100 neue Wohneinheiten am Veltmannplatz

In der Kreuzherrenstraße am Veltmannplatz wird gebaut. Als Mieter sind Studierende hochwillkommen.

In der Kreuzherrenstraße am Veltmannplatz werden Wohnungen errichtet. Als Mieter sind ausdrücklich Studierende hochwillkommen.

Wer möchte da nicht gerne wohnen! Blick vom Innenhof auf die Wohnungen.

Na? Wer von euch möchte da nicht gerne unterkommen, wenn alles fertig ist! Blick vom Innenhof auf die Wohnungen.

In Nähe der Pontstraße wird gebaut: Das „Quartier am Veltmannplatz“ ist bald fertig und wird einmal 100 Wohneinheiten zum Mieten anbieten. Auf der Homepage genannt und gewünscht als Mieter sind Studierende und Hochschulangehörige.

Soweit ich sehen konnte, geht es teils fünf, teils sechs Geschosse in die Höhe. Zwei Läden werden ebenfalls zu dem Wohnkomplex gehören. Laut Anzeigetafel wird es 72 Tiefgaragenplätze und etwa 140 Fahrradplätze geben.

Die Innenausstattung ist der reine Luxus, die Mieten entsprechend hoch. Studierende von heute bzw. deren Eltern müssen wohlhabende Leute sein. Es sei ihnen gegönnt. Da die Studenten als Kids ausgesuchte Kitas und Schulen besucht haben und auch keinen Zivildienst mehr leisten müssen – den Dienst bei der Bundeswehr braucht man nicht mehr zu verweigern – kommen sie als angehende Akademiker mit gewissen Gruppen der Gesellschaft niemals in Kontakt. Wie schön für diese Leute!

Um 5640 Quadratmeter Wohnfläche und 365 Quadratmeter Gewerbefläche wird Aachen mit dem „Quartier am Veltmannplatz“ bereichert. Investiert werden angeblich 23.400.000 Euro. Bauherr ist die CG Deutsche Wohnen GmbH Berlin. Als Architekten verantwortlich zeichnen aus Aachen: kadawittfeldarchitektur GmbH. Letzteres wird man dem Bau wohl bald auch ansehen, denn deren Bauten sehen von außen alle gleich aus.

Der Gebäudekomplex hat einen Innenhof. Dort lässt sich sicher gut feiern. Die Pontstraße selbst ist in dem Bereich in den letzten Jahren schlimm  heruntergekommen: Rechts und links zugeknallt mit Imbissbuden, für 6 Euro bekommt ihr richtig viel zu essen. Über die Qualität der Lebensmittel und die Ausbildung der Köche soll hier aber keine Zeile verloren werden.

Wo sich mal das Wollforschungsinstitut befand, sieht es jetzt so aus. Die Nähe zum Veltmannplatz ist sicher ein Plus, die Nähe zur Pontstraße eventuell nicht so unbedingt.

Wo sich mal ein Institut der RWTH befand, sieht es jetzt so aus. Die Nähe zum kleinen Veltmannplatz ist sicher ein Plus, die Nähe zur Pontstraße nicht so unbedingt.

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Über neue Mietwohnungen im Frankenberger Viertel (Gelände ehemaliges Finanzamt Aachen-Rothe Erde) hatte ich erst kürzlich berichtet: hier

Außerdem werden derzeit über 200 Wohnungen zum Mieten in Nähe des Bahnhof Rote Erde errichtet, s. hier

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Hof und Eisbahn. Politik legt wieder los

Schöner, kleiner Platz in Aachen: der Hof. Er ist nur leider seit Jahr und Tag wegen Bauarbeiten des Energieversorgers STAWAG eine Baustelle. Foto: Archiv

Schöner, kleiner Platz in Aachen: der Hof. Er ist nur leider seit Jahr und Tag wegen Bauarbeiten des Energieversorgers STAWAG eine Baustelle. Fotos: Archiv

Die Sommerpause in der Aachener Kommunalpolitik geht zu Ende, die nächste Sitzungsphase fängt an, und in diesem Blog wird nun auf ein Neues versucht, an die Politik und die ganzen verfickten Tagesordnungspunkte nen Kopp dran zu kriegen.

Es gibt zunächst nur eine Sitzung mit gleichwohl interessanten Themen, die findet statt am Donnerstag, 25. August. Es handelt sich um den Mobilitätsausschuss, der von den Aachener Piraten vorzüglich besetzt ist mit  Matthias Achilles als sachkundigem Bürger. Der Ausschuss tagt ab 17 Uhr im Sitzungssaal 170, Verwaltungsgebäude Marschiertor, Lagerhausstraße. Öffentlich.

Es geht unter anderem um eine Eisbahn auf dem Platz vor dem Theater und um die Umgestaltung des Hofs mitten im Zentrum von Aachen.

Zur Eisbahn: Die soll in der Vorweihnachtszeit errichtet werden und würde bei den hierzulande neuerdings herrschenden warmen Wintertemperaturen eine gewaltige Menge Energie fressen. Das Geld müsste dann durch die Eintrittspreise wieder reinkommen (oder es findet sich ein Sponsor). So eine Eisbahn ist natürlich bei Temperaturen über Null eine ökologische Katastrophe, aber das kann ich nur vermuten. In Köln habe ich letztes Jahr eine Eisbahn gesehen, die war sehr gut besucht.

Die Eisbahn (etwa 27 Meter lang und 19 Meter breit) soll vor dem Stadttheater

Das Pferdedenkmal vor dem Stadttheater

Das Pferdedenkmal vor dem Stadttheater

aufgebaut werden, so dass um das Pferdedenkmal (s. Foto) herumgelaufen wird. Die Stadtverwaltung möchte bei der Gelegenheit insbesondere testen, wie es wäre, wenn eine Straßenseite am Theater für den Pkw-Verkehr geschlossen wird. Falls das alle prima finden, könnte die Seite für immer geschlossen werden. So lauten, wenn ich die Vorlage richtig verstehe, die Vorstellungen. Eine Skizze ist als Anhang der Vorlage beigefügt.

Auch mal gut zu wissen: Die Nordumfahrung des Theaters (Fahrtrichtung Kapuzinergraben) ist mit ca. 5.000 Kfz/Werktag belastet, die Südumfahrung (Fahrtrichtung Normaluhr) mit ca. 7.000 Kfz/Werktag. Der Kapuzinergraben zwischen Hartmannstraße und Theater wird von ca. 8.000 Kfz befahren, zwischen Hauptpost und Theater von 13.000 Kfz/Werktag.

Für das allgemeine Stadtklima wäre es also gar nicht mal so schlecht, wenn der Pkw-Verkehr rund ums Theater dauerhaft reduziert würde. Die Verwaltung möchte am Donnerstag von den Politikern lediglich beauftragt werden, das zu prüfen.

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Wie der Hof – prominent gelegen im inneren Pfalzbereich, prominent auch weil sich dort die Traditionskneipe Domkeller befindet – einmal aussehen wird, könnt ihr hier nachlesen.

Die Umbauarbeiten werden 520.000 Euro kosten, meint die Verwaltung, und die Bauzeit wird je nach Witterung 5 bis 8 Monate betragen. Die Frage ist für mich nur: Welches Pflaster wird dort verlegt? Hoffentlich eins, das auch mal ein paar Jahre hält und zugleich schön aussieht.

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Einwohnerinnen und Einwohner sind zu den öffentlichen Beratungen herzlich willkommen. Alle Termine, Tagesordnungspunkte und die öffentlichen Sitzungsunterlagen gibt es im Ratsinformationssystem der Stadt Aachen unter: http://ratsinfo.aachen.de/bi/si010.asp.

Nochmal Hof. Dort gab es irgendwelche archäologischen Funde. Weil die Vergangenheit erforscht werden muss, müssen die Gegenwärtigen jahrelang eine Baustelle in Kauf nehmen. Ist das gerecht?

Nochmal der Hof. Dort gab es bei Erdarbeiten der STAWAG irgendwelche archäologischen Funde. Weil die Vergangenheit in Aachen immer wichtiger ist als Gegenwart und Zukunft, müssen die Gegenwärtigen jahrelang eine Baustelle in Kauf nehmen.

 

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Leicht klamm: der Zinkhütter Hof in Stolberg

Stolberg Aachen

Blick in einen Ausstellungsraum des Museums Zinkhütter Hof in Stolberg.

Wie kommt der Zinkhütter Hof finanziell über die Runden? Um die finanzielle Ausstattung des Industriemuseums in Stolberg geht es am 30. August (ab 10 Uhr) im Kulturausschuss des Landschaftsverband (LVR). Die Politiker treffen  sich zu diese Sitzung ausnahmsweise mal in Euskirchen statt in Köln. Die Verwaltung des LVR schlägt den Politikern vor, den Zinkhütter Hof in den Jahren 2016 bis 2020 (wie schon 2014 und 2015) jedes Jahr mit 160.000 Euro zu unterstützen, diese Zusage ist allerdings an Bedingungen geknüpft.

Bei den 160.000 Euro handelt es sich um einen Betriebskostenzuschuss: Der LVR, so wurde es einmal verabredet, gibt zwei Drittel, das eine Drittel muss  anderweitig (Stadt Stolberg, Museumsverein, Stiftung) in die Kasse kommen. Nur: Die Stiftung verzeichnet rückläufige Erträge, und das eine Drittel kann längst nicht mehr selbstständig aufgebracht werden. Es muss etwas geschehen.

Die Verwaltung des LVR schlägt nun vor (Vorlage TOP 15), dass das Stiftungskapital angegriffen wird. Auch werden „strukturelle Maßnahmen“ zur Verbesserung der Finanzen des Museums „nachdrücklich“ gefordert. Aus der Vorlage geht nicht hervor, was damit genau gemeint ist.

Zum Hintergrund: Um die kulturelle Vielfalt der Region zu stärken, unterstützt der Landschaftsverband (LVR) ausgewählte Museen und Kultureinrichtungen im Rheinland durch eine dauerhafte Förderung. Derzeit gehören sechs Kultureinrichtungen zum LVR-Netzwerk Kulturelles Erbe. Aus unserer Region mit dabei sind: das Museum Zinkhütter Hof in Stolberg, das Rote Haus in Monschau und das Energeticon in Alsdorf. 

Die Lage des Zinkhütter Hofs scheint mir etwas kniffelig zu sein. Insbesondere machen sich Kulturpolitiker Sorgen, was mit dem Zinkhütter Hof nach 2020 geschehen wird, bzw. wovon er sich dann finanzieren wird. Entscheiden müssen am Mittwoch, 31. August, die LVR-Politiker. Die Sitzung ist öffentlich. Sicherlich wird in der Diskussion noch klar, was mit den geforderten „strukturellen Maßnahmen“ gemeint ist.

Lest selbst (und denkt selbst):

https://dom.lvr.de/lvis/lvr_recherchewww.nsf/0/0F06A013EEF0810CC1257FD9001FC0FC/$file/Vorlage14_1142_1.pdf

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Hunderte kommen zum Feierabendmarkt

achen feierabendmarkt

Bis zum hinteren Teil des Marktes bin ich gar nicht vorgedrungen, so voll mit Menschen war das kleine Gelände am Alten Schlachthof.

Ein Feierabendmarkt ist eigentlich genau das, was ich mir für die Innenstadt noch wünsche. Morgens und nachmittags arbeiten und dann ab 17 Uhr frisches Obst und Gemüse aus dem Umland einkaufen, die ein oder andere Spezialität an einem Stand konsumieren, Leute treffen und mit denen plaudern. – Allein, das wird wohl für immer ein Traum bleiben, einzig die FDP in Aachen ist – soweit ich sehe – konsequent dafür. Die anderen leben wohl nicht in der Innenstadt, wo es viele Klamottengeschäfte aber wenig Lebensmittelgeschäfte gibt.

Ich weiß nicht, wer das organisiert hat, aber am vergangenen Donnerstag gab es erstmals einen Feierabendmarkt, und zwar auf dem Gelände vom Alten Schlachthof in Nähe der Metzgerstraße. Das ist, wenn man aus Aachen rausfährt in Richtung Haaren auf der linken Seite. Einige schöne Industriebauten gibt es dort.

Der erste Markt war derart überlaufen, dass ich mich schon bald entnervt auf ein Stühlchen geworfen habe und überlegte, wieder nach Hause zu gehen. Der Markt bot die üblichen Lebensmittel, die es auf Märkten gibt, es fehlten komplett die Attraktionen, die ich erwartet hatte. Doch ich will hier nicht vorschnell Kritik üben, denn der Markt muss sich entwickeln. Ich denke allerdings, dass das Angebot noch erweitert werden sollte.

Wer sich den Markt ansehen will: Bis Ende Oktober ist jeden Donnerstag von 17 bis 21 Uhr am Alten Schlachthof Verkauf. Parkplätze sind vorhanden.

Aachen Schlachthof

Gesehen neben dem Alten Schlachthof, der sich auf einem ehemaligen  Industriegelände befindet.

Aachen Schlachthof

Der Schlachthof von innen. Eigentlich ein schöner Raum, allerdings wenn man bedenkt, was dort einst stattfand . . .

Wo tolle Leute sind, da sind auch Graffitis: Industriegelände zwischen Aachen und Haaren.

Wo coole Leute sind, da sind auch Graffitis: Industriegelände zwischen Aachen und Haaren.

 

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Von Aachen in die Eifel: Jeden Tag Stau

Stau Rietgen Aachen

Wohl dem, der im Auto eine Klimaanlage hat.

Wer in diesem Sommer von Aachen nach Roetgen und weiter nach Fringshaus, Monschau oder nach Simmerath und an den Rursee fährt, der steht im Stau, und zwar nicht in einem kleinen. Eine knappe halbe Stunde zusätzlich muss man einplanen, denn die Durchgangsstraße von Roetgen kann wegen Bauarbeiten nur einspurig befahren werden. Eine Ampel regelt den Verkehr. Der Zeitverlust ist nicht das Schlimmste. Mit laufendem Motor in sengender Hitze auf der Straße zu stehen, untätig, das nervt richtig. Kann man mal machen, aber jeden Tag?

Das ist ziemlich öde, außerhalb der Ferien wären die Staus vermutlich aber noch länger. Wenn man bedenkt, dass all das Grün in einigen Wochen in Rot, Gelb und Braun leuchtet und geradezu explodiert, dann kommt Freude auf. Es ist schön, in einer Gegend zu wohnen, in der es vier (4) Jahreszeiten gibt und nicht nur eine oder zwei.

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247 neue Wohnungen auf einen Schlag

Die Vermietung dieser neuen Wohnungen, die noch nicht fertig sind, ist schon fast abgeschlossen, das Interesse riesengroß.

Die Vermietung dieser neuen Wohnungen, die noch nicht fertig sind, ist schon fast abgeschlossen, das Interesse riesengroß.

Da, wo sich vor etwa 20 Jahren noch das Finanzamt Aachen-Stadt Land befand (Kronprinzenstraße), zwischen Frankenberger Viertel und Adalbertsteinweg, werden zur Zeit 247 Mietwohnungen gebaut (für angeblich 62 Millionen Euro). Einige, nicht alle, sollen schon am 01. Januar 2017 bezugsfertig sein. Das ist ambitioniert. Es sollen bei den 247 auch 35  öffentlich geförderte Wohnungen sein.

Es entsteht ein neues Wohnviertel, das ihr euch hier mal ansehen könnt. Es soll übrigens „Frankenberger Höfe“ heißen, früher war es das „Finanzamt Rothe Erde“. Warum dieser unelegante  Name (Höfe) gewählt wurde, ist mir absolut schleierhaft. Höfe hört sich nach Schuppen und Ställen an, aber Germanisten fragt man bei der Namenfindung ja offenbar nie. Die aller-, allermeisten Wohnungen sind schon vergeben, die Mietverträge unterschrieben.

Eine Drei-Zimmer-Wohnung mit Balkon, Bad und Gäste-WC kostet warm im Monat 1131 Euro. Die sonstige Ausstattung will ich hier nicht ausführlich beschreiben, sie ist vom Feinsten. Wer einzieht, unterschreibt, dass er ein Jahr lang nicht auszieht. Danach gilt eine dreimonatige Kündigungsfrist.

 

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Neuer Ort für Kunst, Kultur und mehr: „Hotel total“ eröffnet

hotel total Aachen

Drei junge Frauen haben in Aachen einen Raum für Kunst und Kultur vermisst und ihn sich – mit anderen – einfach selbst geschaffen. Gestern war Eröffnung. Der Zuspruch war überwältigend . . . und das trotz der Ferien.

hotel total Aachen

„Hotel total“. Während drinnen schon viel Volk versammelt war, warteten draußen die Menschen darauf, eingelassen zu werden.

Das war ein furioser Start: Das „Hotel total“ in Aachen ist eröffnet und viele wollten sehen, was aus dem Gotteshaus geworden ist. Gestern, Freitag, ab 18 Uhr strömten die Menschen in die innen umgebaute Kirche am Blücherplatz und staunten nicht schlecht.

Entstanden ist nach Unmengen von Arbeitsstunden ein Hotel der sehr viel anderen Art. In fünf Kojen können Leute übernachten, die Betten sind gemacht, die ersten Reservierungen  liegen vor. Es gibt eine Bar und eine Rezeption. Der sakrale Charakter des Innenraums ist erhalten geblieben – mit Beichtstuhl, Taufbecken, Abbildungen von Heiligen. Und das sieht durchaus nicht pietätlos aus, im Gegenteil.

Es ist ein Hotel und zugleich eine neue Heimat für Kunst und Kultur, für Begegnungen und Gespräche in Aachen (geöffnet donnerstags bis sonntags von 11 bis 22 Uhr). Zunächst nur für drei Monate, aber Projektentwickler Norbert Hermanns, der neue Eigentümer von St. Elisabeth (offiziell ab Januar 2017) hat bei der Eröffnung schon angedeutet, dass er die Nutzung der ehemaligen Kirche als „Hotel total“ unterstützen wird.

Gleich neben St. Elisabeth ist das „Stadtbad“, neuerdings von Asghar Adami

Terminankündigung: Ausstellung im schön restaurierten Stadtbad. Dort haben die Menschen gebadet, weil sie zu Hause keine Badewanne  und nicht mal ein Badezimmer hatten.

Termin: Ausstellung im schön restaurierten Stadtbad. Dort haben die Menschen gebadet, weil sie zu Hause keine Badewanne und nicht mal ein Badezimmer hatten.

ebenfalls hergerichtet als Stätte für Kunst und Kultur. Wenige Schritte weiter befindet sich das Ludwig Forum für Internationale Kunst, jetzt geleitet von einem neuen Direktor mit ambitionierten, interessanten Plänen. Kann also sein, dass z. B. das Wohnen am Blücherplatz demnächst attraktiv wird.

Gearbeitet haben natürlich nicht nur die drei Mädels (Patricia Graf, ihre Schwester Julia Graf und Anke Didier), sondern auch Handwerker, Langzeitarbeitslose, Flüchtlinge und viele mehr. Als die Macher sich auf der Bühne vorstellten, waren das fast 50 Personen. Das Land NRW hat Geld locker gemacht, andere auch, Infos findet ihr hier: http://www.hotel-total.com

Auf Twitter könnt ihr unter @total-hotel folgen.

Hotel total Aachen

Einige, für eine katholische Kirche typische Einrichtungsgegenstände durften bleiben. Beispielsweise ein Beichtstuhl und ein Tabernakel, aber wer weiß heute noch, was ein Tabernakel ist?

pop-up hotel aachen

Man sieht sich bei den Events http://www.hotel-total.com/events/

 

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In Aachen „vorbildlich“ gebaut

Aachen, Wüllnerstraße: Vorbildlich. radsächlich ist die Aluminium-Lamellenfassade "von hoher ästhetischer Qualität" und auch sonst eifach perfekt. Architekt: IParch GmbH, Aachen. Bauherr: Bau und Liegenschaftsbetrieb, Niederlassung Aachen.

Aachen, Wüllnerstraße: Tatsächlich ist die Aluminium-Lamellenfassade „von hoher ästhetischer Qualität“ (Jury) und das Bauwerk auch sonst einfach perfekt. Architekt: IParch GmbH, Aachen. Bauherr: Bau und Liegenschaftsbetrieb, Niederlassung Aachen.

„Vorbildliches Bauen in NRW“ lautet der Titel einer kleinen Ausstellung im Aachener Zeitungsmuseum. Da möchte man doch mal sehen, was die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und das zuständige NRW-Ministerium „vorbildlich“ nennen. Alle fünf Jahre stellen die beiden so eine Ausstellung als Wanderausstellung zusammen. Also nichts wie hin.

Es sind Poster von neuen und erneuerten Bauten aus den letzten fünf Jahren zu sehen, und unter den insgesamt 33 sind auch zwei aus Aachen dabei: Das Centre Charlemagne (einst schnödes Verwaltungsgebäude, jetzt feines Stadtmuseum) und das Hörsaalzentrum der RWTH in der Wüllnerstraße, das genau hinter dem Super C steht. Zwei von 33! Das freut natürlich den lokalpatriotisch gesinnten Aachener.

„Ein Querschnitt durch das preiswürdige Bauschaffen“ will die Präsentation sein. Und es fällt auf, dass der Anteil der Flachbauten überwiegt. Schade, ich finde ja Satteldächer schöner. Aber viele abgebildete Wohnbauten haben Dächer wie in den 50er Jahren. Flach wie ein Blatt Papier liegt das Dach auf dem Baukörper. Das solltet ihr euch mal ansehen.

Alles Flachdächer und trotzdem angeblich vorbildlich im Einzelnen: Einfamilienhaus mit Architekturbüro in Ennigerloh, Sülzparc/Wohnen an der Neuenhöfer Allee in Köln, Gemeinschafts-Wohn-Projekt „Pöstenhof Lemgo“, Wohnbebauung Essen-Freisenbruch, „Urbanes Wohnen mit der Sonne“ in Münster, Carlswerkquartier in Köln-Buchheim, Friedrich-Lamerdin-Haus in Köln Sülz, Studentisches Wohnen Ostersiepen in Wuppertal, zwei Kindertagesstätten in Bonn und Wuppertal usw.

Alles von außen und innen schön fotografiert. Einen Katalog gibt es auch. Da er kostenlos ist, sind sicher schon alle weg. Bestellen unter broschueren@mbwsv.nrw.de      www.mbwsv.nrw.de

Auch was die Neugestaltung des Aachener Büchel betrifft, will man ja statt der im Siegerentwurf vorgeschlagenen flachen Satteldächer, die gut in Aachens Innenstadt passen, auf (begrünte) Flachdächer umschwenken. Ich finde das schade, aber anders bekommt man wohl die vorgeschriebenen Grünflächen in dem Neubaugebiet nicht zusammen.

Bei den Vorbildlichen sind auch zwei Kirchen dabei, zwei Museen, dazu Hochschulgebäude, eine Mensa, eine Bibliothek, ein Entsorgungszentrum, ein Erlebnisaufzug, ein Feuerwehrgerätehaus, ein Busbahnhof usw. Am Auswahlverfahren teilgenommen haben über 150 Architektinnen und Architekten, sie kamen nach einem ersten Auswahlverfahren in die engere Wahl.

In der Ausstellung sind natürlich neben den Architekten auch die Bauherrinnen/Bauherren verzeichnet. In Aachen überstanden außer den beiden schon erwähnten weitere 8 Projekte die Vorprüfungen der hochkarätig besetzten Jury, in Düren überzeugte eines (Seniorenwohnhaus der Cellistinnen), eins jeweils in Geilenkirchen, Heinsberg, Kreuzau und 5 in Mönchengladbach.

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Die Ausstellung im Zeitungsmuseum ist noch bis zum 4 September zu sehen. Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, montags geschlossen. Am kommenden Sonntag, 7. August, gibt es eine Führung. Dauer: eine Stunde. Beginn: 14 Uhr. Eintritt frei.

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Appell: Sucht die Gemeinsamkeiten!

Das dürfte einmalig sein in Nordrhein-Westfalen, wenn nicht sogar in der ganzen Bundesrepublik: Wichtige Vertreter der Religionsgemeinschaften, die in Aachen zu finden sind, haben heute zusammen einen Aufruf verfasst. Sie haben Worte gefunden, die jeder von ihnen unterschreiben kann. Das ist – im Falle von Religionen – schon außergewöhnlich. Dies ist geschehen angesichts der Verbrechen, die in den letzten Wochen die westliche Welt erschütterten.  Der Text im Wortlaut:

„Die Welt muss verrückt geworden sein …“

So kommt es uns vor, wenn wir die erschreckenden Nachrichten der letzten Tage hören. Wir fragen uns, wie Menschen zu so furchtbaren Taten fähig werden? Wir fragen, wieso solche Verbrechen geschehen können? Wir fragen uns, welchen Beitrag die Religion dazu haben kann? Kann der Glaube helfen, mit den Schicksalsschlägen umzugehen? Kann die Gemeinschaft des Glaubens irregeleitete Menschen von Bluttaten abhalten?

Wir verurteilen die Verbrechen. Sie werden durch keine Religion gerechtfertigt. Wir möchten den Opfern, den Hinterbliebenen und Trauernden, den Verletzten und Verunsicherten unser Mitgefühl ausdrücken. Wir suchen und ringen nach Antworten. Worte scheinen unzureichend zu sein. Es bleibt – vielleicht erst zu Beginn – die sprachlose Klage.

Und – es bleibt das Gespräch miteinander! Die Vertreter der Religionsgemeinschaften in Aachen, verschiedener Richtungen, ob Christen, Muslime, andere Religionen, wir möchten ausdrücken, dass wir von dem furchtbaren Geschehen berührt sind. Wir möchten gemeinsam verdeutlichen, wie wir dem Terror, der Angst und der Gewalt widerstehen wollen. Wir verurteilen die Taten und rufen auf: zu Besonnenheit, zu Vernunft und zum Dialog miteinander. Lasst uns Wege des Friedens suchen! Lasst uns nicht auseinander bringen, sondern zusammen stehen! Lasst keinen Raum für Hass und Gewalt! Sucht die Gemeinsamkeiten, die uns verbinden, versöhnen und trösten!“

Der Dialog der Religionen mit den zugehörigen Mitgliedern

Pfarrer Hans Christian Johnsen
Evangelische Kirche, Aachen

Idris Malik
Vorstand der Bilal Moschee, Aachen

Abdurrahman Kol
DITIB-Aachen, Yunus-Emre-Moschee

Rabbiner Mordecai Bohrer
Jüdische Gemeinde Aachen

Peter Quadflieg
Katholische Kirche, Region Aachen-Stadt
Pfarrer Markus Frohn
Katholische Kirche, Pfarrei St. Josef und Fronleichnam

Michael Hermanns und Laila Vannahme
Katholische Kirche, Gemeinschaft der Gemeinden Aachen-Ost/ Eilendorf

Mehmed Jakubovic
Imam der Bosnischen Muslimischen Gemeinde

Shahab Ebrahimi
Bahai-Gemeinde Aachen

H.N.Chatterjee
Hindu Gemeinde Aachen

Christian Licht
DRIKUNG SHERAB MIGCHED LING
Zentrum für tibetischen Buddhismus e.V.

Paul Shoju Daoqi Schwerdt
Zen-buddhistisches Zentrum Bambushain

Gehrt Hartjen
Religions for Peace

Heidemarie Ernst
Integrationsbeauftragte der Stadt Aachen

Achim Kockerols
Kommunales Integrationszentrum der Stadt Aachen

Aachen, den 02.08.2016

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Geld für Kultur ist da. Stell mal einen Antrag!

kultur kunst Förderung

Gar nicht so schwer: Mal einen Antrag auf Förderung stellen.

„Kultur kostet Geld . . . doch woher nehmen?“, so lautete Ende Juni der Titel einer Veranstaltung im Zinkhütter Hof (Stolberg). Mehrere Vorträge und Workshops standen auf dem Programm.

Als Mitglieder der Fraktion Freie Wähler/Piraten des Landschaftsverband Rheinland (LVR) haben Dr. Martina Flick und ich an der ganztägigen Veranstaltung teilgenommen. Und das war keine vergeudete Zeit.

Der Saal war voll im Zinkhütter Hof, in dem sich geradezu vorzüglich konferieren lässt. In diesem Fall gab es zunächst Vorträge und dann weitere

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Fragen/Antworten und Infos in Form eines Barcamps. Immer ging es darum, dass Leute mit Geld erklärten, wie freie Kunst- und Kulturschaffende und freie Initiativen an dieses Geld gelangen können.

Das wundert keinen: Es müssen Anträge gestellt werden. Aber diese Anträge haben es natürlich in sich. Dazu haben alle sieben „Geldverteiler“ wissen lassen, dass sie (genau wie die Kulturämter eurer Städte, Kreise und Gemeinden) Beratung anbieten. Und es war rauszuhören, dass man besonders gern neue Initiativen und Ideen unterstützen will, die das „Neuland“, also die digitale Welt, betreffen.

Konkret wurde gesagt, dass man zunächst vorab klären sollte, ob die eigene kulturelle Aktion/Idee/Initiative überhaupt potenziell grundsätzlich förderfähig ist? Danach bekommt man genau gesagt, was in dem Antrag drinstehen muss, ihr sitzt da nicht alleine vor den Sachen. Nehmt Kontakt auf.

Fördertöpfe gibt es national und international. Im Zinkhütter Hof waren sieben „Förderlinien“ vertreten. Ich nenne jeweils nur eine Person, obwohl immer mehrere zuständig sind. Manchmal ist für dieses Jahr schon alles Geld verteilt, dann sagen die euch, wie es für 2017 klappen kann:

1. Dr. Norbert Kühn, regionale Kulturförderung des Landschaftsverband Rheinland (LVR). Dort gibt es eigens einen Fachbereich regionale Kulturarbeit. Die warten auf euch, sind freundlich und großzügig. (norbert.kuehn@lvr.de)

2. Dr. Jochen Link, Bezirksregierung Köln. Hier gibt es Geld speziell für alles, was als interkulturelle Kulturförderung durchgehen kann. (jochen.link@bezreg-koeln.nrw.de)

3. Susanne Ladwein, Regionale Kulturpolitik NRW. Sie ist zuständig im sogenannten Zweckverband Region Aachen. Auch da sind eure Ideen willkommen. Könnte nur sein, dass für dieses Jahr kein Geld mehr da ist (Deadline: 30. September 2016). Dann verweist man euch eventl. an andere „Förderer“. (ladwein@regionaachen.de)

4. Mona Wehling, NRW-Stiftung. Das Referat Heimat- und Kulturpflege hat zwar einen komischen Namen, ist aber ebenfalls hilfsbereit und verfügt über money. (mona.wehling@nrw-stiftung.de)

5. Andrea Weiss, Fonds Soziokultur e. V. Hier gilt das gleiche wie unter 4. gesagt. (weiss@fonds-soziokultur.de)

6. Dirk Stute, Förderlandschaft Kulturelle Bildung. Dort gibt es eine „Arbeitsstelle kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW“. (Stute@kulturellebildung-nrw.de)

7. Lin Verbrugge, grenzüberschreitende Kulturförderung. Auch in den Niederlanden möchte man euch fördern, falls ihr grenzüberschreitend arbeitet. Wendet euch an die Kulturabteilung Provincie Limburg/NL. (la.verbrugge@prvlimburg.nl)

Zur Förderung muss euer Projekt gewisse Bedingungen erfüllen. Beim oben erwähnten Zweckverband ist es zum Beispiel so, dass mindestens drei Partner dabei sein müssen und die die Hälfte der Projekt-Kosten (Minimum 2000 Euro) tragen. Die andere Hälfte wird euch dann gestellt. Der Zweckverband fördert zusätzlich nur, was aus den Kreisen Düren, Heinsberg, Euskirchen und aus der Städteregion kommt.

Die Stiftung wiederum fördert, was anerkannt gemeinnützig ist und das in ganz NRW, falls ihr nicht schon Geld aus der Kasse eurer Gemeinde/Stadt bekommt. Schaut hier nach: www.nrw-stiftung.de/foerderantrag

Denkt dran: Die Materie sieht nur kompliziert aus, ist es aber nicht, denn euch wird geholfen.

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Die Kulturkonferenz wurde veranstaltet vom LVR und dem Zweckverband. Eingeladen waren allerlei kulturbeflissene Kommunalpolitiker, Museumsmitarbeiter, Volkshochschule-Leute, Lehrer/innen, Menschen aus Kunstwerkstätten, Kulturämtern und Initiativen, Kulturvermittler und Theaterinitiativen.

Zinkhütter Hof Stolberg

Nebenbei mal: Blick in einen Ausstellungsraum im Zinkhütter Hof (eine alte Produktionsstätte) in Stolberg. Das Museum wird viel besucht und besonders vom LVR gefördert.

 

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