausführlicher nachzulesen. Unten müsst ihr auf „Auslobungstext“ klicken. http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=17383

(In eigene Sache: Ich werde diese Seite nie vollständig in den Griff bekommen. Jetzt sind alle Bilder zu groß. Aber egal: Hab heute keine Zeit für Korrekturen und Feinschliff.)

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Politik muss entscheiden: Wie weiter mit der Antoniusstraße?

Blick auf die rückwärtige Antoniusstraße: Wann wird hier endlich eine städtische Atmosphäre entstehen? Und wann wird das Parkhaus, von dem aus das Foto gemacht wurde, endlich niedergelegt? Um diese Fragen geht es am Donnerstag im Planungsausschuss. Foto: Archiv

Die Herbstferien sind zu Ende, die Kommunalpolitik wird stressig, denn jetzt wollen bis zum Ende des Jahres alle noch etwas geregelt bekommen. Hier sollen zwei Arbeitsausschüsse Erwähnung finden: die Bezirksvertretung Aachen-Mitte und der Planungsausschuss.

Die Sitzung der Aachen-Mitte-Politiker (Mi., 08. 11., ab 17 Uhr, Haus Löwenstein) befasst sich unter anderem mit der „Erdgasfernleitung Zeelink“. Das ist eine Gasleitung, so breit wie eine Autobahn, die von der belgischen Küste aus über Aachen in die Republik hinein läuft und halb Deutschland mit Gas versorgen wird. Ein gigantisches Teil ist da geplant  – von dem Unternehmen „Open-Grid-Europe“.

Das Unternehmen wollte die Mega-Leitung südlich von Brand gleich durch mehrere traumhaft schöne Naturgebiete schlagen, woraufhin sich nahezu ganz Brand empörte und einen Widerstand aus dem Boden stampfte, der sich gewaschen hatte. Als die Behörde des Regierungspräsidenten sich dann auch noch anschickte, die Pläne des Unternehmens zu gestatten, stand in Brand erst recht alles zusammen und wehrte sich.

Die Sache ist lang und breit durch die Presse gegangen. Die Firma hat (gibt vor?) mitgeteilt, sie werde eine andere Strecke auswählen, nämlich diejenige, die die Brander vorgeschlagen haben: parallel zur Autobahn A 44.

Der ganze – quasi von außen aufgedrängte – Vorgang beschäftigt diverse Fachbereiche und Ämter der Stadtverwaltung, die sich mit den Brander Bürgern in einem Abwehrkampf  befindet, enorm. In verschiedenen Sitzungen müssen nun verschiedene Gremien Stellungnahmen abgeben. Wer sich für Einzelheiten interessiert, lese hier weiter.

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Nächster Punkt: grenzüberschreitender elektromobiler  ÖPNV (mit dem sogenannten CharlemagnEbus).

In einer Studie wurde untersucht, welche grenzüberschreitenden Buslinien im Dreiländereck kurzfristig auf elektromobilie Antriebe umgestellt werden können. Ergebnis: die Linie 44 zwischen Heerlen und Aachen ist für eine Umstellung auf Elektroantriebe geeignet. Die Linie 44 wird gemeinsam von der ASEAG und seit Dezember 2016 von dem niederländischen Konzessionär Arriva betrieben, und zwar zwischen Heerlen Station und Hauptbahnhof Aachen

Bei einem Halbstundentakt sind derzeit vier 12 Meter lange Dieselbusse im Einsatz. Das Verkehrsunternehmen Arriva hat sich der Provinz Limburg gegenüber vertraglich verpflichtet, bis 2026 den gesamten Busverkehr innerhalb Limburgs emissionsfrei zu betreiben. Arriva plant, auch auf der Linie 44 zukünftig Elektrobusse einzusetzen, deren Nachladekonzept sich jedoch von den ASEAG Elektrobussen unterscheidet. Während die ASEAG Elektrobusse mit relativ großen Energiespeichern ohne Nachladung im Betrieb einsetzt, die nur nachts im Depot nachgeladen werden müssen, sind für die Elektrobusse von Arriva an den Endhaltestellen innerhalb der Wendezeiten Ladevorgänge notwendig

So müssen nun höchstwahrscheinlich 300.000 Euro ausgegeben werden, um in Aachen eine zusätzliche Ladestation für Busse (in der Hackländerstraße) zu errichten. Fördermittel sind beantragt. 7 Parkplätze werden entfallen. Weitere Diskussion zu dem Thema verfolgt ihr bitte in der (öffentlichen) Sitzung.

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Es folgt tags drauf der Planungsausschuss (Do., 09. 11., ab 17 Uhr, Saal 170, Verwaltungsgebäude Lagerhausstraße).

Dort steht die Bebauung eines ganzen innerstädtischen Bezirks zur Diskussion. Es geht um das Nikolausviertel, insbesondere um Antoniusstraße/Mefferdatisstraße. Der Rat (außer der FDP) will eigentlich einen erstklassigen Plan umsetzen, den sich ein hochkarätiges Architektenteam ausgedacht hat (mit neuen Gebäuden, kleinen Straßen und Plätzen in dem Viertel), und der Plan beinhaltet, dass der Puff in der Antoniusstraße noch rudimentär an Ort und Stelle verbleibt.

Aachens Oberbürgermeister (OB) und der Polizeipräsident sind kurz vor Toresschluss mit ihren Gegenstimmen um die Ecke gekommen. Sie wollen die Bordelle doch lieber an den Rand der Stadt verlegen. Mittlerweile sind auch die Ecken bekannt, wo Oberbürgermeister Marcel Philipp das horizontale Gewerbe hinhaben will. Er hat mehrere Grundstücke am Prager Ring  und am Berliner Ring im Auge, auch im Umfeld der Justizanstalt in der Soers kann er sich den Puff denken. Ferner im direkten Umfeld des neuen Polizeipräsidiums in Brand, an der Krefelder Straße, im Kreuzungsbereich Charlottenburger Allee/Berliner Ring und auf einer Fläche an der Straße Gut Wolf.

Also quasi überall da, wo es häßliche Gewerbegebiete gibt und nicht so ein schönes Gewerbegebiet wie an der Pascalstraße. In der Antoniusstraße könnte statt eines jetzt noch in den Plänen vorgesehenen Bordells auch einfach ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen, so deutete der OB an.

Bis die Sache entschieden ist, stagniert die Angelegenheit. Das marode Parkhaus am Büchel wird immer noch nicht abgerissen, und 150 Meter von Dom entfernt sieht es bis auf weiteres anhaltend aus wie Sau. Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn dort nach 20 Jahren Planung mal was passiert wäre. Nein, alles wird wahrscheinlich noch mal 20 Jahre dauern. Hier nachlesen

Das weitere Schicksal des Burtscheider Viadukts steht außerdem noch auf der Tagesordnung. Wen das interessiert, liest hier: http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=17415

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Messstation in Aachen.

Mal eine Frage: Braucht man eigentlich – um die von Pkw produzierten Umweltgifte und -gase (NOX) zu messen – eine so umfangreiche Apparatur, dass die nur in so einen Kasten (Foto) passt, wie hier zuletzt gesehen in der Wilhelmstraße? Oder können die Messinstrumente auch wesentlich kleiner sein, quasi handlich und deshalb variabel einsetzbar?

 

(Update 07. 11. : s. dazu Kommentar )

 

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Dom leuchtet in organischen Formen und geraden Linien

Romantische Musik mit farbenfrohen Bildern kombiniert, alles auf der Folie eines wunderbaren alten Bauwerks: Das geht ans Herz, das kann stimmungsmäßig nicht schief gehen. Es lappte aber zeitweise auch sehr in den Bereich des Kitsch hinein.

Der Katschhof war jedenfalls voll und blieb es bis zum Schluss bei DOM im LICHT. Was 2014 begonnen hatte – als Feier von 600 Jahre Chorhalle des Doms – fand jetzt eine Fortsetzung. Und hat sicher dazu geführt, dass einem der Dom noch schöner vorkam, als er sowieso schon ist, obwohl man immer dachte, das sei nicht möglich.

An den Dom in seiner vollkommenen Schönheit kann man wahrscheinlich projizieren, was man will: Er wird noch den schrecklichsten Bildern Würde verleihen. Oder den langweiligsten. Insgesamt gab es eine gelungene Präsentation, nur wenn sich der Veranstalter für die Bilder einmal künstlerischen Beistands versichern sollte, könnte alles sogar noch einen Ticken schöner und interessanter werden. Organische Formen und Linien wie Leitern: Das sind nicht die Bilder, die uns staunen machen.

Bei LICHT im DOM spielte aber auch die Musik, die ich manchmal ein bisschen zu laut fand, eine große Rolle. Jupp Ebert kann schon sehr gefühlvoll singen, ohne Zweifel. Der gemischte Chor Carmina Mundi (40 Stimmen) schmetterte, was das Zeug hielt, Lutz Felbick an der Orgel zu hören ist auch keine Zeitverschwendung, und Heribert Leuchter und seine Musik über den ganzen Katschhof zu erleben – das ist dann natürlich der Hammer.

Es gab fast für jeden ein kleines Heft mit Infos zu den Künstlern und der Programmfolge. Als Veranstalter firmiert bei dem Event Kurt Savelsberg, er ist mit seiner Firma „KS Production Shows GmbH“ zuständig für alles – insbesondere Organisation und Technik. Kostenlos gelangten alle diejenigen über zwei Eingänge auf den Katschhof, die sich Tage zuvor ein Bändchen besorgt hatten. 4000 waren innerhalb von Minuten vergeben, hunderte gingen leer aus.

Alle Taschen und Rucksäcke wurden übrigens beim Betreten des Katschhof gründlich durchsucht, man konnte sich wirklich sicher fühlen. Und sich der Stimmung gänzlich hingeben.

  • Wegen der intensiven Kontrollen gab es eine lange Schlange schon 40 Minuten vor Beginn der Veranstaltung. Die Schlange reichte bis zum Ende der Körbergasse. Angenehm: Es gab kaum Vordrängler. Es wurde häufig fotografiert, im Netz findet ihr bestimmt bessere Bilder als diese hier.
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Happy Halloween

Echt hässlich: die Gespenster, Zombies und Untoten beim Halloween-Walk in Aachen.

Schaut auch hier. Viel schönere Fotos hat nämlich Thomas Langens gemacht. Und ja, der Zombie-Walk von vor zwei Jahren war viel größer und hat mir besser gefallen. Trotz der Querelen, die es damals gab, von denen ich aber erst im Nachhinein erfahren habe.

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Piraten: Betrügereien sind nur die Spitze des Eisbergs

Im Rathaus von Aachen sollte man sich dazu durchringen, als Stadt Mitglied der Organisation Transparency International zu werden. Um dort Mitglied zu werden, müssen Aktionen gegen Korruption erfolgen. Foto: Archiv

Nicht jeder hat es mitbekommen, aber im Stadttheater hat ein Mitarbeiter heimlich teurer Mikrofone geklaut und verkauft, angeblich um seine Drogensucht zu finanzieren. Das und noch mehr wurde jetzt aufgedeckt. Der Mitarbeiter hat offenbar zugegeben, dass er nicht nur Teile abmontiert und verkauft, sondern auch billige/minderwertige Technik eingekauft hat, damit die Sache nicht rauskommt.

Des Weiteren ist kürzlich aufgefallen, dass Mitarbeiter vom städtischen Recyclinghof (und zwar angeblich alle 9) mit Elektroschrott gedealt haben, den wir Aachener dort abgeliefert haben. Die Leute haben zugegeben, den Elektroschrott gesammelt und über einen Mittelsmann privat weiterverkauft zu haben. Die komplette Belegschaft wurde gefeuert.

Erinnert werden muss auch an den Fall, wo doch tatsächlich ein Mitglied des städtischen Personalrates mehrfach Überweisungen von städtischen Konten auf sein Privatkonto getätigt hat.

Für solche Sachen kann man hinter Gitter landen. Und man muss eigentlich als Arbeitgeber diese Doofköppe, die ihr eigenes Wohl und das ihrer Familien riskieren, vor sich selber schützen. Das geht nur mit wirkungsvollen Kontrollen. Entsprechend kritisieren die Piraten in Aachen die Zustände bei der Stadtverwaltung in Sachen Korruptionsbekämpfung. Sie schreiben in einer Stellungnahme:

„Schon zu Beginn der aktuellen Ratsperiode gab es interfraktionelle Gespräche zum Antrag der Piraten Aachen, eine Transparenzsatzung einzuführen und als Stadt Mitglied bei Transparency International zu werden.
Jetzt, 2,5 Jahre später, ist noch immer nichts zur Satzung und Mitgliedschaft passiert – obwohl die Stadt Köln bei beidem mit gutem Beispiel voran gegangen ist und damit als Vorbild und Vorlage dienen kann.“

Die Piraten äußern in ihrer Stellungnahme die Ansicht, dass es sich bei den aufgedeckten Fällen nur um die Spitze des Eisbergs handelt.

Die aktuellen Fälle zeigen jedenfalls, wie wichtig eine dauernde Bekämpfung von Korruption ist. Bei 5000 Mitarbeitern muss man nämlich realistischerweise davon ausgehen, dass auch einige „schwarze Schafe“ dabei sind. Alles andere ist weltfremd.

Piraten-Ratsherr Marc Teuku meint: „Wie man aktuell sieht, hat die Stadt Aachen im Bereich Korruptionsbekämpfung nicht ihre Hausaufgaben gemacht. Die aktuellen Fälle sowohl vom Recyclinghof als auch der Fall vom Stadttheater zeigen, dass bei der Verwaltung akuter Handlungsbedarf besteht.“

Links für mehr Infos:
Marc Topp – Verdi-Topmann Topp ist ins Kreuzfeuer geraten
http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/verdi-topmann-topp-ist-ins-kreuzfeuer-geraten-1.1303945

Skandal auf Aachener Recyclinghof: Belegschaft gefeuert
https://www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/skandal-auf-aachener-recyclinghof-belegschaft-gefeuert-1.1744436

Theater Aachen: Mitarbeiter soll teure Mikrofone geklaut haben
http://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/mitarbeiter-dieb-theater-aachen-100.html

Stadt Aachen soll Transparency International beitreten
https://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/stadt-aachen-soll-transparency-international-beitreten-1.1724105

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