Fotoausstellung im KuK in Monschau

Die Räume des KuK in Monschau: schlicht und schön.

Es geht auch 2018 Schlag auf Schlag. Das KuK in Monschau zeigt wieder eine Fotoausstellung, die erste in diesem Jahr. Diesmal sind es Arbeiten der Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Jessica Lange, die Massen von Kunstfreunden zur Vernissage in die Eifel zogen.

„Unseen“, so lautet der Titel der Schau. Dass Jessica Lange nicht nur Schauspielerin, sondern auch eine ernstzunehmende Foto-Künstlerin ist, war bisher kaum jemand bekannt, selbst der Wikipedia nicht.

Zu sehen sind in Monschau Bilder ausschließlich in Schwarz/Weiß. 134 Fotos hängen auf zwei Etagen im kleinen KuK ziemlich dicht. Und es ist doch seltsam, wie sehr Künstler aus den USA das Morbide, das Kaputte, Heruntergekommene, ungepflegt Alte lieben – zumindest als Motiv. Wir erleben in Monschau eine weltbekannte Schauspielerin aus der Glanz- und Glitzerwelt von Hollywood, die reihenweise fast ausschließlich melancholische Menschen in stets trister Umgebung fotografiert.

„Minimalistisch, düster, zum Teil gespenstig“, so beschreibt Eckhard Hoog in seinem ausführlichen Bericht (Samstag, 17. 02. 2018) in der hiesigen Presse die Fotos von Jessica Lange. Von herben Schönheiten spricht man ja immer, wenn Hässlichkeit charmant umschrieben werden soll. Trist und trostlos sind die Szenerien auf den Fotos. Die Menschen sehen entweder gleichgültig dem Leben gegenüber oder direkt unglücklich aus.

Zwei Produktions-Serien entstammen die Arbeiten: „Things I See“ und „Mexico, On Scene“. Entstanden sind die Fotos im Heimatstaat der Künstlerin, Minnesota, sowie auf Reisen durch die USA und verschiedene Länder Europas. Ihre Entstehungsorte geben die Bilder allerdings nur höchst selten preis.

Zu sehen bis zum 8. April im Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (KuK), Monschau, Austraße 9.
Geöffnet: dienstags bis freitags  von 14 bis 17 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Es gibt einen Katalog zu 35 Euro..

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Spannend: Der „Kanal Trivial“ besucht ein Tierheim in Aachen

Freut euch auf Lutz Vierthaler, Vorsitzender des Tierheim Aachen. Marc Teuku und Andreas Müller sprechen mit ihm über die intensive Arbeit der Pfleger mit den Tieren, über die Abläufe hinter den Kulissen und viele andere spannende Themen.

Und wenn ihr immer schon wissen wolltet, was „Animal Hoarding“ ist, dann schaut euch die Folge an, hier bekommt ihr die Antwort. Viel Spaß dabei!

https://www.youtube.com/watch?v=pTRam2kEyOg

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„E-Sport“ der Aachener Piraten im Koalitionsvertrag

Fahrscheinloser ÖPNV, bedingungsloses Grundeinkommen, E-Sport-Förderung . . . diese und viele weitere  Forderungen der Piraten sind absolut interessant. Sogar an den tollen Tagen.

Neben den vielen Enttäuschungen, die der Koalitionsvertrag der anstehenden großen Koalition enthält, findet sich darin auch ein bemerkenswerter Absatz, der bei aller berechtigten Kritik am Gesamtpapier etwas unterzugehen droht.

Auf Seite 48 sprechen sich die Koalitionsparteien dafür aus, E-Sport als offizielle Sportart anzuerkennen (1).

„Wir erkennen die wachsende Bedeutung der E-Sport-Landschaft in Deutschland an. Da E-Sport wichtige Fähigkeiten schult, die nicht nur in der digitalen Welt von Bedeutung sind, Training und Sportstrukturen erfordert, werden wir E-Sport künftig vollständig als eigene Sportart mit Vereins- und Verbandsrecht anerkennen und bei der Schaffung einer olympischen Perspektive unterstützen.“

„Die Aachener Piraten haben bereits im April 2017 in einem Ratsantrag die Stadt Aachen aufgefordert, den E-Sport in Aachen zu fördern“, so Michael Sahm, bildungspolitischer Sprecher der Piraten (2).

Natürlich folgten weder Verwaltung noch die anderen Parteien im Stadtrat diesem Antrag. Um aber nicht ganz von vorgestern zu erscheinen (was sie in Wirklichkeit sind), parkte man das Thema „E-Sport“ im Kulturausschuss. Dort darf sich seitdem der E-Sport (wenn sich denn überhaupt ein Antragsteller findet) mit Aachener Kulturschaffenden um die Fördermittel streiten.

„Wir begrüßen ausdrücklich den politischen Vorstoß einer zukünftigen Bundesregierung, dem E-Sport mehr Bedeutung zu geben“, so Sahm. Und man werde die Entwicklung weiter beobachten, um auch in Aachen eine lebendige und zeitgemäße E-Sport-Vereinsszene zu erhalten und zu pflegen, verspricht Sahm.

Wer als E-Sport-Verein derzeit eine Förderung der Stadt Aachen erhalten möchte, der wendet sich an den Aachener Kulturbetrieb und beantragt eine Förderung nach den sogenannten KASTE Richtlinien (3).

(1) https://oc.piraten-aachen.de/index.php/s/FjvFSbrrDQYFWYz
(2) https://www.piratenpartei-aachen.de/aachen/foerderung-des-e-sports-in-aachen/
(3) https://serviceportal.aachen.de/suche/-/egov-bis-search/service/3783

Ob dieser kleine Mensch jemals ein großer E-Sportler wird? In Aachen eher nicht, denn in Aachen tut man sich schwer mit allem, was noch nicht etabliert und gut abgehangen ist. Trotz RWTH in den Mauern.

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Das Brauchtum, die Heimat, der Karneval

Piraten in Aachen feiern Karneval vor und in ihrem Büro in der Lothringerstraße. Mit Ironie. 

Was für ein schönes Büro! Warm, mit Logenplätzen und einem Blick auf den Zug des Märchenprinzen. – Das Brauchtum feierte sich am Sonntag selbst. Heute (12. 02.) übrigens auch, denn da ist Rosenmontag. Was soll man da machen? Ob die zwei Heimatminister (eine aus NRW, einer im Bund) sich demnächst auch um den Karneval in Aachen kümmern werden? Möglich ist alles.

Heimat, Heimatpflege, Brauchtum . . . werden wir in Aachen bald auch noch einen Heimatausschuss besetzen müssen? Und was wird dieser Ausschuss beschließen? Was werden die zwei Heimatministerien machen mit unserer Heimat?

Fragen über Fragen. Alles keine beruhigenden Aussichten. Die „Heimat“ kam bisher jedenfalls ohne ein Spezialministerium ganz gut zurecht. Man wollte in Aachen lieber international sein. Reitturnier, Hochschule, Karlspreis – was haben die mit Heimat zu tun? Holländer und Belgier gehen Rosenmontag im Zug mit.

Statt eines Digitalministeriums bekommt Deutschland ein Heimatministerium. Deutlicher kann man kaum sagen: Fortschritt, bleibe uns fern! Wir wollen zurück in die Vergangenheit. – Der Begriff Heimat teilt die hier lebenden Menschen in solche, die schon immer hier leben, und solche, die neu hinzugekommen sind. Der Begriff Heimat hat fremdenfeindliches Potential. Man sollte ihn der rechten Szene überlassen.

Die geistige Enge und Angst der Heimat-Heinis nervt schon jetzt. Karneval kann ein Mittel sein, der Ausschließeritis zu entkommen. Wir sind ja nämlich hier alle jeck, und  jeder Jeck ist anders.

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Leicht und zugleich kraftvoll: Kunst aus Draht und Papier

Gebaut aus Draht und Papier: Kunst von Sabine Jacobs ist zur Zeit in Aachen zu sehen.

Noch bis einschließlich Samstag, 24. Februar, ist in den Räumen des „Kunstwerk Aachen“ (Arkaden, 2. Etage) Kunst von Sabine Jacobs zu sehen. Der Titel der Schau lautet: „wireline + paper“, was zugleich die Materialien benennt, die die Künstlerin verwendet: Draht und Papier.

Das oben abgebildete Werk ist zugleich das größte und eindrucksvollste von  allen in Aachen ausgestellten. Es ist wuchtig und scheint einen erschlagen zu wollen. Zugleich ist es filigran und fragil. Man wagt beim Nähertreten kaum zu atmen aus Angst, es zu zerstören. So ist man hin- und hergerissen und staunt nicht schlecht. Es ist ein besonderes Erlebnis, sich diesem Werk in einem Raum auszusetzen.

Auch die kleineren Arbeiten von Sabine Jacobs schweben im Raum. Sie wirken zart wie ein Hauch und gleichzeitig monumental. Sehr sonderbar. Es wird einem wieder bewusst, dass etwas sehr Zartes und Schwaches doch eine große Kraft haben kann. Das ist gewissermaßen erfreulich und tröstend.

Wunderbar sind zudem die Zeichnungen, die zur Ausstellung gehören. Nichts Gegenständliches, gezeichnet mit Graphit. Auch hier sind der Künstlerin Linien wichtig, ein wenig so, wie ich es bei Ernst Wille mal gesehen habe.

Sabine Jacobs ist 1966 in Aachen geboren, sie studierte an der Fachhochschule, machte 1993 Examen bei Professor Dr. Ulf Hegewald und ist seit 1993 freiberuflich als bildende Künstlerin tätig. Ihr Lebensmittelpunkt ist in Monschau. Ihr Werk ist durch zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland bekannt.

Mehr von  Sabine Jacobs seht ihr hier: http://jacobs-sabine.de

Die Öffnungszeiten im Kulturwerk, in den Arkaden, Trierer Straße 1, Aachen: Mo.-Sa. 13 bis 19 Uhr. Ein Besuch lohnt sich.

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Neue Formen des Zusammenlebens ausprobieren

Heimatministerium, Heimatminister . . . dergleichen wird es in Deutschland bald bundesweit geben. Heimat hat mit Heim zu tun. Ein Heim, eine Wohnung zu haben, die groß genug und angenehm zum Leben ist . . . das ist mal eine Grundvoraussetzung dafür, dass Menschen Heimat erleben. Wer von Heimat redet, sollte mal zuerst sehen, ob überhaupt jeder über ein angenehmes Heim verfügt?

Auch für alternative Lebensformen muss Geld und Platz da sein. So, wie es in Aachen der Fall ist: Zwei Jahre nach Bezug ihres ersten Wohnprojekts (Mataréstraße) nimmt die Aachener Genossenschaft LebensWeGe Aachen eG Anlauf für das nächste Vorhaben.

Im Wiesental wird in Kooperation mit der Stadt Aachen das zweite Projekt der LebensWeGe entstehen. Dort sollen (so teilt das Presseamt der Stadt mit) in der Burggrafenstraße etwa 20 bis 25 Menschen mit einem hohen Maß an Selbstorganisation und Selbstverwaltung eine Heimat finden. Nachbarschaftliche Beziehungen werden im neuen Wohnprojekt groß geschrieben. Architektur und Wohnkonzept sind auf bewussten Kontakt im Haus abgestellt, es wird Gemeinschaftsräume und gemeinschaftlich genutzte Flächen geben.

Am Montag, 19. Februar, findet um 18 Uhr in der Nadelfabrik am Reichsweg 30 eine Informationsveranstaltung statt, bei der die verschiedenen Aspekte des Wohnprojekts erläutert werden. Finanzierungsfragen werden hier ebenso erläutert wie die Funktionsweise einer Genossenschaft, die verschiedenen Bauschritte und das Leben in einem Projekt.

Zudem erklären Angelika Hildersperger und Christiane Schwarz vom städtischen Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen das städtebauliche Konzept sowie das weitere Vorgehen im Bebauungsplan. Dazu sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.

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Das hat uns vergangene Woche interessiert

Einen „super blue blood moon“ gab es diese Woche zu sehen. Dieser Mond in Aachens Osten wurde etwas spät fotografiert. Aber egal: Der Mond ist ja eigentlich immer schön.       Foto: Otto Weber

Platz für Unternehmen und für Wohnanlagen ist knapp in der Stadt. Da möchten die Politiker auf die letzten großen Aachener Freiflächen nicht vorschnell verzichten. Zum Beispiel auf das 44 Hektar große Freigelände „Camp Hitfeld“ im Aachener Süden.

Das ehemalige Militärgelände wollte ein Investor (Landmarken AG) dem Bund abkaufen. Stopp, sagte jetzt der Stadtrat und pochte auf seinem Vorkaufsrecht. Das Gelände macht seit etwa 25 Jahren einen total verkommenen Eindruck, und man darf gespannt sein, was jetzt daraus wird. Schwermetalle, Arsen, Mineralöle, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe oder Blindgänger aus Kriegszeiten könnten sich dort befinden. Trotzdem wird dort (in einem sehr tief liegenden Stollen) angeblich auch Trinkwasser gewonnen.

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Und dann ploppte auf meinem Handy die Nachricht auf: „Die RWTH macht Vergiftungsversuche an Menschen“. Himmelherrgottsakra, wer glaubt denn so einen Quatsch? Was war passiert? „Alles ganz normale Forschung“, meinten die Professoren. Ein „Vergifteter“, diverse Mediziner und ein Mitglied der Ethikkommission stellten sich mittlerweile im Klinikum der Presse, der Skandal schlug nämlich Wellen, und aufgrund der umfassenden Berichterstattung kann sich jetzt jeder selbst ein Bild machen.

Zehn Affen atmeten stundenlang Abgase eines VW ein. Und es zeigte sich, dass in einem Land, wo jeden Tag 2 Millionen Tiere auf ekelerregende Weise und brutal getötet werden, jene 10 Affen die Menschen rührten. Ich fass es nicht.

2013 testeten Arbeitsmediziner an Freiwilligen (n = 25) die Verträglichkeit von Stickstoffdioxid (NO2) am Arbeitsplatz. Ein Test an 25 Personen? Hää? Bei der geringen Anzahl von Testpersonen, wie sollte denn da ein irgendwie relevantes Ergebnis erzielt werden?

Alles in allem zeigt die ganze Aufregung, dass Leute sich gern auf einzelne, haarsträubende Fälle stürzen und nicht merken, dass das Problem in Wirklichkeit woanders liegt: Nämlich bei der massenhaften „Vergiftung“ der Bevölkerung in den Städten, wo Tausende wegen der ungezügelten Gier der Autoindustrie krank werden und vorzeitig sterben. Und kein Staatsanwalt ermittelt und die Politik hält sich zurück! – Aber die zehn Affen und die 25 Freiwilligen! Über die schreiben dumme Menschen lange Kommentare voller Empörung.

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Was noch? Der Karneval tobt vor sich hin, die Ordensverleihung (Wider den tierischen Ernst) kam – am TV jedenfalls – nicht schlecht rüber, Gregor Gysi (Die Linke) und Winfried Kretschmann (Grüne) waren witzig. Wer mehrfach einer solchen Sitzung im Saal beiwohnen musste (wie die Autorin dieser Zeilen), ist übrigens froh, wenn er/sie an dem Abend zu Hause bleiben kann. 

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Und sonst? Im Kulturausschuss gab es Zoff wegen der Verteilung von Geld an „freie Kulturschaffende“. Gefördert werden immer dieselben, für etwas neuere Initiativen ist fast nichts da. – Zoff gibt es auch wegen der Breslauer Straße. Die wollte die Verwaltung schmaler und den Straßenraum intensiver für Radfahrer nutzbar machen. „Alles Quatsch“ meinte die CDU, und die Opposition ist deshalb wütend. – Kein Zoff (bis jetzt) gibt es wegen des baufälligen Tunnels Adenauerallee/Trierer Straße. Der muss höchstwahrscheinlich nicht nur ausgebessert, sondern komplett neu gebaut werden. (Ein Beispiel für die vielen in die Jahre gekommenen Brücken und Tunnel, die in ganz Deutschland erneuert werden müssen.)

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Seht euch an, was MONITOR über einen weiteren, höchst unsicheren Reaktor im belgischen Tihange gesendet hat. Bisher unveröffentlichte Dokumente, die MONITOR vorliegen, belegen: Von einem noch älteren Reaktor (Tihange 1) gehen weit größere Gefahren aus als bisher bekannt.

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Zum Schluss: In Berlin hat ALDI Nord angekündigt, verschiedene Filialen abreißen zu wollen und dann neu zu bauen, größer und mit etwa 100 Wohnungen auf jeder Filiale. Die Wohnungen sollen teilweise nur 6,50 Euro Miete pro Quadratmeter kosten. Wie schön. Das könnte/sollte auch in Aachen (von ALDI Süd) umgesetzt werden. Die Gelände, auf denen sich ALDI-Märkte befinden, sind nämlich groß und in Wohngebieten gelegen (s. Foto unten, Freunder Weg), und mit den Flachbauten ist die Fläche relativ schlecht verwertet.

In Berlin will ALDI tatsächlich auf vergrößerten Filialen Wohnungen errichten, preiswerte natürlich. In Aachen auch?

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Wer ist hier Graswurzel? Und wer ist Elite?

Nach einer etwas länglichen Kreativpause meldet sich der „Kanal Trivial“ zurück. Marc Teuku (bekannt aus Rathaus, Piratenpartei und diversen Fußballstadien) und der geniale Filmer Andreas Müller sprechen mit Ina-Marie Orawiec über die Bürgerinitiative „Wir für Hier – Aachen Kulturhauptstadt 2025“.

Es ist in vielerlei Hinsicht ein außergewöhnliches Interview.  Es wird in dieser kleinen Elektro-Postille (uebergangshymne) präsentiert, um die Diskussion in der Kulturszene zu ergänzen. Seht euch auch an, was Wolfgang Becker auf Facebook zum Thema Kulturhauptstadt geschrieben hat und was ihm geantwortet wurde.

Der Begriff  „Graswurzel-Bewegung“ spielt eine Rolle. So haben sich die Kulturhauptstadt-Fans selbst genannt. Harald Baal (CDU-Fraktionschef) hat im Rathaus in öffentlicher Sitzung diesen Terminus für sich und den Rat in Anspruch genommen und – mit Blick auf die Initiative – gemeint: Darüber, wer in Aachen Graswurzel-Bewegung ist, „darüber muss man mich nicht belehren“. Das wirkte arrogant. Viele meinen jetzt, die Leute, die sich da Graswurzel-Bewegung nennen, seien in Wirklichkeit Elite.     Zwinkersmiley.

 

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Mehr Infos zu den „Menschenversuchen“

So kann’s gehen: Mit einem Schlag ist das Image der RWTH massiv angekratzt, weltweit.

„Menschenversuche“ lautet der Vorwurf, „mit Gas“. Da braucht man in Deutschland nicht weiter nachzufragen und aufzuklären, auch die Studie selbst hat bestimmt keiner derjenigen, die so vernichtend kritisieren mal studiert. Der Vorwurf ist nicht mehr zu toppen. Ich gebe hier mal wieder, was Piraten in Aachen (danke Rahu) an Zusatzinfos weitergeleitet haben.

Hier findet ihr die besagte Studie: Biological effects of aled nitrogen dioxide in healthy human subjects
http://docs.dpaq.de/13191-brand_no2_2016.pdf 

Interssantes in diesem Zusammenhang auch vom Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages: Stickoxidgrenzwerte der Außenluft und am Arbeitsplatz
https://www.bundestag.de/blob/531762/6a7d2a26e62fab08cef1ebe7c79961be/wd-8-035-17-pdf-data.pdf 

Übrigens hat die AfD das Thema Grenzwerte am Arbeitsplatz ja auch schon missbraucht. Ist kein halbes Jahr her.
Dazu der Faktenfinder: Die Grenzen der Grenzwerte
http://faktenfinder.tagesschau.de/stickstoffdioxid-grenzwerte-arbeitsplatz-101.html

Und hier noch eine kleine Anfrage der AfD im Landtag NRW zu Stickoxid Belastung in NRW
https://www.landtag.nrw.de/Dokumentenservice/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-863.pdf;jsessionid=EEDD9CE60C1F65862BB2953DBD3309A7.

Ich traue der Autobranche so ziemlich alles Schlechte zu. Aus Profitgier ist ihnen unsere Gesundheit egal, das denke ich tatsächlich. Seriöse Beweise muss man für diesen Vorwurf allerdings bringen. Oliver Krischer (Grüne) hat in den Tagesthemen vom 29. 01. 2018  deutliche Worte gefunden.  Gut so. Die Politik – auf allen Ebenen – darf  nicht wegschauen.
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Kinder auf Schritt und Tritt überwachen?

Die Aachener Piraten haben eine Pressemeldung zum Projekt „Schutzranzen“ herausgegeben. In der Zwischenzeit (Stand: 26.01.2018, 12 Uhr) haben sich die Stadt Wolfsburg und die Volkswagen AG offiziell aus dem Projekt zurückgezogen. Weiterhin an Bord sind u.a. die Firma Coodriver, die Stadt Ludwigsburg und der AvD.

Ich veröffentliche hier die Pressemeldung im originalen Wortlaut mit Streichungen, weil es um die prinzipielle Haltung der Piraten zum Thema „Überwachung von Kindern“ geht und es völlig wumpe ist, wer sich daran als Projektförderer beteiligt. 

Aachener Piraten warnen vor  Einsatz der App „Schutzranzen“

Das Projekt „Schutzranzen“, eine Entwicklung des Startups Coodriver in Kooperation unter anderem mit der Volkswagen AG und dem AvD, möchte den Schulweg von Kindern sicherer machen, schießt jedoch weit über das Ziel hinaus.

Per GPS-Tracking sollen Eltern über eine App jederzeit den Aufenthaltsort ihrer Kinder ermitteln. Autofahrern teilt die App mit, ob sich gerade Kinder mit dem entsprechenden Tracker in ihrer direkten Umgebung aufhalten.

„Das ist auf so vielen Ebenen bedenklich, dass es schwerfällt, sich auf die gröbsten Schnitzer zu beschränken“, so Michael Sahm, bildungspolitischer Sprecher der Aachener Piraten.

Die fragwürdige Datenschutzlage ist noch das geringere Problem, obwohl nicht eindeutig ersichtlich ist, wer alles Zugriff auf die Kommunikation zwischen App und weltweiten Cloud-Servern hat.

„Viel fataler ist das Signal, das hier alle Beteiligten erhalten“, so Sahm weiter. „Das Projekt suggeriert den Eltern, es sei in Ordnung, ihre Kinder auf Schritt und Tritt zu überwachen. Für Kinder wird die Überwachung und damit der Verlust von Privatsphäre zur Gewohnheit. Und Autofahrer brauchen nur dann ihre Fahrweise anzupassen, wenn eine App sie darauf hinweist.“

Sehr viel sinnvoller ist eine umfassende Verkehrserziehung an den Schulen und in den Elternhäusern, eine vernünftige Absicherung der Schulwege durch vorbeugende bauliche Maßnahmen und entsprechende Verkehrsregelungen sowie empfindliche Strafen bei deren Missachtung.

„Man kann durchaus fortschrittliche Technologien im Hinblick auf fahrerlose Autos und moderne Verkehrskonzepte entwickeln,“ schließt Michael Sahm. „Das darf aber nicht zu Lasten der Privatsphäre, des gesunden Menschenverstands und schon mal gar nicht unter dem Deckmäntelchen des Kinderschutzes passieren.“

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Der Verein Digitalcourage e.V. sammelt Unterschriften für einen offenen Brief an die beteiligten Unternehmen mit der Forderung, die Überwachung von Kindern zu stoppen. https://aktion.digitalcourage.de/civicrm/petition/sign?sid=5&reset=1

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